Apple M6 und M5 Ultra: Neue Chips mit 30% KI-Boost

Apple verbindet neue ML-Forschung mit M6- und M5-Ultra-Prozessoren sowie KI-Updates für macOS und professionelle Kreativprogramme.

Apple hat durch die Veröffentlichung von zwei Forschungsarbeiten im Bereich des maschinellen Lernens (ML) sowie die Vorstellung einer neuen Hardware-Generation seine Ambitionen bei der systemweiten KI-Integration untermauert.

Im Zentrum stehen dabei Studien zur automatisierten Erzeugung von Benutzeroberflächen sowie eine neue Chip-Architektur, die speziell auf die Anforderungen von Enterprise-Kunden im Bereich künstlicher Intelligenz zugeschnitten ist.

Automatisierte UI-Generierung und Sicherheitsbewertung

Bereits im April veröffentlichte das Unternehmen den auf GPT-4o basierenden Prototyp SQUIRE. Das System ist darauf ausgelegt, komponentenbasierte UI-Bäume sowie entsprechenden HTML- und CSS-Code automatisiert zu erstellen.

In einer entsprechenden Untersuchung wurde die Technologie mit 11 Entwicklern getestet. Experten erwarten, dass diese Funktionen in Xcode 26.3 integriert werden, nachdem das Thema bereits im Rahmen der WWDC im Juni adressiert wurde.

Ergänzend dazu stellte Apple das Framework SafetyPairs vor. Dieses dient der Sicherheitsbewertung von KI-Modellen und umfasst einen Datensatz von 1.510 Bildpaaren. Ziel sei es, die Verlässlichkeit und Sicherheit visueller Intelligenzsysteme messbar zu machen und zu verbessern.

Hochleistungshardware für Enterprise-KI-Anwendungen

Um die notwendige Rechenleistung für diese Software-Entwicklungen bereitzustellen, wurden Ende August 2026 die neuen Prozessoren M6 und M5 Ultra angekündigt. Der M6-Chip wird in einem 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und verfügt über eine 12-Core-CPU sowie eine 12-Core-GPU.

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Ausgestattet mit einer Dual 16-Core Neural Engine erreicht das System eine Bandbreite von bis zu 170GB/s. Im Vergleich zum Vorgängermodell M5 bietet die CPU eine 1,2-fache Leistungssteigerung, während die GPU-Performance bei KI-Workloads um 30 Prozent gestiegen ist.

Für den professionellen Einsatz im oberen Leistungssegment wurde der M5 Ultra vorgestellt. Dieser Chip bietet bis zu 36 CPU-Kerne, eine 80-Core-GPU und eine Speicherbandbreite von 1,2TB/s bei einer Kapazität von bis zu 512GB.

Die KI-Leistung der GPU übertrifft die des M3 Ultra laut Unternehmensangaben um den Faktor 4,5. Diese Hardware-Komponenten kommen im neuen Mac mini (M6) und Mac Studio (M5 Ultra) zum Einsatz, deren Auslieferung aufgrund der starken Nachfrage im Enterprise-Sektor bereits für Ende September geplant ist.

Softwareseitige Implementierung in macOS und Kreativ-Tools

Die Hardware-Entwicklungen werden durch umfassende Updates im Software-Ökosystem flankiert. Mit der Veröffentlichung der achten Beta-Version von macOS Golden Gate Ende August wurden Funktionen wie Siri AI, Visual Intelligence und eine KI-gestützte Fotobearbeitung weiter optimiert.

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Zudem erhalten professionelle Werkzeuge neue Automatisierungsfunktionen: Das Creator Studio Update bringt KI-Tools in Final Cut Pro zur automatisierten Erstellung von Untertiteln und zur Erkennung von Schnitten. Logic Pro wurde um eine Akkord-Identifikation (Chord ID) ergänzt, während Pixelmator Pro eine verbesserte Integration von Vektor-Shapes erhielt.

Diese Entwicklungen verdeutlichen Apples Strategie, KI-Funktionen nicht nur als isolierte Features anzubieten, sondern sie tief in die Hardware-Architektur und den professionellen Software-Workflow zu integrieren.