Nach monatelangen Problemen steht der nächste große iOS-Update kurz bevor – doch die Baustellen sind gewaltig.
Apple bereitet sich auf die Veröffentlichung von iOS 26.5 vor – und das unter schwierigen Vorzeichen. Am 8. Mai verteilte der Konzern die zweite Release-Candidate-Version (RC 2) an Entwickler und Tester. Der Update kommt zu einem Zeitpunkt, an dem iOS 26 von Analysten als eines der problematischsten Betriebssysteme der jüngeren Apple-Geschichte bezeichnet wird.
Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Ein Apple-Experte erklärt in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihre Daten und Einstellungen mit wenigen Klicks wirklich schützen. Sicheres iOS-Update: Kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung sichern
Seit dem Start von iOS 26 im September 2025 klagen Nutzer über hartnäckige Leistungsprobleme: Überhitzung, rasanten Akkuverbrauch und Systemabstürze. Der neue Build 23F77 soll diese Fehler beheben – und gleichzeitig neue Funktionen wie verschlüsselte Nachrichtenprotokolle und verbesserte Karten-Tools mitbringen.
Das „Liquid Glass“-Dilemma
Im Zentrum der Kritik steht die „Liquid Glass“-Oberfläche. Technische Analysen zeigen: Dieses visuelle Feature belastet die Hardware enorm. Die Grafikprozessor-Auslastung erreicht bei alltäglichen Aufgaben bis zu 40 Prozent – ein Wert, der sonst High-End-3D-Spielen vorbehalten ist. Die Folge: Einige Geräte ziehen bis zu 15 Watt Leistung, was zu starker Hitzeentwicklung und rasantem Akkuverbrauch führt.
Seit dem Herbst 2025 hat Apple bereits zehn separate Updates veröffentlicht, darunter die Versionen 26.4.1 und 26.4.2 – ein Hinweis darauf, wie instabil das System offenbar ist.
iOS 26.5 soll nun Abhilfe schaffen und gleichzeitig lang versprochene Features ausliefern. Dazu gehören:
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten (basierend auf GSMA Universal Profile 3.0 und dem MLS-Protokoll)
- „Suggested Places“ in Apple Maps mit lokalen Empfehlungen – eine Funktion, die künftig auch Werbung ermöglichen soll
- Anpassungen an den Digital Markets Act (DMA) der EU, etwa erweiterter Support für Drittanbieter-Zubehör
250 Millionen Dollar Vergleich – Apples KI-Werbung vor Gericht
Parallel zu den technischen Problemen hat Apple einen Rechtsstreit beigelegt. Der Konzern zahlt 250 Millionen Dollar (umgerechnet rund 230 Millionen Euro), um eine Sammelklage zu den KI-Funktionen „Apple Intelligence“ und personalisierte Siri-Features beizulegen.
Die Klage, eingereicht Anfang 2025 von Peter Landsheft, warf Apple irreführende Werbung vor. Konkret ging es um versprochene KI-Funktionen, die beim Start des iPhone 16 nicht oder nur eingeschränkt verfügbar waren.
Der Vergleich betrifft rund 37 Millionen Geräte, die in den USA verkauft wurden. Anspruchsberechtigt sind US-Bürger, die zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 bestimmte Modelle kauften – darunter das iPhone 15 Pro, 15 Pro Max und die gesamte iPhone-16-Reihe. Pro Gerät sind Zahlungen von rund 25 Dollar zu erwarten, in Einzelfällen bis zu 95 Dollar.
Apple bestreitet die Vorwürfe weiterhin, entschied sich aber für den Vergleich, um das Verfahren zu beenden. Eine abschließende Anhörung ist für den 17. Juni 2026 angesetzt. Einige der hoch beworbenen Siri-Funktionen werden nun erst mit iOS 27 erwartet.
Sicherheitsalarm bei WhatsApp
Während Apple an der Systemstabilität arbeitet, schlagen Sicherheitsexperten Alarm bei WhatsApp. Am 8. Mai meldeten Forscher und die indische Behörde Cert-In zwei kritische Sicherheitslücken in der App.
- CVE-2026-23863 betrifft die Windows-Version: Angreifer können Schadsoftware als harmlose Dokumente tarnen
- CVE-2026-23866 betrifft Android und iOS: KI-generierte „Rich-Response“-Nachrichten (etwa Instagram-Reel-Vorschauen) können schädliche Inhalte von externen Servern laden
Ob Sicherheitslücken in Apps oder neue Banking-Trojaner – wer sein Smartphone für WhatsApp oder Online-Banking nutzt, muss seine Daten aktiv schützen. Dieser gratis Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Gerät sofort gegen Hacker absichern. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber für Ihr Smartphone herunterladen
Meta hat zwar Patches veröffentlicht, doch die Milliarden Nutzer werden aufgefordert, sofort zu aktualisieren.
Hinzu kommt eine neue Bedrohung: Der Banking-Trojaner TCLBANKER, entdeckt von Elastic Security Labs. Die Schadsoftware zielt auf 59 Finanz- und Kryptoplattformen ab. Sie verbreitet sich über WhatsApp und Outlook, indem sie Kontakte kapert und eine Wurm-Komponente namens SORVEPOTEL nutzt. Getarnt als Logitech-KI-Installationsprogramm, umgeht sie Sicherheitsmaßnahmen per DLL-Seitenladung. Derzeit liegt der Fokus auf Brasilien – doch Experten warnen vor einer globalen Ausbreitung.
Der Weg zu iOS 27: Weniger Features, mehr Stabilität
Die Probleme von iOS 26 scheinen Apples Strategie grundlegend zu verändern. Insider berichten, dass der nächste große Sprung – iOS 27 – weniger neue Funktionen, dafür aber massiv optimierte Leistung bringen soll. Ein Ansatz, der an das legendäre „Snow Leopard“-Update für Mac OS X erinnert.
Um die Fehlerquote zu senken, setzt Apple Berichten zufolge auf KI-Modelle von Anthropic, die bei Routine-Aufgaben und der Qualitätssicherung helfen. Die Ingenieurteams sollen sich so stärker auf Stabilität und Akkulaufzeit konzentrieren können.
Trotz des Fokus auf Performance wird iOS 27 vorausschlich einen „Siri-Modus“ für die Kamera-App bringen – etwa zum Scannen von Nährwertetiketten oder zum Erstellen von Wallet-Pässen direkt von Visitenkarten.
Der Strategiewechsel fällt mit einem Führungswechsel zusammen: Nach dem Abgang von Tim Cook hat John Ternus den CEO-Posten übernommen. Seine Aufgabe: den Ruf des Apple-Software-Ökosystems wiederherzustellen.
Ausblick
Die öffentliche Version von iOS 26.5 wird für den 11. bis 12. Mai 2026 erwartet. Sie dient als letzte Brücke zur nächsten Software-Generation, deren Vorschau auf der WWDC am 8. Juni 2026 erwartet wird.
Die Branche blickt gespannt auf Apple – und auf die Frage, ob der Konzern aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

