Apple M5 Pro und Max: Neue MacBook Pros setzen Maßstäbe für KI und Leistung

Apples neue MacBook Pro Modelle mit M5 Chips setzen mit einer innovativen Fusion Architecture und integrierten KI-Beschleunigern neue Maßstäbe für lokale KI-Verarbeitung und Leistung.

Apple hat mit den M5 Pro- und M5 Max-Chips einen Technologiesprung vollzogen. Die neuen MacBook Pros kombinieren erstmals zwei Rechenkerne in einer Fusion Architecture und setzen neue Maßstäbe für mobile KI-Leistung. Seit Ende März sind die Geräte erhältlich.

Die Revolution der Fusion Architecture

Der größte technische Durchbruch liegt in der neuen Fusion Architecture. Dabei verbindet Apple zwei 3-Nanometer-Chips zu einem einzigen System-on-a-Chip. Diese Konstruktion ermöglicht eine hochskalierbare GPU, eine leistungsstarke CPU und einen vereinheitlichten Speichercontroller – bei gleichbleibender Energieeffizienz.

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Beide Chips verfügen über eine fortschrittliche 18-Kern-CPU. Neu ist die Einteilung in Super Cores: sechs Hochleistungskerne arbeiten neben zwölf effizienten Performance-Kernen. Apple gibt an, dass diese Konfiguration im Vergleich zur M4-Generation bis zu 30 Prozent mehr Leistung bei Multithreading-Aufgaben bringt. Die Super Cores sollen die derzeit schnellste Single-Thread-Performance auf dem Markt bieten.

KI-Beschleuniger in jedem Grafik-Kern

Künstliche Intelligenz steht im Mittelpunkt des M5-Designs. Um die wachsende Nachfrage nach lokaler KI-Verarbeitung zu bedienen, hat Apple in jeden Grafikprozessor-Kern einen Neural Accelerator integriert. Der M5 Pro bietet bis zu eine 20-Kern-GPU, der M5 Max sogar eine massive 40-Kern-GPU.

Laut Apple ermöglichen die Neural Accelerators bis zu viermal höhere KI-Spitzenleistung als die Vorgängergeneration. Entwickler und Kreativprofis können so komplexe, KI-gestützte Workflows lokal auf ihrem Gerät ausführen – ohne Cloud-Anbindung. Das ist ein großer Vorteil für Aufgaben wie das Ausführen großer Sprachmodelle oder Echtzeit-Videoanalyse, bei gleichzeitigem Schutz der Privatsphäre.

Schnellere Anbindung und mehr Speicher

Die neuen MacBook Pro-Modelle bieten auch bei Konnektivität und Speicher deutliche Verbesserungen. Die M5-Generation führt den hauseigenen N1-Funkchip ein, der Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 unterstützt. Zudem ist Thunderbolt 5 für maximale Bandbreite bei externen Displays und Peripheriegeräten an Bord.

Die SSD-Laufwerke in den neuen Geräten sind laut Herstellerangaben bis zu doppelt so schnell wie in den M4-Modellen. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreichen bis zu 14,5 Gigabyte pro Sekunde. Der Basisspeicher wurde verdoppelt: M5 Pro-Modelle starten mit 1 Terabyte, M5 Max-Konfigurationen mit 2 Terabyte.

Diese Aufrüstung hat ihren Preis. Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5 Pro Chip startet bei 2.199 Euro, die 16-Zoll-Variante bei 2.699 Euro. Für die maximale Leistung des M5 Max sind mindestens 3.599 Euro (14 Zoll) bzw. 3.899 Euro (16 Zoll) fällig. Voll ausgestattete Konfigurationen mit 128 GB Arbeitsspeicher und 8 TB SSD können über 7.300 Euro kosten.

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Branchentrend zu lokaler KI-Verarbeitung

Die Einführung der M5-Chips unterstreicht einen Branchentrend: Immer mehr KI-Berechnungen sollen direkt auf dem Gerät laufen. Apples Entscheidung, Neural Accelerators in jeden GPU-Kern zu integrareren, ist eine direkte Antwort auf die wachsende Bedeutung von Maschinellem Lernen in professioneller Software – von Videobearbeitung bis zur Softwareentwicklung.

Der Wechsel zur Fusion Architecture zeigt zudem, wie Apple die physikalischen Grenzen der Chip-Herstellung ausreizt. Während Wettbewerber im Windows-Ökosystem mit ARM-basierten Prozessoren aufgeholt haben, bietet die nahtlose Integration von Hard- und Software weiterhin einen Vorteil. Bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit bei Workstation-Leistung bleiben ein starkes Verkaufsargument im Premium-Segment.

Ausblick: M5 Ultra und Apple Intelligence

Das Debüt der M5 Pro und Max bereitet den Boden für weitere Neuerungen. Branchenbeobachter erwarten noch 2026 den leistungsstärkeren M5 Ultra-Chip, der voraussichtlich in einem aktualisierten Mac Studio zum Einsatz kommt. Eine Vorstellung könnte auf der Worldwide Developers Conference im Juni erfolgen.

Die Architektur der M5-Serie wird zudem eine Schlüsselrolle bei der Erweiterung von Apple Intelligence in macOS Tahoe spielen. Da Entwickler ihre Apps für die neuen Neural Accelerators und Super Cores optimieren, dürfte eine Welle innovativer, KI-gestützter Tools folgen, die die beispiellose lokale Rechenleistung voll ausnutzen.