Apple Intelligence: Tägliche Nutzungslimits für Siri AI ab 14. September

Apple begrenzt mehrere KI-Funktionen pro Tag und plant Zusatz-Zugriff über höhere iCloud+-Pakete. Siri AI startet zudem zunächst eingeschränkt.

Apple hat bestätigt, dass zentrale Funktionen von Apple Intelligence künftig täglichen Nutzungslimits unterliegen. Betroffen sind unter anderem Siri AI, die intelligente Fotobearbeitung sowie Image Playground und die AFM-3-Cloud-Modelle in Shortcuts. Die genauen Grenzen variieren je nach Funktion, Komplexität der Anfrage und aktueller Systemauslastung, wie Apple mitteilte.

Support-Dokument listet betroffene Funktionen

Apple veröffentlichte einen Support-Artikel, der die Nutzungslimits im Detail erläutert. Neben Siri AI sind demnach auch die Bildbearbeitungsfunktionen Clean Up, Extend und Spatial Reframing sowie Image Playground betroffen.

Ebenfalls limitiert sind die AFM-3-Modelle Cloud und Cloud Pro in Shortcuts sowie Entwickler-Apps, die auf Private Cloud Compute zugreifen. Wird das tägliche Limit erreicht, stehen die jeweiligen Funktionen zeitweise nicht mehr zur Verfügung.

Für Videozusammenfassungen in der Home-App gelten gestaffelte Limits, die an den gebuchten iCloud+-Speicher gekoppelt sind: Nutzer mit bis zu einer Kamera benötigen einen 2-TB-Tarif, für zwei Kameras sind 6 TB erforderlich, für bis zu fünf Kameras 12 TB.

Erweiterter Zugang wird kostenpflichtig

Wer die täglichen Limits überschreiten möchte, soll künftig zahlen müssen. Apple plant, erweiterten Zugang zu den betroffenen Funktionen in höhere iCloud+-Tarife zu integrieren. Details zur genauen Preisgestaltung nannte das Unternehmen bislang nicht, vermutet wird eine Anbindung an bestehende iCloud+-Abostufen. Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht an Nutzer unter 13 Jahren.

Siri AI startet nur eingeschränkt

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Die Limits treffen eine Funktion, die ohnehin nur schrittweise ausgerollt wird. Siri AI bleibt zum Start von iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 „Golden Gate“, watchOS 27 und visionOS 27 am 14. September 2026 in einer Beta-Phase. Laut IDC-Analyst Tom Manelli soll dieser Beta-Status auch nach dem Betriebssystemstart zunächst bestehen bleiben.

Sprachlich ist Siri AI zunächst auf Englisch beschränkt; Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen ab Oktober 2026 folgen. In China ist die Funktion gar nicht verfügbar.

In der Europäischen Union läuft Siri AI aufgrund von Anforderungen des Digital Markets Act zunächst nur auf Mac und Vision Pro – auf iPhone, iPad und Watch fehlt sie dort vorerst, ein Zeitplan für eine Nachlieferung wurde nicht genannt. Insgesamt startet Apple Intelligence mit iOS 27 in 16 Sprachen, Arabisch fehlt bislang ohne angekündigtes Datum.

Hardware-Voraussetzungen unterscheiden sich stark

Apple Intelligence und Siri AI setzen mindestens ein iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max oder ein iPhone 16 beziehungsweise neuer voraus. Allerdings unterstützen nicht alle Modelle den vollen Funktionsumfang: Nur iPhone 17 Pro, 17 Pro Max und iPhone Air verfügen mit 12 GB RAM über genug Arbeitsspeicher für alle Siri-AI-Funktionen. iPhone 17 und 17e sind mit 8 GB RAM ausgestattet, während die iPhone-16-Reihe inklusive 16e sowie die iPhone-15-Pro-Modelle nur eine Standardversion von Siri AI erhalten.

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Laut Branchenanalyst Ming-Chi Kuo sollen künftige Modelle wie iPhone 18 und 18e mit 9 GB RAM ausgestattet werden, während iPhone 18 Pro, 18 Pro Max und das faltbare iPhone Duo 12 GB erhalten sollen.

Hintergrund: Kooperation mit Google

Die serverseitige Rechenlast dürfte ein Treiber für die neuen Limits sein. Laut einem Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman zahlt Apple jährlich rund 1 Milliarde US-Dollar für den Zugang zu Googles Gemini-Modell mit rund 1,2 Billionen Parametern, das in bestimmten Apple-Intelligence-Prozessen zum Einsatz kommt.

Die Kombination aus begrenzter Serverkapazität und hohen Betriebskosten dürfte erklären, warum Apple nun zwischen kostenlosem Grundzugang und kostenpflichtiger Mehrnutzung unterscheidet.