Apple Intelligence in China: Apple trainiert eigenes KI-Modell mit Alibaba

Apple entwickelt mit Alibaba ein eigenes Sprachmodell für China und plant die Einführung von Siri AI im Herbst 2026.

Der US-Technologiekonzern Apple vollzieht einen strategischen Kurswechsel bei der Einführung seiner Künstlichen Intelligenz in China. Wie am 14. August 2026 bekannt wurde, trainiert das Unternehmen ein eigenes großes Sprachmodell für den chinesischen Markt. Dabei greift Apple auf die Unterstützung des chinesischen Konzerns Alibaba zurück. Dieser Schritt markiert eine Abkehr von der bisherigen Strategie, in der Volksrepublik primär auf die Modelle lokaler Drittanbieter zu setzen.

Strategische Partnerschaft und regulatorische Hürden

Die Zusammenarbeit zwischen Apple und Alibaba hat bereits eine längere Vorgeschichte; die Partnerschaft der beiden Unternehmen begann im Februar 2025. Durch die Entwicklung einer eigenen KI-Lösung wäre Apple das erste ausländische Unternehmen, das ein proprietäres Modell auf dem chinesischen Festland betreibt. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund von Bedeutung, dass US-amerikanische Dienste wie ChatGPT oder Claude in China nicht verfügbar sind.

Ein wesentlicher Meilenstein für dieses Vorhaben wurde bereits im Juli 2026 erreicht. Zu diesem Zeitpunkt registrierte die zuständige Behörde, die Cyberspace Administration of China, den generativen KI-Dienst von Apple. Die Einführung von Apple Intelligence auf dem chinesischen Markt wird in den kommenden Monaten im Rahmen eines iOS-Updates erwartet.

Technisch soll das neue Modell eine Architektur nutzen, die dem gemeinsam mit Google entwickelten AFM 3-Modell ähnelt. Trotz der Entwicklung einer eigenen Lösung bleibt die Integration lokaler Technologien vorgesehen: Sowohl das Qwen-Modell von Alibaba als auch Technologien des Anbieters Baidu sollen weiterhin Bestandteil von Apple Intelligence in China sein.

Siri AI und globale Lizenzstrategien

Parallel zu den Entwicklungen in Fernost treibt Apple die globale Modernisierung seines Sprachassistenten Siri voran. Die Veröffentlichung der allgemeinen Version von Siri AI ist für den Herbst 2026 geplant, wobei das System im Gegensatz zu einigen Konkurrenzprodukten keine dauerhafte Gedächtnisfunktion für Konversationen besitzen soll; jeder Dialog startet ohne Rückgriff auf frühere Inhalte neu.

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Um die Qualität der Antworten zu sichern, verhandelt Apple derzeit mit verschiedenen Verlagen über mehrjährige Lizenzvereinbarungen für Nachrichteninhalte. Das Budget für diese Deals soll sich im neunstelligen Bereich bewegen.

Interessant ist hierbei das Vergütungsmodell: Apple schlägt eine Bezahlung pro Nutzung vor, statt pauschale Garantiesummen zu leisten. Dies steht im Kontrast zu bestehenden Branchenvereinbarungen, wie etwa dem Vertrag zwischen News Corp und OpenAI, der ein Volumen von 250 Millionen US-Dollar über fünf Jahre umfasst.

Technische Spezifikationen und Software-Updates

In der internationalen Version nutzt Siri AI unter anderem das Modell Google Gemini mit 1,2 Billionen Parametern. Für Nutzer in der Europäischen Union gibt es jedoch Einschränkungen: Siri AI wird nach aktuellem Stand vorerst nicht auf dem iPhone, dem iPad oder der Apple Watch in der EU verfügbar sein. Für andere Regionen ist eine englischsprachige Beta-Phase für das späte Jahr 2026 vorgesehen.

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Die neuen KI-Funktionen sind tief in das kommende Betriebssystem iOS 27 integriert, dessen Veröffentlichung für September 2026 erwartet wird. Zu den Neuerungen gehören KI-generierte Wallpaper-Erweiterungen, eine natürliche Sprachverarbeitung für Kalender und Erinnerungen sowie eine verbesserte visuelle Intelligenz für die Kamera.

Die Hardware-Anforderungen für diese Funktionen sind hoch: Die Beta-Version von iOS 27, die rund 17 GB Speicherplatz beansprucht, setzt mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuere Modelle der kommenden Generationen voraus.

Neben den Mobilgeräten wird auch das Headset Vision Pro mit dem Update visionOS 27 neue KI-Features erhalten, darunter die Umwandlung von Panoramafotos in räumliche Szenen und eine verbesserte Eye-Tracking-Steuerung.