Apple plant günstiges MacBook für den Massenmarkt

Apple will mit einem neuen, preiswerten MacBook für unter 800 Euro den Massenmarkt erobern. Das Gerät soll mit einem iPhone-Chip ausgestattet sein und KI-Funktionen für alle bringen.

Apple steht vor einer strategischen Kehrtwende: Ein neues, erschwingliches MacBook soll noch im Frühjahr 2026 auf den Markt kommen. Das Gerät könnte den Kampf um Schüler, Studierende und Sparfüchse im Laptop-Markt neu entfachen.

Kern der Strategie: iPhone-Chip im Laptop

Herzstück des als „MacBook SE“ gehandelten Modells soll nicht der übliche M-Chip, sondern der A18 Pro aus dem iPhone 16 Pro sein. Diese Entscheidung senkt die Kosten drastisch und nutzt die bewährte, effiziente ARM-Architektur. Sie ermöglicht zugleich fortschrittliche KI-Funktionen (Apple Intelligence) für alle.

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Um das aggressive Preisziel von mutmaßlich 599 bis 799 Euro zu erreichen, soll die Basisversion mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher ausgestattet sein. Das Display wird als 12,9-Zoll-LCD mit Standard-Aktualisierungsrate gehandelt – kompakt, leicht und auf Portabilität getrimmt.

Marktbeben: Angriff auf die Mittelklasse

Ein MacBook unter 800 Euro wäre ein Paukenschlag. Bisher überließ Apple das preissensitive Segment Chromebooks und Windows-Laptops. Mit dem neuen Modell greift der Konzern diese Domäne direkt an und bringt macOS sowie das Apple-Ökosystem zu einem Bruchteil des Preises in die Klassenzimmer und Wohnzimmer.

Analysten sehen darin keine Nischenstrategie, sondern einen Großangriff. Die erwarteten 5,5 bis 7,9 Millionen verkauften Einheiten pro Jahr könnten bis zu 30 Prozent aller MacBook-Verkäufe ausmachen. Der Druck auf die Konkurrenz, vor allem im Bildungssektor, würde massiv steigen.

Kompromisse bei Features, Apple-Design bleibt

Für den niedrigen Preis sind Abstriche unvermeidlich. Statt High-Speed-Thunderbolt-Ports sollen wohl standardmäßige USB-C-Anschlüsse verbaut werden, was die Datenübertragung und die Unterstützung externer Monitore limitiert.

Das Design wird jedoch voraussichtlich dem typischen Apple-Stil folgen: schlank, leicht und hochwertig. Durch die Nutzung vorhandener Komponenten und das effiziente Supply-Chain-Management scheint Apple trotz schwankender Speicherpreise auf eine reibungslose Massenproduktion zu setzen.

Start im Frühjahr 2026 erwartet

Noch hat Apple nichts offiziell bestätigt. Doch die Häufung der Gerüchte deutet auf einen Start im Frühjahr 2026 hin – perfekt timing für die Einschulungs- und Uni-Zeit.

Die Einführung eines echten Einsteiger-MacBooks wäre eine der bedeutendsten strategischen Weichenstellungen des Konzerns seit Jahren. Sie zeigt: Apple ist bereit, auch im Preis zu kämpfen, um seinen Marktanteil auszubauen. Für Verbraucher rückt das begehrte MacBook-Erlebnis damit in greifbare Nähe.