Apple hat mit neuen MacBook Air- und Pro-Modellen einen umfassenden Hardware-Schub eingeläutet. Die ab dem 11. März erhältlichen Laptops setzen auf die neue M5-Chipgeneration, verdoppelte Grundspeicher und KI-Beschleunigung – ein klarer Schachzug im Wettrennen um die Vorherrschaft bei KI-fähigen PCs.
M5 MacBook Air: Doppelter Speicher für den Massenmarkt
Der Einstieg in die Apple-Welt wird großzügiger: Das neue MacBook Air mit M5-Chip startet jetzt standardmäßig mit 512 GB Speicher, doppelt so viel wie zuvor. Damit reagiert Apple auf den wachsenden Platzbedarf moderner Apps und lokaler KI-Workloads. Die bewährten 13- und 15-Zoll-Gehäuse bleiben leicht und lüfterlos, beherbergen aber deutlich mehr Power.
Der M5-Chip kombiniert eine 10-Kern-CPU mit einer GPU der dritten Generation, die erstmals auch im Air Raytracing beherrscht. Neu ist zudem der hauseigene N1-Funkchip, der Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 ermöglicht – eine Technik, die bisher Profi-Geräten vorbehalten war. Die Preise beginnen bei 1.099 Euro für das 13-Zoll- und 1.299 Euro für das 15-Zoll-Modell.
MacBook Pro: Rechenmonster für Profis
Für Anwender, die maximale Leistung brauchen, präsentiert Apple die MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max. Die Chips basieren auf einer neuen „Fusion Architecture“, die CPU und GPU enger verzahnt. Der M5 Pro verfügt über einen 18-Kern-Prozessor, der M5 Max skaliert die GPU auf bis zu 40 Kerne hoch.
Die Leistungssprünge bei Videorendering und 3D-Modellierung sollen beträchtlich sein. Passend dazu wurde auch der Arbeitsspeicher ausgeweitet: Bis zu 64 GB (M5 Pro) bzw. 128 GB (M5 Max) sind möglich. Der Grundspeicher startet hier bei 1 TB bzw. 2 TB. Die Preise für die 14-Zoll-Version mit M5 Pro beginnen bei 2.199 Euro, das 16-Zoll-Modell bei 2.699 Euro.
Strategischer Preisschub bei Basis-MacBook Pro
Apple passt seine Strategie auch bei älteren Modellen an: Die 14-Zoll-MacBook Pro mit Basis-M5, die Ende 2025 eingeführt wurde, verliert ihre 512-GB-Option. Künftig ist 1 TB der neue Mindestspeicher. Das treibt den Einstiegspreis auf 1.699 Euro.
Für Marktbeobachter ist das eine kluge Wertanpassung. In einer Zeit, in denen Speicherkomponenten durch den KI-Boom teurer werden, erhöht Apple die Grundausstattung und verbessert so das Preis-Leistungs-Verhältnis für Aufrüstungen. Ein Schachzug, um in einem hart umkämpften Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.
KI-Wettlauf: Apple setzt auf lokale Verarbeitung
Die M5-Generation ist mehr als ein reines Leistungs-Update. Sie ist Apples Antwort auf den globalen KI-Hype. Integrierte „Neural Accelerators“ in jedem GPU-Kern sollen maschinelles Lernen direkt auf dem Gerät beschleunigen – unabhängig von der Cloud.
Damit positioniert sich Apple gegen KI-Chips von Wettbewerbern im Windows-Lager. Die Entscheidung für Wi-Fi 7 und größere Festplatten spiegelt zudem einen Branchentrend wider: 256 GB gelten für moderne Betriebssysteme und Profi-Anwendungen längst als nicht mehr ausreichend.
Die Vorbestellungen für die neuen Geräte laufen bereits. Ab dem 11. März sind sie im Handel erhältlich. Erwartet wird, dass Apple die M5-Architektur noch in diesem Jahr auch auf Desktop-Modelle wie Mac Studio und Mac Pro ausrollen wird. Fürs Erste setzen die neuen MacBooks aber einen deutlichen Leistungsmaßstab im mobilen Computing.





