Apple hat sein beliebtes Notebook mit dem neuen M5-Chip und doppelter Basis-Speicherkapazität ausgestattet. Doch die bewährte, aber umstrittene Bauweise bleibt.
Cupertino – Der neue MacBook Air, der ab dem 11. März 2026 verfügbar sein wird, setzt auf bewährte Form und starke interne Updates. In den 13- und 15-Zoll-Modellen arbeitet erstmals der neue M5-Chip, der besonders KI-Aufgaben beschleunigen soll. Die Basis-Speicherkapazität wurde auf 512 GB verdoppelt, was einen häufigen Kritikpunkt der Vergangenheit adressiert. Die ersten unabhängigen Untersuchungen des Innenlebens werden jedoch mit Spannung erwartet.
Leistungssprung für KI und Alltag
Das Herzstück der Neuerung ist der M5-Prozessor. Er kombiniert eine schnellere CPU mit einer nächsten GPU-Generation, die in jedem Kern einen neuronalen Beschleuniger für KI-Anwendungen integriert. Für Nutzer spürbarer ist die Verdoppelung des Basisspeichers auf 512 GB. Apple verspricht zudem, dass die neue SSD-Technologie Lese- und Schreibgeschwindigkeiten verdoppelt. Konfigurierbar ist das Gerät nun bis zu 4 TB – so viel wie nie zuvor in einem MacBook Air.
Erstmals bringt ein eigener N1-Funkchip Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 in die Air-Reihe. Das soll schnellere Übertragungen und stabilere Verbindungen auch in überlasteten Netzwerken ermöglichen. Äußerlich ändert sich nichts: Das Gehäuse, das Liquid-Retina-Display, die zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse und MagSafe bleiben erhalten.
Die alte Frage: Alles fest verlötet?
Trotz der Leistungssteigerungen bleibt die zentrale Schwachstelle für Reparatur-Experten wohl bestehen. Ersten Einschätzungen zufolge sind der Arbeitsspeicher und der SSD-Speicher auch in der M5-Generation nicht austauschbar. Sie sind fest auf das Mainboard verlötet. Diese Bauweise erlaubt zwar das ultradünne Design, verhindert aber spätere Aufrüstungen durch den Nutzer.
Kunden müssen sich bei Kauf endgültig für Speicherkonfigurationen entscheiden. Das steht im Kontrast zu vielen Windows-Laptops, bei denen RAM und SSD oft leicht getauscht werden können. Die endgültige Bestätigung erhoffen sich Technik-Communitys von detaillierten Teardowns durch Fachleute wie iFixit nach dem Release.
Konflikt mit „Right to Repair“ verschärft sich
Apples Design-Philosophie ist ein Dauerzankapfel für die „Right to Repair“-Bewegung. Fest verlötete Komponenten machen Reparaturen schwierig und teuer. Oft muss bei einem Defekt das gesamte Mainboard getauscht werden. Obwohl Apple inzwischen offizielle Reparaturanleitungen bereitstellt, ernten seine Geräte regelmäßig schlechte Reparierbarkeits-Scores.
Auch andere M5-Geräte wie das MacBook Pro von Ende 2025 wurden für ihre komplexe und nutzerfeindliche Bauweise kritisiert. Sollte sich die verlötete SSD im volumenstärksten Apple-Laptop bestätigen, unterstreicht das erneut den Konflikt zwischen perfekt integriertem Design und praktischer Reparierbarkeit.
Der neue MacBook Air M5 bietet damit deutliche Fortschritte in Leistung und Ausstattung. Ob die internen Verbesserungen auch zu einer länger nutzbaren Hardware führen, hängt jedoch weiterhin von Apples umstrittener Bauweise ab.





