Am 1. September 2026 übergibt Tim Cook das Steuer an John Ternus.**
Apple hat für das zweite Geschäftsquartal 2026 (bis Ende März) Rekordzahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 111,2 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn legte auf 29,6 Milliarden Dollar zu – ein Plus von fast fünf Milliarden im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen übertrafen die Analystenerwartungen deutlich, die Apple-Aktie legte nach der Veröffentlichung am 1. Mai um drei Prozent zu.
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Doch die Finanzzahlen waren nur die eine Nachricht. Die andere: Tim Cook, der den Konzern 14 Jahre lang führte, wird zum 1. September 2026 in den Aufsichtsrat wechseln. Sein Nachfolger wird John Ternus, bisher für die Hardware-Entwicklung verantwortlich. Cook bleibt dem Unternehmen als Executive Chairman erhalten.
iPhone 17 treibt das Wachstum
Der Umsatz mit dem iPhone erreichte 57 Milliarden Dollar – ein Plus von 22 Prozent. Finanzchef Kevan Parekh bezeichnete die iPhone-17-Familie als die erfolgreichste Modellreihe der Unternehmensgeschichte. Die Kundenzufriedenheit liege bei 99 Prozent, ergaben interne Erhebungen.
Besonders stark entwickelte sich der Markt in China: Dort stiegen die Erlöse um 28 Prozent auf 20,4 Milliarden Dollar. Allerdings bremsen Lieferengpässe das Geschäft. Die fortschrittlichen A19- und A19-Pro-Chips von TSMC sind knapp, was die Verfügbarkeit der teureren Modelle einschränkt.
Auch das Dienstleistungsgeschäft (Services) legte zu: Mit 30,98 Milliarden Dollar Umsatz wurde ein neuer Rekord aufgestellt, ein Plus von 16 Prozent. Die Sparte bleibt mit ihren hohen Margen ein entscheidender Gewinntreiber. Die Gesamtmarge kletterte auf 49,3 Prozent – über den eigenen Prognosen.
MacBook Neo überrascht positiv
Die Mac-Sparte wuchs um 5,7 Prozent. Grund dafür ist vor allem das neue MacBook Neo, ein Einstiegsmodell für 599 Dollar mit A18-Pro-Chip. Die Nachfrage übertraf laut Apple die Erwartungen deutlich.
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Führungswechsel mit klarem Kurs
John Ternus übernimmt einen Konzern in herausfordernden Zeiten. Die Halbleiterknappheit und steigende Komponentenkosten belasten die Branche. Ternus kündigte an, an der Finanzdisziplin festzuhalten und gleichzeitig die Integration Künstlicher Intelligenz voranzutreiben.
Apples KI-Strategie trägt den Namen „Apple Intelligence“ und setzt auf Datenschutz. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni will das Unternehmen Details bekanntgeben – darunter eine Partnerschaft mit Google Gemini zur Verbesserung von Siri. Große Sprachmodelle und generative Funktionen sollen zum Kern künftiger Hardware werden.
Steigende Kosten und Chip-Knappheit
Eine unmittelbare Herausforderung: Ab Juni 2026 rechnet Apple mit deutlich höheren Speicherkosten. Grund ist die enorme Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren, die das Angebot für Unterhaltungselektronik verknappt. Bisher konnte Apple die Kosten durch vorhandene Lagerbestände abfedern. Nun prüft der Konzern Preisanpassungen bei den Pro-Modellen oder niedrigere Margen bei günstigeren Geräten.
Auch die Versorgung mit System-on-Chips (SoCs) bleibt angespannt. Engpässe bei modernen Fertigungsprozessen könnten die Produktion von Mac Mini und Mac Studio im Sommer beeinträchtigen.
Wettbewerb und Marktumfeld
Der globale Smartphone-Markt wuchs im ersten Quartal 2026 nur um ein Prozent auf 298,5 Millionen Geräte. Samsung liegt mit 65,4 Millionen verkauften Einheiten (22 Prozent Marktanteil) knapp vor Apple mit 60,4 Millionen iPhones (20 Prozent). Xiaomi und OPPO folgen mit elf beziehungsweise zehn Prozent.
Die Nutzer halten ihre Geräte länger: Der durchschnittliche Austauschzyklus stieg von 3,6 Jahren (2020) auf 4,2 Jahre. Analysten warnen, dass Inflation und steigende Komponentenkosten im zweiten Halbjahr zu einem Marktrückgang führen könnten.
Ausblick: Zwischen Optimismus und Risiken
Für das dritte Quartal 2024 prognostiziert Apple ein Umsatzwachstum von 14 bis 17 Prozent – deutlich über den Analystenerwartungen von 9,5 Prozent. Die iPhone-17-Pro-Modelle, insbesondere die neue orangefarbene Variante mit Aluminiumgehäuse, sollen die Verkaufszahlen weiter antreiben.
Der September steht ganz im Zeichen der Produktneuheiten: Gerüchten zufolge plant Apple die Vorstellung des iPhone 18 und möglicherweise des ersten faltbaren Geräts. Ob diese Pläne aufgehen, hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Lieferketten nach den erwarteten Speicherpreissteigerungen im Juni stabilisieren.
Analysten von Morgan Stanley haben ihre Gewinnprognose je Aktie auf 8,89 Dollar angehoben. Sie zeigen sich zuversichtlich, dass Apple die Komponentenengpässe besser meistern kann als die Konkurrenz. Die starke Performance in China und die Rekordumsätze im Dienstleistungsgeschäft geben dem Konzern dafür ein solides Polster – pünktlich zum Beginn einer neuen Ära.

