Apple M6 Pro übersprungen: Profi-Nutzer warten bis 2027

Apple plant, die M6 Pro und Max Prozessoren auszulassen und direkt zur M7-Plattform zu wechseln. Profi-Nutzer müssen bis 2027 auf neue High-End-Geräte warten.

Apple verändert seine Chip-Strategie grundlegend. Die nächste Profi-Prozessor-Generation kommt später als erwartet.

Der Technologiekonzern aus Cupertino plant offenbar, die Entwicklung der M6 Pro und M6 Max Prozessoren zu überspringen. Stattdessen treibt Apple den Wechsel zur M7-Plattform voran. Branchenberichte aus dem Juli 2026 zeigen: Das Unternehmen strafft seine Chip-Reihe, um sich stärker auf KI-Arbeitslasten zu konzentrieren. Die Folge: Eine rund 18-monatige Pause zwischen den professionellen Prozessor-Generationen.

Verzögerung für Profi-Nutzer

Der Verzicht auf die M6 Pro und M6 Max bedeutet für professionelle Anwender eine ungewöhnlich lange Wartezeit auf das nächste High-End-Upgrade. Ein Basis-M6-Chip soll zwar Ende 2026 erscheinen, wird aber wohl nur in Einstiegsgeräten zum Einsatz kommen. Die nächste Profi-Generation – M7 Pro und M7 Max – wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2027 erwartet.

Hintergrund des strategischen Schwenks: Apple legt einen verstärkten Fokus auf KI-Funktionen direkt im Gerät. Der kommende M7-Chip mit den internen Codenamen „Delos“ und „H19G“ ist für deutlich höhere Durchsatzraten ausgelegt. Marktbeobachter rechnen beim Basis-M7 mit einer Speicherbandbreite von 240 GB/s – ein spürbarer Sprung gegenüber den 200 GB/s des geplanten M6.

Neue MacBooks und iPad Pros in der Pipeline

Die veränderte Roadmap wirkt sich direkt auf Apples kommende Hardware aus. Ein neues „MacBook Ultra“ soll im Herbst 2026 auf den Markt kommen – allerdings noch mit M5 Pro und M5 Max Chips. Das High-End-Notebook wird ein dünneres Gehäuse und ein OLED-Touchdisplay erhalten. Der Einstiegspreis liegt voraussichtlich bei rund 3.300 Euro.

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Eine Überraschung gibt es beim 14-Zoll MacBook Pro: Das Einstiegsmodell (Codename K104) bekommt erstmals seit Jahren ein größeres Redesign – und zwar in der ersten Jahreshälfte 2027. Es wird zu den ersten Geräten mit M7-Chip gehören und Merkmale wie ein schlankeres Gehäuse, OLED-Technik und eine „Dynamic Island“ erhalten. Das wäre etwa ein halbes Jahr nach den teureren Ultra-Modellen.

Auch bei den Tablets tut sich etwas: Apple testet vier neue iPad-Pro-Modelle für einen Start im Frühjahr 2027. Die 11-Zoll- und 13-Zoll-Tablets sollen M7-Prozessoren und erstmals eine Dampfkammerkühlung erhalten – nötig wegen der hohen Wärmeentwicklung bei KI-intensiven Aufgaben.

DRAM-Preise und Lieferketten als Herausforderung

Die Neuausrichtung der Chip-Strategie fällt in eine Zeit schwankender Kosten und geopolitischer Unsicherheiten. Anfang 2026 waren die Preise für DRAM-Speicher um bis zu 98 Prozent gestiegen. Apple reagierte Ende Juni 2026 mit Preiserhöhungen bei mehreren Mac- und iPad-Konfigurationen. Das Einstiegs-MacBook Pro kostet nun rund 2.000 Euro.

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Ein weiteres Thema: die Fertigung. Apple setzt bislang stark auf TSMC. Doch der Konzern führt offenbar Gespräche mit Samsung und Intel über alternative Produktionsmöglichkeiten. Ziel ist es, die Abhängigkeit von TSMC zu verringern – dessen Kapazitäten sind durch den weltweiten KI-Boom stark ausgelastet.

Trotz der Herausforderungen lief das Geschäft zuletzt gut. Im Quartal bis März 2026 erzielte Apple einen Umsatz von rund 111 Milliarden Euro – ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie lag bei 2,01 Euro. Das Unternehmen positioniert Mac mini und Mac Studio weiterhin als kosteneffiziente Lösungen für KI-Berechnungen und lockt damit Entwickler in der wachsenden KI-Branche.