Während Apple die Preise für aktuelle M5-MacBooks senkt, drohen langfristige Verteuerungen.
Der Begriff „RAMageddon“ macht die Runde in der Branche: DRAM-Preise sind im ersten Quartal 2026 um 90 Prozent gestiegen, im zweiten folgten weitere 50 Prozent. Die Folge: Hersteller wie Asus, Acer und Lenovo haben ihre Preise um 10 bis 25 Prozent angehoben. Apples Reaktion fällt zweigeteilt aus – kurzfristige Rabatte, aber düstere Prognosen.
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Preiskampf an der Spitze
Am 10. Mai senkten große Händler wie Amazon die Preise für die aktuellen MacBook-Pro-Modelle teils deutlich. Das 14-Zoll-Einstiegsmodell mit M5-Chip, 24 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Speicher kostet nun 1.499 Euro. Die M5-Pro-Version mit 15-Kern-CPU und 1 Terabyte SSD fiel auf rund 1.983 Euro. Selbst die Topmodelle mit M5-Max-Chip und bis zu 128 Gigabyte RAM verbilligten sich um bis zu 500 Euro.
Doch Apple-Chef Tim Cook warnte bereits: Die steigenden Kosten für Speicherbauteile könnten baldige Preisanpassungen erzwingen. Die Warnung kommt nicht von ungefähr. Die Lieferzeiten für Mac mini und Mac Studio haben sich auf bis zu 84 Tage verlängert. Nur die MacBook-Pro-Reihe bleibt mit rund drei Wochen relativ stabil.
Der gesamte PC-Markt steckt in der Krise: Analysten prognostizieren für 2026 einen Rückgang von über elf Prozent.
Die Zwickmühle des MacBook Neo
Besonders brisant: Apples geplantes Einsteiger-Notebook MacBook Neo, das für 599 bis 699 Euro den Markt für günstige KI-fähige Laptops erobern sollte, steht vor massiven Problemen. Ursprünglich waren sechs Millionen Einheiten geplant, nun sollen zehn Millionen produziert werden – ein verzweifelter Versuch, durch Größenvorteile die Kosten zu drücken.
Doch die Rechnung geht nicht auf. Es fehlen A18-Pro-Chips. Apple hat TSMC beauftragt, die Produktion dieser Prozessoren wieder anzufahren – ein teurer Schritt. Branchenbeobachter spekulieren, dass Apple entweder die 256-Gigabyte-Variante streicht oder den Einstiegspreis auf 799 Euro anhebt. Beim Mac mini geschah genau das: Der Startpreis stieg von 599 auf 799 Euro.
Das Problem: KI-Anwendungen brauchen viel Arbeitsspeicher. Die traditionellen 8 oder 16 Gigabyte RAM reichen nicht mehr. Doch Speicher zu diesen Preisen anzubieten, wird für Apple zur Zerreißprobe.
KI-Ökosystem wächst rasant
Während Apple mit der Hardware kämpft, treiben andere die Software-Integration voran. Google arbeitet offenbar an einer macOS-Version seines KI-Assistenten Gemini, der direkt Systemfunktionen steuern kann – Dateien organisieren, Dokumente umwandeln oder E-Mails aus Besprechungsnotizen erstellen.
Auch bei den Displays tut sich einiges. Hisense brachte Mitte Mai den GX Ultra Monitor auf den Markt: 27 Zoll, Mini-LED, 5K bei 180 Hertz oder 2K bei 330 Hertz. Über 2.300 Dimming-Zonen und 2.000 Nits Spitzenhelligkeit machen ihn zur ersten Wahl für Kreativprofis. LG kontert mit dem UltraGear 32GX870B, der dank vierter Generation Tandem-OLED zwischen 4K bei 240 Hertz und 1080p bei 480 Hertz umschaltet.
Gigabyte und Asus ROG legten ebenfalls nach – der Trend zu „Dual-Mode“-Monitoren, die sich flexibel an verschiedene Aufgaben anpassen, ist unübersehbar.
macOS 27: Das Ende der Intel-Ära
Auf der WWDC am 8. Juni 2026 will Apple das neue Betriebssystem macOS 27 vorstellen. Das Update bringt ein „Liquid Glass“-Design für bessere Lesbarkeit und vor allem: Es dürfte die letzte Version ohne native KI-Unterstützung sein. Siri wird zur eigenständigen App mit Chatbot-Funktionen und verschmilzt mit der Spotlight-Suche.
Wichtigster Punkt: macOS 27 beendet offiziell den Support für Intel-Macs. Apple konzentriert sich voll auf die Neural Engine seiner eigenen Chips.
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Sicherheit steht im Fokus: Apple veröffentlichte kürzlich Updates für iOS 26.5 und macOS, die unter anderem die kritische Sicherheitslücke CVE-2026-28950 schließen. macOS 27 soll zudem die Schwachstellen CVE-2026-20700, CVE-2026-20695 und CVE-2026-20620 beheben.
Reparierbarkeit: Licht und Schatten
Ein aktueller Teardown des M5 MacBook Pro durch iFixit ergab eine Reparierbarkeitswertung von 4 von 10 Punkten. Positiv: Der Akku lässt sich nun ohne Ausbau des Trackpads entfernen. Negativ: Apples offizielle Reparaturmethode verlangt oft den Austausch der gesamten Topcase-Einheit – für über 500 Euro.
Ausblick
Die zweite Jahreshälfte 2026 wird zeigen, ob die Hersteller die Speicherkrise überstehen. Die WWDC im Juni gibt Aufschluss über Apples Software-Strategie. Doch das eigentliche Problem liegt in den Fabriken. Stabilisieren sich die DRAM- und NAND-Preise nicht, könnten professionelle Laptops unter 800 Euro zur Seltenheit werden. Für Unternehmen und Verbraucher bedeutet das: höhere Budgets oder weniger Leistung. Der Markt erlebt eine Zeitenwende – und diesmal geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Verfügbarkeit.

