Apple M7: Konzern soll M6 Pro, M6 Max und M6 Ultra überspringen

Der M6 debütierte im Mac mini; Apple konzentriert die Entwicklung kommender High-End-Rechner bereits auf die M7-Generation.

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Mit der Einführung der M6-Chip-Serie setzt Apple neue Schwerpunkte bei Energieeffizienz und KI-Rechenleistung in seiner Computer-Sparte. Die Prozessorfamilie existiert bereits bestätigt und debütierte im Mac mini, der im August vorgestellt wurde und im September in den Verkauf ging.

Zugleich zeichnet sich in der Hardware-Planung des Konzerns ein strategischer Kurswechsel ab: Während Basiskonfigurationen auf den neuen Chip umgestellt werden, richtet das Unternehmen seine Entwicklungsressourcen für Spitzenmodelle bereits auf die nachfolgende M7-Generation aus.

Architektonische Basis und technische Spezifikationen

Die im Mac mini eingesetzte M6-Plattform basiert auf einem 2-Nanometer-Fertigungsverfahren und markiert den Übergang von FinFET- zu Gate-All-Around-Transistoren mit vierseitiger Gate-Umschließung. Der Prozessor verfügt über zwölf CPU-Kerne, aufgeteilt in zwei Super-, vier Performance- und sechs Effizienz-Kerne, sowie zwölf GPU-Kerne und eine Neural Engine mit 16 Kernen.

Das System unterstützt bis zu 32 Gigabyte Unified Memory bei einer Speicherbandbreite von 170 Gigabyte pro Sekunde. Laut Apple liefert die Plattform bis zur 1,2-fachen Multithread-Leistung des M5. Benchmark-Werte aus dem Mac mini weisen gegenüber dem Vorgänger ein Plus von 25 Prozent bei Multi-Core- und zehn Prozent bei Single-Core-Messungen aus.

Branchenberichten von Digitimes zufolge fungiert der Chip in der 2-Nanometer-Fertigung von TSMC als Vorreiter, um den Fertigungsprozess für die spätere Massenproduktion des künftigen A20-Pro-Prozessors zu validieren.

Da die Produktionsvolumina bei Macs und iPads im Vergleich zum iPhone geringer ausfallen, lässt sich das Risiko anfänglicher Schwankungen bei der Ausbeute begrenzen. Ziel der Prozessoptimierung sei eine Steigerung des Yields von 50 auf 80 Prozent.

Geplante Hardware und Termine für neue Mac-Modelle

Die M6-Reihe bleibt nach vorliegenden Informationen auf ausgewählte Rechnermodelle beschränkt. Neben dem Mac mini sind ein neuer iMac sowie ein Einstiegsmodell des 14-Zoll-MacBook Pro mit dem Prozessor vorgesehen.

Für das 14-Zoll-MacBook Pro unter dem Codenamen J804 wird das bestehende Gehäuse beibehalten; auch das Mini-LED-Display bleibt dem Einstiegsgerät erhalten, während OLED-Panels den High-End-Konfigurationen vorbehalten sind.

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Marktberichte deuten auf eine Leistungssteigerung von bis zu 40 Prozent gegenüber der M4-Generation hin. Ein Gehäuse-Redesign für das Einstiegs-MacBook Pro wird im ersten Halbjahr 2027 erwartet.

Auch der All-in-One-Desktop iMac steht vor einer Aktualisierung auf den M6-Prozessor, nachdem eine M5-Variante übersprungen wurde. Der 24-Zoll-Rechner übernimmt das bestehende Design, könnte jedoch Unterstützung für Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 sowie den N1-Chip erhalten.

Berichten zufolge lädt Apple ausgewählte Medienvertreter zu einer ganztägigen Produktpräsentation am 28. Oktober in Los Angeles ein, auf der neue Touchscreen-MacBooks, das iPad mini und M6-Macs gezeigt werden sollen. Ein Verkaufsstart der neuen Notebooks ist für den 6. November möglich, begleitet von Umbauten in den Apple Stores in der vorangehenden Nacht.

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Fokussierung auf die M7-Generation und Fertigungsausblick

Bloomberg-Analyst Mark Gurman berichtet, dass Apple Varianten wie M6 Pro, M6 Max und M6 Ultra überspringt und die M6-Serie damit weitgehend abgeschlossen ist. High-End-Modelle sollen stattdessen direkt von der M5- auf die M7-Generation wechseln.

Ein Einstiegs-MacBook-Pro mit M7 wird für 2027 erwartet, während High-End-Modelle mit Touchscreen und M7 Pro sowie M7 Max erst Ende 2027 folgen dürften. Für den M7 Ultra wird ein Erscheinen im ersten Halbjahr 2028 prognostiziert, weshalb ein neuer Mac Studio im Jahr 2027 unwahrscheinlich bleibt.

Für spätere Prozessorjahrgänge prüft Apple zudem alternative Fertiger: Nach Angaben von Analyst Ming-Chi Kuo nutzt der Konzern bereits Design-Kits für den Intel-18AP-Prozess, um ab 2027 günstigere Chips der M-Serie für das MacBook Air und das iPad Pro bei Intel fertigen zu lassen.