Apple plant iMac-Displays: LCD und OLED könnten ab 2029 parallel starten

Apple sondiert LCD-Panels für künftige iMacs; technische und wirtschaftliche Hürden verzögern den möglichen OLED-Einstieg bis 2029 oder 2030.

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Der US-Technologiekonzern Apple setzt bei seinen All-in-One-Computern vorerst weiterhin auf Flüssigkristallanzeigen. Wie aus einem südkoreanischen Bericht vom 21. Oktober 2026 hervorgeht, hat Apple bei dem chinesischen Displayhersteller BOE sowie weiteren Produzenten technische Informationsanfragen für ein LCD-Panel künftiger iMac-Modelle eingereicht. Ein grundlegender Technologiewechsel des Desktop-Rechners hin zu organischen Leuchtdioden zeichnet sich demnach erst für die Jahre 2029 oder 2030 ab.

Mehrjährige Entwicklungszyklen deuten auf parallele Produktstrategie

Solche technischen Anfragen gehen einer Produkteinführung in der Regel um etwa drei Jahre voraus. Branchenbeobachter schließen daraus, dass eine Massenproduktion der neuen LCD-Komponenten für etwa 2029 anvisiert wird. Damit fällt der potenzielle Verkaufsstart eines überarbeiteten LCD-Modells in denselben Zeitraum, für den auch die ersten iMacs mit OLED-Bildschirm prognostiziert werden.

Ein Branchenvertreter hält es vor diesem Hintergrund für denkbar, dass Apple um 2029 oder 2030 sowohl ein neues LCD-Modell als auch eine OLED-Variante parallel im Handel platzieren könnte.

Die Vorbereitungen im Bildschirmbereich beschränken sich nicht allein auf den All-in-One-Rechner. Parallel zu den Anfragen für den iMac hat Apple laut Bericht auch eine LCD-Informationsanfrage für das Studio Display an LG Display übermittelt.

Hohe Hürden bei Fertigung und Marktumfeld

Für die künftigen OLED-Ausführungen des iMac gilt Samsung Display als zentraler Partner, der entsprechende Panels auf Basis von QD-OLED vorbereitet. Bei diesem Konzept setzt der Zulieferer auf einen 5-Schicht-Aufbau mit Top-Emitter. Ein Konkurrenzvorhaben von LG Display, das eine W-OLED-Struktur mit 4-Schicht-Aufbau und Bottom-Emitter vorsah, kam hingegen nicht zustande.

Allerdings verlangt Apple von seinen Zulieferern hohe Spezifikationen, die die Fertigung vor technische Hürden stellen. Laut Berichten fordert das Unternehmen für den OLED-iMac eine Pixeldichte von 220 ppi auf Basis der QD-OLED-Technik. Das derzeit erreichbare Maximum in diesem Segment liegt demgegenüber bei 160 ppi.

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Zusätzlich bremsen wirtschaftliche Faktoren die Umstellung. Neben den reinen Fertigungskosten dämpft der Umstand das Vorhaben, dass der Absatz des OLED-iPad Pro seit drei Jahren in Folge schwach ausfällt.

Zugleich belasten stark gestiegene Preise für Speicherchips die Gesamtkalkulation; Marktbeobachter gehen davon aus, dass diese Preise 2027 weiter zulegen werden. Zudem gilt laut Bericht auch eine zurückhaltende Haltung von CEO John Ternus als ein maßgeblicher Grund für das zögerliche Vorgehen beim iMac.

Langfristige Verschiebung des Bildschirmmarkts

Ungeachtet der Verzögerungen beim Desktop-Rechner zeichnet sich im Apple-Ökosystem ein allmählicher Wandel der Display-Architektur ab. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Trendforce plant Apple mittelfristig, OLED-Bildschirme in künftigen Reihen des MacBook Pro, iPad Pro sowie im iMac mit einer Farbraumabdeckung von 95 Prozent nach dem BT.2020-Standard auszustatten, während derzeit der DCI-P3-Farbraum genutzt wird.

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Nach Erhebungen von UBI Research steigt der Anteil von Computern und Tablets an Apples gesamter OLED-Panel-Nachfrage von 4,1 Prozent im Jahr 2026 auf 12,5 Prozent im Jahr 2030. Für das allgemeine Notebook-Segment prognostiziert Counterpoint einen deutlichen Schub für die organischen Displays: Die Auslieferungen von Notebook-OLED-Panels sollen 2026 um 50 Prozent und 2027 um 24 Prozent wachsen.

Dagegen brechen miniLED-Panels für tragbare Computer massiv ein; nach einem Minus von 38 Prozent im Jahr 2026 folgt 2027 ein Rückgang um 60 Prozent auf nur noch 24,8 Prozent des Niveaus von 2025. Für die gesamten Notebook-Display-Auslieferungen wird für 2026 ein leichtes Minus von 3 Prozent erwartet.