Der US-Technologiekonzern Apple hat die behördliche Genehmigung für den Einsatz seiner KI-Plattform Apple Intelligence in der Volksrepublik China erhalten. Dies bestätigte Apples Executive Chairman Tim Cook am 15. Oktober 2026 bei einem Besuch in Shanghai.
Eine erste Testversion des Dienstes soll noch im Oktober 2026 für chinesische Nutzer bereitgestellt werden, allerdings zunächst mit einem eingeschränkten Funktionsumfang und ohne eine KI-gestützte Siri-Version.
Testphase startet im Oktober mit Basisfunktionen
Nach Angaben von Cook gegenüber chinesischen Medien ist die Veröffentlichung einer Beta-Version für Ende Oktober 2026 geplant. Zu den ersten freigegebenen Kernfunktionen zählen Werkzeuge zur Textbearbeitung, eine Live-Übersetzung sowie Werkzeuge zur Fotoretusche und Bildbereinigung.
Weitergehende KI-Dienste, darunter die Weiterentwicklung der Sprachassistenz Siri oder generierte Bildinhalte, bleiben vorerst außen vor. Genaue Termine für den Testbetrieb, die vollständige Liste der Funktionen sowie die unterstützten Geräte wurden von Apple bisher nicht abschließend bekannt gegeben.
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Ein breiterer Start wird nach Marktberichten für Dezember 2026 mit der Aktualisierung auf iOS 27.3 erwartet. Neben iPhones sollen dabei auch iPads und Mac-Rechner in Festlandchina bedient werden. Während in Hongkong Apple Intelligence bereits genutzt werden kann und in den USA seit fast zwei Jahren läuft, war die Markteinführung auf dem chinesischen Festland bislang durch strenge regulatorische Auflagen verzögert worden.
Kooperationen mit Alibaba und Baidu für lokale Modelle
Um die Genehmigung der Behörden zu erhalten, setzt Apple in Festlandchina auf Partnerschaften mit einheimischen Anbietern statt ausschließlich auf eigene Modelle. Die chinesische Version von Apple Intelligence greift auf Sprachmodelle des Technologiekonzerns Alibaba zurück, darunter Tongyi Qianwen (Qwen).
Zudem wurden gemeinsam entwickelte Filter integriert, die eine staatliche Freigabe für Modellaktualisierungen ermöglichen. Alibaba sei Berichten zufolge aufgrund geringerer geopolitischer Risiken ausgewählt worden, nachdem zuvor auch Gespräche mit anderen Anbietern wie Tencent, ByteDance und DeepSeek geführt worden waren.
Für Suchfunktionen und visuelle Assistenzdienste greift Apple auf Baidu zurück. Laut Branchenberichten übernimmt Baidu unter anderem Funktionen im Bereich der visuellen Suche. Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik hatte am 29. September 2026 entsprechende Sprachmodelle von Alibaba für Apple Intelligence freigegeben und zugleich Netzwerklizenzen für Hardwaremodelle erteilt. Zu den lizenzierten Geräten gehörten neben dem iPhone 18 Pro auch das faltbare iPhone Duo.
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Strategische Bedeutung des chinesischen Absatzmarktes
Am Tag der Bestätigung kam Cook in Peking zudem mit Chinas Handelsminister Wang Wentao zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Handelsfragen, künstliche Intelligenz sowie Apples Marktpräsenz. Wang betonte bei dem Treffen, dass China eine sichere und kontrollierbare Entwicklung von KI unterstütze, und hob die Rolle von Apple für stabile Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China hervor.
Der chinesische Markt besitzt für Apple ein erhebliches wirtschaftliches Gewicht: Zuletzt machte das Geschäft auf dem Festland rund 15 bis 20 Prozent des globalen Umsatzes des Konzerns aus. Die Anpassung an lokale Vorschriften gilt als wesentliche Voraussetzung, um neue Gerätefunktionen in der Region wettbewerbsfähig anbieten zu können.
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