Apple öffnet CarPlay für ChatGPT und Co.

Apple beendet das Monopol von Siri in CarPlay und ermöglicht die Integration von KI-Assistenten wie ChatGPT und Google Gemini. Die strategische Öffnung soll das Ökosystem stärken und auf den Wettbewerb reagieren.

Apple revolutioniert die Sprachsteuerung im Auto: Ab sofort können Drittanbieter wie ChatGPT und Google Gemini direkt in CarPlay integriert werden. Der Schritt beendet das Monopol von Siri und reagiert auf den harten Wettbewerb um die beste KI im Fahrzeug.

Siri bekommt Konkurrenz auf der Fahrbahn

Bislang war Siri die unangefochtene Stimme in Apples CarPlay. Für einfache Befehle reichte das, doch komplexe Gespräche oder detaillierte Auskünfte blieben außen vor. Eine kommende iOS-Softwareaktualisierung wird das ändern. Fahrer können dann zwischen verschiedenen KI-Assistenten wählen – etwa für ausführliche Restaurant-Empfehlungen oder Echtzeit-Recherchen während der Fahrt. Die Nachricht beflügelte die Anleger: Der Apple-Aktienkurs stieg am Tag der Bekanntgabe um 0,8 Prozent.

Kontrollierte Öffnung statt wilder Westen

Doch Apple öffnet seinen „walled garden“ nur behutsam. Siri bleibt der Standard-Assistent und wird weiterhin durch das bekannte „Hey Siri“ aktiviert. Wer ChatGPT oder Google Gemini nutzen will, muss die jeweilige App in CarPlay manuell starten. Diese Taktik zeigt, wie Apple Balance hält: Mehr Innovation und Wahlfreiheit für den Nutzer, ohne die Kontrolle über Sicherheit und einheitliche Bedienung aufzugeben. Ein kompletter Austausch der System-Assistenz ist nicht vorgesehen.

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Strategisches Manöver im Tech-Krieg

Hinter der Entscheidung steckt klarer Wettbewerbsdruck. Konkurrenten wie Google bauen fortschrittliche KI direkt in Android Auto und Fahrzeuge ein. Auch Autohersteller entwickeln eigene Systeme. Mit der Öffnung macht Apple CarPlay attraktiver für Kunden und Hersteller zugleich. Zugleich treibt der Konzern seine eigene KI-Strategie voran – in einer Partnerschaft mit Google soll Gemini sogar Siri verbessern. Indem Apple nun auch fremde Spitzen-KIs einbindet, stärkt es sein gesamtes Ökosystem und rüstet es für die Zukunft.

Warum Apple nachgibt

Der Schritt ist ein klares Eingeständnis: Die Konkurrenz ist derzeit einfach besser. Große Sprachmodelle wie ChatGPT haben Maßstäbe gesetzt, die Siri nicht erfüllen kann. Statt den Markt den Rivalen zu überlassen, holt Apple die beliebten Dienste nun ins eigene Boot – allerdings zu seinen eigenen Bedingungen. Branchenbeobachter sehen darin einen pragmatischen Schachzug. Die größten Herausforderungen werden eine nahtlose Integration und die Akzeptanz bei Entwicklern sein.

Was kommt als Nächstes?

Die ersten KI-Integrationen sollen mit der nächsten iOS-Version starten. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum nannte Apple noch nicht. Die Neuerung ist Teil der laufenden Weiterentwicklung, zu der auch das angekündigte CarPlay Ultra mit tieferer Anbindung an Armaturenbrett und Klimaanlage gehört. Ob der neue, offenere Ansatz ein Erfolg wird, hängt nun von den Entwicklern und der Akzeptanz der Autofahrer ab. Fest steht: Die Wahlfreiheit könnte das Fahren intelligenter und persönlicher machen – und CarPlay unverzichtbarer denn je.