Apple MacBook Pro: Touch-OLED kommt in 14- und 16-Zoll-Modelle

Die neuen 14- und 16-Zoll-Modelle kombinieren OLED-Touchscreens mit M5-Prozessoren; macOS passt Bedienelemente an die Eingabe an.

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Der US-Technologiekonzern Apple bereitet eine historische Kehrtwende bei seinen tragbaren Computern vor. Am 28. Oktober 2026 stellt das Unternehmen auf einer Veranstaltung unter dem Motto „Pro and tell“ in Los Angeles um 10 Uhr Ortszeit sein erstes MacBook Pro mit berührungsempfindlichem Bildschirm vor.

Die Präsentation der neuen 14- und 16-Zoll-Geräte mit Touch-OLED-Display soll ohne klassische Keynote im Rahmen von Pressemitteilungen erfolgen. Branchenbeobachter wie Mark Gurman von Bloomberg werten den Schritt als grundlegende Neuausrichtung nach mehr als zwei Jahrzehnten strikter Ablehnung von Touchscreens in Apples Laptop-Sparte.

Überarbeitetes Design und bewährte Prozessoren

Die neuen Modelle orientieren sich äußerlich an den bisherigen Generationen, weisen jedoch ein geringeres Gewicht auf. Zudem ersetzt Apple die Aussparung am oberen Displayrand durch die vom iPhone bekannte Dynamic Island. Angetrieben werden die Geräte von den bereits im März 2026 eingeführten Prozessoren M5 Pro und M5 Max.

Preislich dürften sich die neuen Geräte über den bisherigen Ausführungen bewegen. Die aktuellen Mini-LED-Varianten mit M5 Pro und M5 Max starten in den USA bei 2.499 US-Dollar für das 14-Zoll-Modell sowie bei 2.999 US-Dollar für die 16-Zoll-Version. Für die neuen Touch-Geräte wird ein Aufschlag von bis zu 500 US-Dollar erwartet.

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Das Portal 9to5Mac schätzt die Preise für die OLED-Touch-Modelle auf 2.999 beziehungsweise 3.499 US-Dollar. Die bestehenden Mini-LED-Geräte sollen vorerst im Sortiment verbleiben, ehe sie schrittweise auslaufen; laut dem Marktforschungsunternehmen Omdia wird deren Produktion noch bis 2028 fortgeführt.

Angepasste Bedienoberfläche in macOS

Um die Bedienung per Fingerzeig zu unterstützen, erhält macOS Golden Gate eine dynamische Benutzeroberfläche. Das Betriebssystem analysiert vorangegangene Interaktionen und passt die Steuerelemente daran an, ob gerade der Bildschirm oder das Trackpad genutzt wird.

Die Berührung von Schaltflächen öffnet Kontextmenüs direkt um den Finger, zudem wurden das Dock und die Menüleiste für Berührungseingaben vergrößert und optimiert. Erste Hinweise auf entsprechende Gesten und Drag-and-Drop-Funktionen per Touch waren bereits Anfang Oktober 2026 in der Beta-Version von macOS 27.2 aufgetaucht.

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Apple positioniert den Touchscreen als zusätzliche, optionale Eingabemöglichkeit für Aufgaben wie Scrollen, Wischen oder Zoomen. Tastatur und Trackpad bleiben weiterhin die primären Eingabewerkzeuge.

Strategiewechsel nach internen Diskussionen

Die Entscheidung markiert das Ende einer langjährigen internen Debatte. Frühere Führungskräfte hatten Touchscreens an Notebooks stets abgelehnt; der damalige Konzernchef Steve Jobs hatte die Technologie an Laptops im Jahr 2010 als ergonomisch schrecklich eingestuft. Zwar experimentierte der Hersteller 2016 mit einer Touch Bar auf der Tastatur, behielt das herkömmliche Display jedoch bei.

Vor rund vier Jahren beschleunigte Apple laut Gurman die Entwicklung des Projekts. Während das Industriedesign-Team Vorbehalte hegte, befürworteten der ehemalige Konzernchef Tim Cook sowie CEO John Ternus die Neuerung. Der gefundene Kompromiss sieht vor, Mac und iPad weiterhin als eigenständige Produktlinien zu führen.

Laut Medienberichten plant Apple in diesen Tagen eine Reihe von Hardware-Neuheiten per Mitteilung. Neben den Touchscreen-Laptops werden für denselben Tag auch ein iMac sowie ein reguläres 14-Zoll-MacBook Pro mit dem M6-Chip erwartet, während Beobachter zudem mit einem neuen iPad mini mit OLED-Bildschirm rechnen.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Reportedly Announcing MacBook Pro With OLED Touchscreen on Wednesday“