Mit der Einführung eines sogenannten Intelligent Assistant in Pages, Keynote und Numbers integriert Apple generative KI-Funktionen direkt in seine Büroanwendungen. Das Werkzeug basiert auf Apple Intelligence, arbeitet kontextbezogen innerhalb geöffneter Dokumente und verarbeitet Eingaben in natürlicher Sprache.
Der Funktionsumfang befindet sich in einer Beta-Phase und markiert einen strategischen Schritt: Die neuen Werkzeuge stehen ausschließlich Abonnenten von Apple Creator Studio zur Verfügung, während traditionelle iWork-Anwendungen ohne diese Erweiterung bleiben.
Funktionsumfang in Pages, Keynote und Numbers
In der Textverarbeitung Pages übernimmt der Assistent die Erstellung von Erstentwürfen, formuliert bestehende Abschnitte um und passt den Tonfall an den jeweiligen Kontext an. Zudem kann das System Bilder und Formen eigenständig generieren sowie online nach aktuellen Informationen suchen, um Inhalte direkt im Dokument zu ergänzen.
In Keynote unterstützt die KI-Erweiterung die Konzeption von Präsentationen. Der Assistent baut vollständige Narrative auf, entwirft einzelne Folien, fügt Animationen hinzu und verfasst passende Rednernotizen.
Für Tabellenkalkulationen in Numbers liefert die Anwendung automatisierte Einblicke in Datenbestände. Anwender können komplexe Rechenformeln über Eingaben in natürlicher Sprache erstellen lassen. Darüber hinaus generiert das Programm strukturierte Tabellen und unterbreitet Vorschläge für visuelle Diagramme.
Voraussetzungen, Limits und das Abonnementmodell
Die neuen Funktionen betreffen die Version 15.1 der im Januar eingeführten Creator-Studio-Apps. Apple hatte bereits im April die vorherigen Einzelversionen aus dem Mac App Store entfernt; diese bleiben für bisherige Nutzer lediglich über die Kaufhistorie zugänglich. Voraussetzung für die Nutzung der generativen Funktionen sind ein Gerät mit Apple Intelligence sowie die Betriebssystemversionen iOS 27 oder iPadOS 27+.
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Der Assistent ist zunächst ausschließlich in US-Englisch verfügbar. Als Erklärung für die regionale Beschränkung wird in Branchenkreisen die europäische DMA-Regulierung genannt; eine offizielle Begründung liegt nicht vor. Aus einem Dokument für Bildungseinrichtungen geht hervor, dass Teile der KI-Funktionen auf externe Modelle von OpenAI zurückgreifen.
In den USA liegt der Preis für das Creator-Studio-Abonnement bei 12,99 US-Dollar pro Monat oder 129 US-Dollar im Jahresbezug. Für verifizierte Studierende und Lehrkräfte gelten reduzierte Tarife von 2,99 US-Dollar monatlich beziehungsweise 29,99 US-Dollar jährlich. Nach einem regulären Testmonat gewährt das Unternehmen beim Kauf eines neuen Mac oder iPad eine dreimonatige Testphase.
Abseits der Chat-Kommunikation mit dem Assistenten gelten monatliche Generierungslimits, die als nicht addierbare Alternativen strukturiert sind: Möglich sind mindestens 50 Bilder, 250 Formen, 50 Präsentationen mit einem Umfang von etwa 8 bis 10 Folien oder Rednernotizen für 700 Folien. Bei einer Kündigung des Abonnements bleiben erstellte Projekte und Dateien vollständig erhalten, lediglich die KI-gestützten Funktionen entfallen.
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Offenes Dateiformat und zusätzliche Anpassungen
Unabhängig vom kostenpflichtigen Abonnement führt Keynote ein neues, offenes Interchange-Format mit der Endung .keyx ein. Dieses steht allen Anwendern frei zur Verfügung und ermöglicht den Im- und Export von Präsentationen sowie deren Weiterbearbeitung in Drittanwendungen.
Vor der Bereitstellung war der Intelligent Assistant kurzzeitig versehentlich in den App Stores sichtbar, bevor der Eintrag vorübergehend wieder entfernt wurde. Die Softwareaktualisierung enthält zudem eine Unterstützung für das iPhone Duo, die für Kunden ab dem 23. Oktober bereitsteht.

