Apple erprobt Bildschirme mit organischer Leuchtdioden-Technologie für weitere Computerreihen. Wie der Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter berichtet, testet der US-Konzern derzeit Prototypen des iMac sowie des MacBook Air mit OLED-Displays.
Ein zeitnaher Marktstart dieser Modelle sei nach jetzigem Stand jedoch nicht zu erwarten. Unmittelbar bevorstehende Produktaktualisierungen dürften vorerst weiterhin auf herkömmliche Displaytechnologien setzen.
Zunächst traditionelle Bildschirmtechnik für neue Hardware-Generationen
Nach Angaben von Gurman steht eine Aktualisierung des iMac in den kommenden Tagen an, die allerdings noch ohne OLED-Panel auskommen wird. Auch für das MacBook Air zeichne sich ein ähnlicher Pfad ab: Ein neues Modell der leichten Notebook-Reihe wird für Anfang 2027 erwartet, ebenfalls noch ohne die neuere Display-Technik.
Dies deckt sich mit Einschätzungen aus Analystenkreisen. So erwartet der Branchenbeobachter Ming-Chi Kuo ein MacBook Air mit OLED-Bildschirm erst zu einem späteren Zeitpunkt als ursprünglich angenommen, möglicherweise erst im Jahr 2029. Bereits im September 2026 kursierten Berichte über ein OLED-Modell für 2029, das die Lücke zwischen dem MacBook Pro und dem MacBook Air schließen könnte.
Der Zeitplan für die Einführung von OLED beim Desktop-Rechner iMac verschob sich in der Vergangenheit wiederholt. Während ein Bericht aus der Lieferkette vom Dezember 2025 einen 24-Zoll-iMac mit OLED noch für 2027 in Aussicht stellte, nannten Quellen im August 2026 dafür das Jahr 2029.
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Technische Hürden und Informationsanfragen bei Zulieferern
Dass Apple die Display-Zukunft seiner Mac-Reihe langfristig plant, zeigen Vorgänge aus der Zuliefererkette. Laut einem Bericht vom 21. Oktober 2026 hat das Unternehmen beim chinesischen Hersteller BOE sowie weiteren Produzenten Informationen zu LCD-Panels für künftige iMac-Generationen angefragt.
Parallel dazu haben Auslandsmedien über eine offizielle Informationsanfrage an Lieferanten für großformatige LCD-Displays berichtet, die mutmaßlich für künftige iMacs sowie das Studio Display gedacht sind und auf einen Zieltermin um 2029 abzielen.
Für einen künftigen OLED-iMac visiert Apple Berichten zufolge QD-OLED-Technologie mit einer Punktdichte von 220 ppi an. Dies würde einen deutlichen Entwicklungssprung darstellen, da aktuelle QD-OLED-Panels 160 ppi erreichen.
Als möglicher Partner für dieses Vorhaben gilt Samsung Display, während ein Vorschlag von LG Display für ein 4-Layer-W-OLED keine Beachtung gefunden habe. Die Informationsanfragen stellen allerdings lediglich einen frühen Evaluierungsschritt dar und markieren keineswegs den Start einer Serienproduktion; offiziell bestätigt sind diese Details nicht.
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Mögliche Koexistenz von LCD und OLED
Bereits im Frühjahr 2026 waren Samsung Display und LG Display laut Branchenberichten um die Fertigung von OLED-Mustern für den iMac gebeten worden. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Apple künftig eine zweigleisige Strategie verfolgen könnte: Ein neuer LCD-iMac dürfte etwa zeitgleich mit dem ersten OLED-Modell erscheinen, das für 2029 oder 2030 erwartet wird.
Demnach könnte Apple LCD- und OLED-Varianten parallel anbieten – OLED als höherpreisiges Spitzenmodell mit Touch-Funktionalität und LCD im bisherigen Preisbereich.
Eine ähnliche Differenzierung zeichnet sich auch bei den professionellen Mobilrechnern ab. Berichten zufolge sollen beim MacBook Pro die Displaygrößen mit 14 und 16 Zoll in Verbindung mit Pro- und Max-Chips künftig mit OLED und Touch-Unterstützung ausgestattet werden, während das 14-Zoll-Standardmodell mit regulärem Chip weiterhin auf Mini-LED-Technik setzen soll.
Mehr zum Thema bei AppleInsider: „OLED iMac, MacBook Air are planned but still far from launch“

