Apple Intelligence in China: Testversion mit Qwen startet Ende Oktober

Apple startet zunächst mit Basisfunktionen; der breitere Rollout auf iPhone, iPad und Mac ist für Dezember 2026 vorgesehen.

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Der US-Technologiekonzern Apple hat in der Volksrepublik China die behördliche Freigabe für seine Plattform Apple Intelligence sowie das integrierte Sprachmodell Qwen des chinesischen Anbieters Alibaba erhalten. Wie Executive Chairman Tim Cook in einem Interview mit dem chinesischen Medium The Paper in Shanghai bestätigte, soll eine erste Testversion mit Schreibwerkzeugen und Bildbereinigungsfunktionen noch Ende Oktober 2026 an den Start gehen.

Eingeschränkter Start der Testversion und Zeitplan bis Dezember

Die für Ende Oktober 2026 angekündigte Testphase umfasst zunächst Basisfunktionen wie Live-Übersetzung, Schreibwerkzeuge und die Bereinigung von Fotos. Nicht enthalten sind hingegen der neue Siri-KI-Assistent, Funktionen wie Image Playground, neuere Bild-Erweiterungen, aufgewertete Genmoji sowie bestimmte Schreibfunktionen. Zudem bleibt die Textgenerierung in einigen Anwendungen behördlich reglementiert.

Ein breiter angelegter Start auf dem chinesischen Festland ist für Dezember 2026 mit der Aktualisierung auf iOS 27.3 geplant. Dieser Rollout soll neben dem iPhone auch das iPad sowie Mac-Rechner abdecken und zusätzliche Funktionen wie Benachrichtigungs-Zusammenfassungen, Genmoji, Objektentfernung in Fotos sowie erweiterte Schreibwerkzeuge bereitstellen.

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Frühere Zielmarken für die Einführung im Mai 2025, Ende 2025 und im Frühjahr 2026 hatten sich zuvor mehrfach verschoben, bevor die regulatorischen Bedenken im vergangenen Juli ausgeräumt werden konnten.

Kooperation mit Alibaba und Baidu für den chinesischen Markt

Für die Umsetzung der Dienste auf dem chinesischen Festland greift Apple auf lokale Technologiekonzerne zurück. Während Apple Intelligence in Hongkong bereits verfügbar ist und das Unternehmen in den USA mit Google und OpenAI kooperiert, trainierte Apple für Festlandchina in Partnerschaft mit Alibaba ein eigenes großes Sprachmodell. Berichte über eine entsprechende Zusammenarbeit reichen bis Anfang 2025 zurück.

Alibaba liefert die Modellfähigkeiten für das Text- und Bildverständnis sowie die Inhaltserzeugung auf Geräten wie iPhone, iPad, Mac und Vision Pro. Dabei ist das Modell Qwen direkt in Apple Intelligence für iOS, iPadOS, macOS und visionOS eingebunden. Die Suchfunktionen sowie ausgewählte Siri- und Visual-Intelligence-Dienste stützt Apple zudem über eine Partnerschaft mit dem chinesischen Internetkonzern Baidu ab.

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Bereits am 29. September 2026 hatte das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik aktualisierte Netzzugangslizenzen für mehrere Apple-Geräte erteilt, darunter das iPhone Duo sowie die Modellreihen iPhone 18 Pro, iPhone 17 Pro und iPhone Air. Die Registrierungen umfassten die Systeme Apple Intelligence, Tongyi Qianwen (Qwen) und das Text-zu-Bild-System Tongyi Wanxiang.

Politischer Dialog und Marktstart neuer Hardware

Die Freigabe fällt zeitlich mit hochrangigen politischen Gesprächen zusammen. Am 12. Oktober 2026 traf Cook in Peking mit Vize-Premier He Lifeng zusammen. Zudem führte er Gespräche mit Handelsminister Wang Wentao über die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und das China-Geschäft des Konzerns.

Parallel bereitet Apple den Verkaufsstart seines ersten Falt-Smartphones vor: Der Vorverkauf des iPhone Duo beginnt am 16. Oktober 2026 um 20 Uhr in 70 Ländern einschließlich China zu Einstiegspreisen ab 15.999 Yuan, gefolgt von der Auslieferung und dem regulären Verkauf ab dem 23. Oktober 2026. Auf dem chinesischen Markt trifft Apple Intelligence auf einen starken Wettbewerb durch heimische Hersteller wie Huawei, Xiaomi, Oppo und Vivo, die dort bereits umfassendere KI-Dienste in ihren Geräten etabliert haben.

Mehr zum Thema bei AppleInsider: „Apple Intelligence finally to release in China“