In einer strategischen Neuausrichtung seines Hardware-Vertriebs hat der Technologiekonzern Apple am 28. Juli 2026 ein neues Upgrade-Leasingprogramm auf dem US-Markt eingeführt. In Kooperation mit dem Zahlungsdienstleister Klarna ersetzt das neue Modell die bisherigen Formate „iPhone Upgrade Program“ und „iPhone Payments“. Das Programm zielt darauf ab, den Erwerb von Geräten über monatliche Raten zu flexibilisieren und die Bindung der Kunden an das Apple-Ökosystem durch ein Abomodell zu stärken.
Differenzierte Laufzeiten und preisliche Gestaltung
Das neue Leasingangebot umfasst das gesamte Kernportfolio der Hardware-Sparte. Für das iPhone und die Apple Watch werden Laufzeiten von wahlweise 12 oder 24 Monaten angeboten. Bei iPads und Mac-Computern können Kunden zwischen Verträgen über 24 oder 36 Monate wählen.
Die preisliche Gestaltung beginnt laut Unternehmensangaben bei monatlichen Raten von 11,99 US-Dollar für ein iPad oder eine Apple Watch. Für das iPhone starten die Tarife bei 17,99 US-Dollar pro Monat, während für einen Mac mindestens 24,99 US-Dollar monatlich veranschlagt werden. Im Detail belaufen sich die Kosten für ein iPhone 17 Pro beispielsweise auf 31,99 US-Dollar pro Monat bei einer zweijährigen Laufzeit. Wer sich für die einjährige option entscheidet, zahlt monatlich 45,99 US-Dollar. Bei der Apple Watch Series 11 liegen die Raten je nach gewählter Laufzeit bei 12 US-Dollar oder 22 US-Dollar.
Vertragskonditionen und finanzielle Abwicklung
Ein wesentliches Merkmal des Programms ist der Verzicht auf Zinsen, Anzahlungen sowie Upgrade- und Verspätungsgebühren. Die Abwicklung erfolgt über Klarna; der Finanzdienstleister tritt als Eigentümer der Geräte auf und vergütet Apple den Kaufpreis vorab. Für die Kunden ist ein „Soft Credit Check“ zur Bonitätsprüfung erforderlich. Nutzer der Apple Card erhalten zudem drei Prozent „Daily Cash“ auf ihre Zahlungen.
Trotz der monatlichen Ratenzahlung bleibt das Leasing an bestimmte Bedingungen geknüpft. Für die Nutzung eines iPhones im Rahmen des Programms ist weiterhin ein Konto bei einem der drei großen US-Mobilfunkanbieter AT&T, T-Mobile oder Verizon zwingend erforderlich. Ein Cybersicherheitsanalyst vermutet hinter dieser Einschränkung Maßnahmen zur Betrugsprävention sowie bestehende Vereinbarungen mit den Mobilfunkbetreibern.
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Im Gegensatz zum früheren iPhone Upgrade Program ist AppleCare+ nicht automatisch im Leasing enthalten. Am Ende der regulären Laufzeit haben Kunden die Möglichkeit, das Gerät zurückzugeben oder es durch Zahlung eines Restbetrags zu erwerben. Beim iPhone 17 Pro mit 256 GB Speicher (Listenpreis 1.099 US-Dollar) belaufen sich die Gesamtkosten nach 24 Monaten auf 767,76 US-Dollar, was etwa 69,9 Prozent des Listenpreises entspricht. Die Kaufoption nach Ablauf dieser Frist beträgt 331,24 US-Dollar.
Strategischer Hintergrund und Marktanalyse
Die Einführung des Leasingmodells erfolgt vor dem Hintergrund sich wandelnder Konsumgewohnheiten. Marktforscher beobachten, dass sich der durchschnittliche Upgrade-Zeitraum für iPhones mittlerweile auf fast vier Jahre verlängert hat. Zudem prognostizieren Analysten für kommende Generationen wie das iPhone 18 Pro Preissteigerungen von 250 bis 300 US-Dollar, was die Hürden für einen Neukauf erhöhen könnte.
Branchenexperten sehen in dem Schritt das Ziel Apples, zum weltweit größten Anbieter von Abonnement-Diensten aufzusteigen. Das Unternehmen verfügt bereits über rund 1,5 Milliarden aktive Abonnements. Langfristig skizzieren Beobachter die Vision einer konsolidierten monatlichen Rechnung, die sämtliche Apple-Produkte und -Dienste umfasst.
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Finanzexperten mahnen jedoch zur Vorsicht: Leasing könne in der Gesamtrechnung teurer ausfallen als ein direkter Kauf, insbesondere wenn man den Wiederverkaufswert und den Wegfall von Inklusivleistungen wie AppleCare+ einbeziehe. Technik-Experten weisen darauf hin, dass durch das Abbezahlen und den eigenständigen Weiterverkauf von Hochleistungsrechnern wie dem MacBook Pro unter Umständen signifikante Ersparnisse gegenüber den Leasing-Endkonditionen möglich seien.
Bislang ist das neue Upgrade-Leasingprogramm ausschließlich in den USA verfügbar. Eine Ausweitung auf andere Märkte, etwa das Vereinigte Königreich oder Europa, wurde bislang nicht angekündigt.

