Apple M4: Leistungssprung und „RAMageddon“ belasten die Preise

Apples M4-Chips liefern Spitzenwerte in Benchmarks, doch steigende DRAM-Preise verteuern die Einstiegsmodelle deutlich.

macOS 26.5 ist da, die M4-Chips brillieren in Benchmarks – doch steigende Speicherkosten treiben die Einstiegspreise nach oben.

Seit dem 11. Mai 2026 ist macOS 26.5 zusammen mit iOS 26.5 als Wartungsupdate verfügbar. Das Update bringt wichtige Fehlerbehebungen und Sicherheitsverbesserungen – eine solide Basis vor der erwarteten Vorstellung von macOS 27 auf der WWDC im Juni. Doch während die Software stabiler wird, brodelt es in der Hardware-Welt: Die M4-Chip-Familie liefert beeindruckende Benchmark-Ergebnisse, während explodierende DRAM-Preise die gesamte Produktpalette verteuern.

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M4 MacBook Air und iPad Air: Neue Maßstäbe

Technische Tests vom 12. Mai 2026 zeigen, was die M4-Architektur wirklich kann. Das 13-Zoll MacBook Air mit M4-Chip erreicht in Geekbench 6 Single-Core-Werte um 3.800 Punkte und Multi-Core-Ergebnisse nahe 15.200 Punkte. Damit übertrifft das kompakte Notebook sogar frühere Profi-Hardware wie das M1 Pro.

Noch deutlicher fällt der Sprung beim 11-Zoll iPad Air aus. Mit seiner 8-Kern-CPU (drei Performance-, fünf Effizienzkerne) ist es 30 Prozent schneller als das M3-Modell und satte 2,3-mal flotter als der ursprüngliche M1. Die Leistung zielt gezielt auf KI-Anwendungen ab: M4-Chips können mittlerweile Large Language Models (LLMs) mit 32 bis 200 Milliarden Parametern lokal verarbeiten.

iFixit-Enthüllung: Modularer Speicher im Mac mini

Ein Teardown von iFixit vom 13. Mai 2026 förderte eine Überraschung zutage: Bestimmte M4-Mac-mini-Modelle nutzen modulare Speichermodule, die an M.2-SSDs erinnern. Allerdings fehlt ihnen ein eigener Controller – der bleibt im System-on-Chip (SoC) integriert. Theoretisch könnten Drittanbieter hier nachrüstbare Speicherlösungen entwickeln, doch iFixit betont: Dafür wären umfangreiches Reverse-Engineering und die Überwindung von Hardware-Sperren nötig.

„RAMageddon“: DRAM-Preise explodieren

Die größte Belastung für Apples Hardware-Strategie kommt aus dem Halbleitermarkt. Analysten sprechen von einem regelrechten „RAMageddon“: Die DRAM-Preise schossen im ersten Quartal 2026 um 90 Prozent nach oben – getrieben durch den gigantischen Bedarf an KI-Rechenzentren. Im zweiten Quartal legten sie noch einmal 50 Prozent zu.

Die Folgen sind bereits sichtbar:
– Der Mac mini startet nun bei 799 Euro – ein Anstieg um 200 Euro gegenüber dem vorherigen Einstiegspreis von 599 Euro.
– Die 256-GB-Variante des Mac mini wurde in mehreren Märkten eingestellt; das 512-GB-Modell ist nun die neue Basis.
– Auch das MacBook Neo, von dem 10 Millionen Einheiten produziert werden sollen, könnte teurer werden oder seine günstigste Speicherkonfiguration verlieren.

iPad-Boom trotz Krise

Überraschend robust zeigt sich Apples Tablet-Sparte. Im ersten Quartal 2026 sicherte sich der Konzern 40,1 Prozent des Tablet-Marktes – ein Plus von 37,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. 14,8 Millionen iPads wurden ausgeliefert, ein Wachstum von 7,9 Prozent im Jahresvergleich. Haupttreiber: das M4-iPad Air. Konkurrent Samsung musste dagegen Rückgänge hinnehmen.

macOS 27: „Liquid Glass 2.0″ und KI-Offensive

Mit macOS 26.5 als stabilem Fundament richtet sich der Blick auf die WWDC ab 8. Juni 2026. Dort soll macOS 27 offiziell vorgestellt werden – ein Update, das Insidern zufolge Design und Künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt stellt.

Das neue „Liquid Glass 2.0″-Design verspricht bessere Lesbarkeit durch weichere Transparenz- und Schatteneffekte. Wichtiger: macOS 27 wird voraussichtlich die letzte Intel-kompatible Version sein – danach läuft das System nur noch auf Apple Silicon.

Die KI-Integration steht im Fokus:
Safari erhält eine „Organize Tabs“-Funktion, die offene Tabs per Machine Learning automatisch in thematische Gruppen sortiert.
Siri soll zu einem echten Conversational Chatbot werden, basierend auf dem MLX-Framework. Gerüchte sprechen von einer Partnerschaft zur Integration von Google Gemini.
– Siri bekommt eine eigene App und eine durchgängige Gesprächshistorie, die mit der Spotlight-Suche verschmilzt.

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Browser-Vergleich: Chrome schnell, aber speicherhungrig

Während Apple auf lokale KI setzt, zeigt ein Blick auf die Browser-Landschaft 2026 ein geteiltes Bild. Im Speedometer 3.1 liegt Chrome mit 49,0 Punkten knapp vor Safari mit 45,5. Doch in der Praxis verbraucht Chrome bei 50 geöffneten Tabs bis zu 5,6 GB mehr RAM als Firefox.

Ein alarmierender Befund: 43 Prozent aller Websites unterschreiten den „Interaction to Next Paint“-Schwellenwert von 200 Millisekunden nicht – die Hardware wird immer leistungsfähiger, doch das Web hinkt hinterher.

Ausblick: M5 Max und Ultra für 2026 erwartet

Die zweite Jahreshälfte 2026 verspricht weitere Meilensteine. Analysten rechnen mit der Vorstellung von M5 Max und M5 Ultra, die eine Speicherbandbreite von über 1,0 TB/s erreichen sollen – ein Traum für KI-Entwickler und Videoproduzenten.

macOS 27 soll im September 2026 final erscheinen, pünktlich zum üblichen Hardware-Zyklus. Und auch neues Zubehör ist in der Pipeline: AirPods Pro mit integrierten Kameras könnten ebenfalls im Herbst debütieren.

Die Kombination aus roher M4-Rechenleistung, den kommenden KI-Features und den wirtschaftlichen Zwängen durch die Speicherkrise wird Apples Position für den Rest des Jahres bestimmen. Die WWDC im Juni wird zeigen, ob das Unternehmen den Spagat zwischen Innovation und Bezahlbarkeit meistert.