Apple plans 2026 iPhone-Flaggschiffe mit eigener Chips-Familie und C2-Modem.
Analystenberichte und Leaks deuten darauf hin, dass das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max erstmals komplette Kernkomponenten inhouse entwickelt werden. Die Maßnahme zielt darauf ab, Abhängigkeiten von Drittanbietern zu verringern und Lieferketten zu stabilisieren – ein Thema mit Gewicht für Deutschland und die EU. Zudem könnte Apple die Satellitenkommunikation ausbauen, was regulatorische Fragen in Europa aufwirft.
C2-Modem: Unabhängigkeit von Qualcomm
Im Zentrum steht das C2-Modem, Apples drittes eigenes Basisband. Es soll Qualcomm-Snapdragon-5G-Modems ersetzen und kommt voraussichtlich im 4-nm-Verfahren von TSMC. Das Modem soll deutlich effizienter arbeiten und NR-NTN-Unterstützung bieten, also die direkte Verbindung zu Satelliten im Low Earth Orbit (LEO) ermöglichen. Damit könnten Daten- und Sprachnachrichten auch in ländlichen Regionen jenseits herkömmlicher Netzabdeckung funktionieren. Eine Hardware-Funktion „Limit Precise Location“ soll zudem die Standortbestimmung gegenüber Netzbetreibern einschränken. Wird Apple damit wirklich unabhängiger, oder verschiebt sich das Risiko lediglich in andere Bereiche?
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A20 Pro: Die 2-nm-Chips-Ära
Gemeinsam mit dem C2-Modem soll das iPhone 18 Pro den A20 Pro-Prozessor verwenden, der angeblich der erste Chip im 2-nm-Knoten von TSMC ist. Der Wechsel von 3 nm (A19) auf 2 nm dürfte Leistungswerte deutlich steigern und die Effizienz um rund 30 Prozent erhöhen, optimiert für komplexe On-Device-KI-Aufgaben und Satellitenverbindungen. Ein neuer Verpackungsansatz namens WMCM (Wafer-Level Multi-Chip Module) soll Prozessor, Speicher enger integrieren, Datenraten erhöhen und Platz für größere Batterien schaffen.
N2-Chip & Ökosystem
Rundet wird das Trio durch den N2-Chip, Nachfolger des N1, der künftig Wi‑Fi 7 und Bluetooth 6 effizienter managen soll. Durch die Bündelung des Wireless-Stacks – C2 für Mobilfunk, N2 für Nahverbindungen, A20 für Verarbeitung – könnte Apple die Leistung optimieren und die Akkulaufzeit in gemischter Nutzung steigern. Experten rechnen damit, dass diese „Unified-Silicon“-Strategie die Nutzererfahrung spürbar verbessert, etwa beim gleichzeitigen Download großer Dateien und Streamen von Audioinhalten.
Ausblick und Markteinschätzung
Die Umstellung auf C2-Modem und A20-Chip ist ein gewagter Schritt mit erheblichen Risiken, aber auch großen Chancen. Apple hat in den letzten Jahren mit C1 und C1X bereits erste Erfahrungen mit eigenen Modem-Lösungen gesammelt; der Ausbau auf die Flagship-Modelle markiert eine neue Stufe der Inhouse-Entwicklung. Für den europäischen Markt könnte dies Lieferkettenstabilität bedeuten, zugleich greifen Behörden neue Fragen zur Regulierung von Satellitenverbindungen und Standortdaten auf. Der Launch der iPhone-18-Modelle wird voraussichtlich im September 2026 erfolgen, während Investoren und Tech-Enthusiasten gespannt beobachten, ob Apples eigenes Ökosystem wirklich die volle Kontrolle über Design, Fertigung und Nutzererlebnis zurückbringt.





