Am 5. September 2026 stellte der Technologiekonzern Xiaomi im Rahmen der IFA in Berlin sein neuestes faltbares Smartphone, das Xiaomi 18 Fold, vor. Das Gerät markiert einen technologischen Wendepunkt für das Unternehmen und verschärft den Wettbewerb im Premium-Segment der Foldables, das in diesem Jahr durch prominente Neuzugänge und technologische Fortschritte geprägt wird.
Das Xiaomi 18 Fold setzt bei der Hardware auf eine Kooperation mit spezialisierten Zulieferern. Im Inneren arbeitet der XRING O3-Chip, der in einem 3-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Beim Arbeitsspeicher greift Xiaomi auf LPDDR6-DRAM von CXMT zurück.
Das Design folgt einem sogenannten Passport-Format, dessen Seitenverhältnis sich am Mitbewerber Samsung orientiert. Der offizielle Verkaufsstart für das neue Modell ist für den 7. September 2026 terminiert.
Samsung setzt auf Titanium und Ultra-Varianten
Bereits im Vorfeld der IFA hatte Samsung seine Marktposition gefestigt. Auf einem Unpacked-Event am 22. Juli 2026 in London präsentierte der Konzern das Galaxy Z Fold 8 sowie das Galaxy Z Flip 8. Eine zentrale Neuerung stellt die Flex-Titanium-Technologie dar. Durch die Verwendung einer speziellen Titanlegierungsfolie und -platte soll die Sichtbarkeit der Displayfalte reduziert und die allgemeine Haltbarkeit gesteigert werden.
Das Galaxy Z Fold 8 verfügt über ein 7,6-Zoll-Innen- und ein 5,5-Zoll-Außendisplay. Im gefalteten Zustand weist es eine Dicke von 9,7 Millimetern auf, während es im ungefalteten Zustand 4,5 Millimeter misst. Bei einem Gewicht von rund 200 Gramm ist es mit einem Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor und einem 4.800 mAh starken Akku ausgestattet.
Ergänzend dazu positioniert Samsung ein Ultra-Modell, das über ein 8-Zoll-Display, einen 5.000 mAh Akku sowie eine 200-Megapixel-Hauptkamera verfügt. Trotz der High-End-Spezifikationen verzichtet dieses Modell laut Branchenberichten auf Qi2-Ladefunktionalität und eine IP68-Zertifizierung.
Apples bevorstehender Markteintritt treibt das Segment
Große Aufmerksamkeit richtet sich auf den 9. September 2026. Für dieses Datum wird die Vorstellung des ersten faltbaren iPhones von Apple im Rahmen einer Veranstaltung erwartet. Marktanalysten von Counterpoint gehen davon aus, dass dieser Markteintritt die weltweiten Verschiffungen von Foldables im Jahresvergleich um 20 % steigern wird. Apple könnte demnach bereits im ersten Jahr einen Marktanteil von 28 % in diesem Segment erreichen.
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Das als iPhone Fold oder iPhone Ultra gehandelte Gerät soll Berichten zufolge ein Flüssigmetall-Scharnier und ein doppeltes ultra-dünnes Glas (UTG) mit variabler Dicke nutzen, um eine nahezu faltenfreie Anzeige zu ermöglichen.
Die Produktion erfolgt unter Einbeziehung koreanischer Zulieferer: Samsung Display liefert exklusiv die Panels (7,8 Zoll innen, 5,5 Zoll außen), während LG Innotek die Kameramodule bereitstellt. Die Preiserwartungen für das Apple-Gerät liegen in einer Spanne von 2.000 bis zu 3.000 US-Dollar.
Technologischer Wandel bei Google, Motorola und Oppo
Neben den Marktführern treiben auch andere Hersteller die Entwicklung voran. Google integriert im Pixel 11 Pro Fold den Tensor G6-Chip und bietet als derzeit einziger Hersteller die Kombination aus Qi2-Ladestandard und einer IP48-Zertifizierung an.
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Motorola brachte bereits im April 2026 das Razr Fold mit einem 8,1-Zoll-Innendisplay und einem 6.000 mAh Akku auf den Markt. Das Unternehmen hat sich laut Marktdaten von Counterpoint als zweitgrößter Anbieter von Foldables in Europa etabliert.
Ein übergreifender Trend in der Branche ist die Einführung von doppellagigem ultra-dünnem Glas. Hersteller wie Google, Oppo und Vivo planen laut Berichten, diese Technologie in kommenden Modellen zu übernehmen, um die Haltbarkeit der Displays zu verbessern.
Trotz der technologischen Dynamik bei faltbaren Geräten prognostizieren Marktforscher von IDC für das Gesamtjahr 2026 einen Rückgang der weltweiten Smartphone-Verschiffungen um 16,7 %. Die hochpreisigen Foldables bleiben jedoch ein entscheidendes Wachstumsfeld für die Hardware-Hersteller.

