Apple M5-MacBooks: Rabattschlacht erreicht neue Tiefststände

Apples M5-Pro-Modelle erreichen neue Tiefstpreise. Hintergrund sind der Windows-10-Ausstieg und ein geplantes günstigeres MacBook.

Händler senken die Preise für Apples aktuelle MacBook-Generation drastisch. Die M5-Pro-Modelle erreichen historische Tiefststände – und das hat handfeste Gründe.

Rekordrabatte für die Profi-Modelle

Am 24. April 2026 fiel der Preis für das 14-Zoll MacBook Pro mit M5 Pro auf ein neues Allzeittief. Die Konfiguration mit 24 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer Terabyte-SSD war bei großen Händlern wie Amazon für 1.999 Euro gelistet. Mit zusätzlichen Gutscheinen, die direkt im Warenkorb eingelöst werden konnten, sank der Preis sogar auf 1.949 Euro.

Doch damit nicht genug: Bereits Anfang der Woche hatten die Händler bei den High-End-Modellen kräftig nachgelegt. Das 16-Zoll MacBook Pro mit M5 Max – ausgestattet mit 128 Gigabyte RAM und acht Terabyte Speicher – verbilligte sich um satte 400 Euro und kostet nun 6.949 Euro. Auch die Varianten mit Nano-Textur-Display waren betroffen: Hier lag der Preisnachlass bei rund 220 Euro.

Die Rabattwelle erfasste das gesamte Apple-Ökosystem. So gab es das M3 iPad Air mit Mobilfunk für bis zu 250 Euro günstiger, das M4 iPad Air immerhin 100 Euro unter dem Normalpreis. Das Einstiegs-iPad (A16) war für 299 Euro zu haben, die Apple Watch Ultra 2 als generalüberholtes Modell für rund 429 Euro.

MacBook Air: Auch die leichte Variante wird billiger

Auch die MacBook-Air-Reihe blieb von den Preisnachlässen nicht verschont. Das 15-Zoll MacBook Air mit M5, 24 Gigabyte RAM und einer Terabyte SSD wurde am 24. April für 1.549 Euro angeboten – ein Minus von 150 Euro. Das 13-Zoll-Modell folgte dem Trend: Die Version mit 16 Gigabyte RAM und einer Terabyte Speicher startete bei 1.149 Euro.

Diese Entwicklung fällt in eine Zeit verschärfter Konkurrenz im Ultraportable- und Desktop-Markt. Zum Vergleich: Der Dell Tower ECT1250 mit Intel Core Ultra 7, 32 Gigabyte DDR5-RAM und einer Terabyte SSD kostete am 25. April 2026 rund 912 Euro. Im All-in-One-Segment lag der HP 27-Zoll-Desktop mit Intel Core i5-1335U bei 1.015 Euro, das MSI Modern AM272P AIO bei 1.468 Euro.

Die Preisstrategie für Apples M5-Serie zielt offenbar auf Profi-Anwender und Early Adopter ab. Branchenkreisen zufolge arbeitet Apple an einem günstigeren MacBook mit A18-Pro-Chip. Dieses Gerät soll über ein 13-Zoll-LCD-Display verfügen und die 1.000-Euro-Marke unterbieten – eine direkte Kampfansage an High-End-Chromebooks und Windows-Laptops im Bildungs- und Verbrauchersegment.

Windows-10-Aus treibt Hardware-Wechsel an

Der aktuelle Rabattrausch hat einen handfesten Hintergrund: Seit dem Ende des Supports für Windows 10 am 14. Oktober 2025 sind schätzungsweise 500 Millionen Nutzer auf sich allein gestellt. Rund 240 Millionen PCs weltweit erfüllen nicht die Hardware-Voraussetzungen für Windows 11 – ihnen fehlt das TPM-2.0-Modul.

Die fehlenden Sicherheitsupdates zwingen Unternehmen und Privatanwender zum Umstieg. Zwar bieten die Extended Security Updates (ESU) für rund 30 Euro pro Jahr einen Aufschub, doch viele wechseln lieber gleich die Plattform. Apples ARM-Ökosystem profitiert davon ebenso wie Open-Source-Alternativen: Zorin OS 18 verzeichnete innerhalb von drei Monaten nach dem Windows-10-Aus zwei Millionen Downloads.

Umweltschutz- und Verbraucherorganisationen schlagen Alarm: Die Entsorgung nicht kompatibler Hardware könnte 480 Millionen Kilogramm Elektroschrott verursachen. Einige Initiativen setzen daher auf Recycling und die Weiternutzung alter Geräte mit schlanken Betriebssystemen, andere auf Drittanbieter-Patches, um die Lebensdauer zu verlängern.

Windows 11: Microsoft holt auf

Während Apple mit der M5-Serie seine Position festigt, arbeitet Microsoft an Verbesserungen für Windows 11. Am 24. April 2026 bestätigte der Konzern umfassende Neuerungen für die Update-Erfahrung – besonders in Unternehmen und im Windows-Insider-Programm.

Zu den wichtigsten Änderungen gehört die Möglichkeit, Updates in 35-Tage-Intervallen unbegrenzt zu pausieren. Das System-Energiemenü wurde überarbeitet: Herunterfahren und Neustarten sind nun von updatebedingten Aktionen getrennt, sodass Zwangsinstallationen während kritischer Arbeitsabläufe unterbleiben. Zudem bündelt Microsoft Treiber-, Firmware- und .NET-Updates mit den monatlichen Qualitätsupdates – das reduziert die Neustart-Frequenz auf einmal pro Monat.

Dennoch bleiben Baustellen: Interne Daten zeigen, dass 18 Prozent der Unternehmensgeräte monatlich mit Update-Problemen kämpfen. Sicherheitsforscher warnen zudem, dass längere Update-Pausen die durchschnittliche Zeit bis zur Behebung kritischer Sicherheitslücken (Mean Time to Patch, MTTP) erhöhen – etwa bei der kürzlich entdeckten Schwachstelle CVE-2026-21345. Richtig konfigurierte Windows Server Update Services (WSUS) können hier Abhilfe schaffen, indem sie kritische Patches auch bei pausierten Updates durchschleusen.

Ausblick: Wohin steuert der Markt?

Der Premium-Laptop-Markt beruhigt sich langsam, nachdem die erste Welle der Windows-10-Ablösung abgeebbt ist. Apples aggressive Preispolitik bei den M5-Pro- und Max-Modellen deutet darauf hin, dass der Konzern seine zahlungskräftigen Profi-Kunden halten will – jene Nutzer, die auf konstante Leistung und langfristige Zuverlässigkeit angewiesen sind.

Ein mögliches Sub-1.000-Euro-MacBook mit A18-Pro-Chip könnte das Einstiegssegment neu definieren und die Dominanz mittelpreisiger Windows-Laptops herausfordern. Gleichzeitig zeigt die Konkurrenz mit KI-zentrierter Hardware wie dem Dell Tower ECT1250 und neuen MSI-Cubi-NUC-Systemen mit Intel Ultra 9, dass der Druck auf Apples Ökosystem hoch bleibt. Die Integration fortschrittlicher NPU-Fähigkeiten und Isolationstechniken in beiden Architekturen dürfte in den kommenden Quartalen zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal werden.