Apple Pay in Indien: Axis Bank startet als erster Kartenpartner

Der Bezahldienst ist in Indien verfügbar, unterstützt zum Start jedoch nur Karten der Axis Bank und weder UPI noch RuPay.

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Der Technologiekonzern Apple hat den offiziellen Start seines Bezahldienstes Apple Pay in Indien bekannt gegeben. Nutzer in dem südasiatischen Land können nun unterstützte Bankkarten in die Apple Wallet integrieren, um kontaktlose Zahlungen in Ladengeschäften sowie Transaktionen innerhalb von Apps und im Web durchzuführen. Der Markteintritt erfolgt rund zwölf Jahre nach dem ursprünglichen Start des Dienstes in den USA im Jahr 2014.

Kooperation mit der Axis Bank zum Marktstart

Zum Zeitpunkt der Einführung arbeitet Apple primär mit der Axis Bank zusammen, die als erstes indisches Institut den Dienst unterstützt. Kunden der Bank können ihre Kreditkarten der Netzwerke Visa und Mastercard für Apple Pay registrieren. Die Integration erfolgt wahlweise über die Mobile-Banking-App des Instituts oder direkt über die Apple Wallet.

Andere große indische Finanzhäuser wie die HDFC Bank, die ICICI Bank oder SBI Card sind zum Starttermin nicht vertreten. Berichten zufolge konnten mit der HDFC Bank und der ICICI Bank bislang keine abschließenden Vereinbarungen über die kommerziellen Bedingungen erzielt werden.

Apple plant jedoch, künftig weitere Kartenanbieter und Banken in den Dienst aufzunehmen. Derzeit ist Apple Pay in mehr als 90 Ländern und Regionen verfügbar und kooperiert weltweit mit über 11.000 Banken.

Technische Voraussetzungen und Sicherheitsmerkmale

Apple Pay ist in Indien für das iPhone, das iPad und die Apple Watch verfügbar, während eine Unterstützung für den Mac zu einem späteren Zeitpunkt folgen soll. Als Hardware-Voraussetzung nennt das Unternehmen mindestens ein iPhone XR oder neuere Modelle mit dem Betriebssystem iOS 18. Für die Apple Watch wird mindestens eine Series 6 mit watchOS 11 benötigt, die mit einem kompatiblen iPhone gekoppelt sein muss.

Die Sicherheit der Transaktionen wird laut Apple durch biometrische Verfahren wie Face ID oder Touch ID sowie den Gerätecode gewährleistet. Bei Zahlungen an der Kasse entfällt die Eingabe einer PIN oder eines Einmalpassworts (OTP). Das Unternehmen betont, dass Kartennummern weder auf den Endgeräten noch auf Apple-Servern gespeichert werden.

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Stattdessen kommt eine verschlüsselte Geräte-Kontonummer zum Einsatz, die im sogenannten Secure Element des Geräts hinterlegt ist. Den Händlern werden keine tatsächlichen Kartendaten mitgeteilt, und laut Apple werden keine Transaktionsdaten gespeichert, die einem spezifischen Nutzer zugeordnet werden können.

Marktumfeld und Wettbewerb in Indien

Der indische Zahlungsmarkt wird derzeit massiv vom Unified Payments Interface (UPI) geprägt, das Schätzungen zufolge 84 Prozent des digitalen Zahlungsvolumens ausmacht.

Im August 2026 verarbeitete UPI in Indien 24,51 Milliarden Transaktionen mit einem Gesamtwert von 29,82 Billionen indischen Rupien. Im selben Zeitraum verfügte die Axis Bank über einen Bestand von 16,3 Millionen Kreditkarten, während landesweit insgesamt 124 Millionen Kreditkarten im Umlauf waren.

Innerhalb des indischen Marktes dominieren derzeit die Anbieter PhonePe und Google Pay. Apple Pay tritt in einen Wettbewerb, in dem UPI und RuPay-Karten weit verbreitet sind, wobei Apple Pay zum Start weder UPI noch RuPay unterstützt. Die Akzeptanz des neuen Dienstes hängt zudem von der Kompatibilität der Händler-Terminals ab.

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Apple nennt bereits Millionen teilnehmende Partner, darunter die eigenen Apple Stores sowie Unternehmen wie Blinkit, Croma, Ixigo, Tata 1mg und Zomato. Auch der Zahlungsdienstleister PayU hat angekündigt, Apple Pay in sein Händlernetzwerk einzubinden.

Bezüglich der Gebührenstruktur gibt es Berichte, wonach Apple eine Provision von rund 20 Basispunkten (0,2 Prozent) pro Transaktion anstrebe. Dies geschieht vor dem Hintergrund neuer Regularien der National Payments Corporation of India (NPCI): Ab dem 15. Oktober 2026 soll für bestimmte UPI-Händlerzahlungen über 2.000 indischen Rupien eine Gebühr von 0,4 Prozent gelten, während kleinere Zahlungen unter dieser Grenze für geringe monatliche Umsätze gebührenfrei bleiben.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Pay Now Available in India With Axis Bank Cards“