Apple Intelligence: 40–60 GB Speicher zwingend für KI-Funktionen

Apple Intelligence könnte 40 bis 60 Gigabyte beanspruchen. Steigende Speicherpreise erhöhen zudem den Materialkostenanteil bei Smartphones.

Berichten zufolge könnten die Apple-Intelligence-Funktionen in macOS 27 und iOS 27 deutlich mehr lokalen Gerätespeicher beanspruchen als bisherige Softwaregenerationen. Wie am 9. September 2026 berichtet wurde, hat dies Auswirkungen auf die Speicherausstattung kommender Geräte und auf die Materialkosten der Hersteller.

Edge-KI benötigt zweistelligen Gigabyte-Bereich

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens TrendForce erfordert Edge-KI – also die lokale Verarbeitung von KI-Funktionen direkt auf dem Gerät statt in der Cloud – zwischen 40 und 60 Gigabyte Speicherplatz. Diese Größenordnung erklärt, warum Apple bei der Speicherausstattung seiner Geräte nachjustieren muss, um die neuen Apple-Intelligence-Funktionen unter macOS 27 und iOS 27 überhaupt sinnvoll nutzbar zu machen.

Speicherpreise und Materialkosten steigen deutlich

Der gestiegene Speicherbedarf trifft auf einen Markt, in dem die Preise für Speicherchips bereits spürbar angezogen haben. Die DRAM-Vertragspreise stiegen im dritten Quartal 2026 im Quartalsvergleich um 13 bis 18 Prozent, während NAND-Speicher um 10 bis 15 Prozent teurer wurde.

In der Folge kletterte der Anteil der Speicherkosten an den gesamten Materialkosten (Bill of Materials) von Smartphones laut den Berichten von 10 bis 15 Prozent auf 30 bis 40 Prozent – ein Sprung, der die Kalkulation der Hersteller erheblich belastet.

256 GB wird zum neuen Standard

Als Reaktion auf diese Entwicklung rechnet TrendForce damit, dass 256 Gigabyte bis Ende 2026 zum Mainstream-Speicherstandard bei Smartphones werden. Für Apple bedeutet das konkret: Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max sollen demnach 2026 weiterhin mit 256 Gigabyte Basisspeicher starten – eine Ausstattung, die angesichts des Platzbedarfs von Apple Intelligence künftig knapper bemessen sein dürfte als in früheren Gerätegenerationen.

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Hardware-Voraussetzungen für Apple Intelligence bleiben hoch

Der gestiegene Speicherbedarf reiht sich in weitere Hardware-Anforderungen ein, die Apple für seine KI-Funktionen stellt. Die vollständige Siri-KI in iOS 27 soll nach aktuellem Kenntnisstand nur auf dem iPhone 17 Pro, dem iPhone 17 Pro Max sowie dem iPhone Air mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher verfügbar sein.

Eine Standardversion von Siri AI soll dagegen auf der iPhone-16-Serie sowie dem iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max laufen. Grundsätzlich setzt Apple Intelligence in iOS 27 mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer voraus.

Auch bei anderen Produkten zieht Apple offenbar Konsequenzen aus dem gestiegenen Ressourcenbedarf: Eine neue Generation des Apple TV 4K soll demnach mit dem A19-Pro-Chip und wahlweise 8 oder 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet werden – eine Erhöhung, die gezielt für den Betrieb der Siri-KI-Funktionen vorgesehen ist.

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Was das für Nutzer bedeutet

Für Käufer künftiger Apple-Geräte dürfte die Wahl der Speichervariante damit an Bedeutung gewinnen. Wo bislang die Basisausstattung mit 128 oder 256 Gigabyte für die meisten Anwendungsfälle ausreichte, könnte der zusätzliche Platzbedarf für lokal verarbeitete KI-Modelle den verfügbaren Speicher für Fotos, Apps und Dokumente spürbar einschränken.

Gleichzeitig dürften die gestiegenen Speicherpreise mittelfristig auch auf die Endverbraucherpreise durchschlagen, sollten Hersteller die höheren Materialkosten weitergeben.