Apple plant KI-Anstecker als nächste Hardware-Revolution

Apple entwickelt einen kompakten KI-Anstecker mit Kameras und Mikrofonen, der als unsichtbarer Assistent am Körper getragen werden soll. Die Markteinführung ist für 2027 geplant.

Apple treibt die Entwicklung eines bildschirmlosen KI-Pins voran – ein Wearable, das künstliche Intelligenz direkt an die Kleidung bringt. Das Gerät soll mit Sensoren die Umgebung erfassen und eine neue Ära des „Ambient Computing“ einläuten.

Vom Vision Pro zum unsichtbaren Assistenten

Hinter den Kulissen arbeitet Apple offenbar an seiner nächsten großen Hardware-Innovation. Nach der Mixed-Reality-Brille Vision Pro soll ein kompakter KI-Anstecker folgen. Das berichten mehrere Quellen aus der Lieferkette. Das kreisrunde Gerät in der Größe eines AirTags, aber dicker, würde komplett ohne Display auskommen. Die Interaktion soll über Sprache, Audio und haptisches Feedback erfolgen.

Die Entwicklung signalisiert einen strategischen Schwenk: Apple will KI tiefer in sein Ökosystem integrieren und im aufkeimenden Markt für unaufdringliche Computertechnik mitspielen. Noch hat der Konzern das Projekt nicht bestätigt. Doch die Pläne zeigen, wie der iPhone-Hersteller seine Hardware-Stärke mit wachsenden KI-Ambitionen verbinden will.

Sensoren als Augen und Ohren für Siri

Der Pin soll zum vielsinnigen Werkzeug für eine hoch entwickelte KI werden. Laut Spezifikationsleaks plant Apple zwei Kameras – eine Standard- und eine Weitwinkel-Linse – für Fotos und Videos der Umgebung. Drei Mikrofone sollen Sprachbefehle präzise erfassen, ein kleiner Lautsprecher Antworten geben. Eine physische Seitentaste könnte für Schnellfunktionen dienen, die Stromversorgung per Magnethalterung wie bei der Apple Watch erfolgen.

Anzeige

Seit 1. August 2024 gelten in der EU neue Regeln für KI‑Systeme – viele Hersteller und Entwickler stehen vor komplexen Pflichten und riskieren Bußgelder bei Nicht‑Beachtung. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt in kompakter Form Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung, erforderliche Dokumentation und Übergangsfristen. Praxisnah und ohne juristisches Kauderwelsch, ideal für Produktverantwortliche von KI‑Hardware und -Services. Gratis‑Leitfaden zur KI‑Verordnung herunterladen

Im Kern des Geräts arbeitet eine deutlich verbesserte Version von Siri, möglicherweise gestützt durch Next-Generation-Chatbot-Architekturen. Apples Partnerschaft mit Google legt nahe, dass leistungsstarke Large Language Models zum Einsatz kommen könnten, etwa eine angepasste Version von Gemini für komplexe Server-Aufgaben. Der Pin würde so zum primären Datensammler für „Apple Intelligence“, der die reale Welt in Echtzeit versteht.

Wettlauf um die KI am Körper

Apples Vorstoß erfolgt in einem umkämpften Markt – und nach einem spektakulären Flop. Der Humane AI Pin, entwickelt von Ex-Apple-Mitarbeitern, scheiterte vor kurzem an mangelnder Funktionalität und wurde eingestellt. Doch die Konkurrenz schläft nicht: OpenAI arbeitet mit Apple-Design-Legende Jony Ive an eigener KI-Hardware. Auch Meta und Amazon entwickeln KI-infizierte Wearables.

Apple zielt Berichten zufolge auf eine Markteinführung 2027 ab. Die geplante Anfangsproduktion von rund 20 Millionen Stücken zeigt großes Vertrauen in das Produkt. Entscheidend wird sein, ob Apple das Gerät als eigenständiges Produkt oder als Zubehör für iPhone und AirPods vermarktet. Sein Erfolg hängt davon ab, ob es eine reibungslosere Erfahrung bietet als bisherige Versuche – und das immense Apple-Ökosystem optimal nutzt.

Die Herausforderungen: Akku, Privatsphäre, Akzeptanz

Technisch muss Apple mehrere Hürden nehmen. Die Akku-Laufzeit bei ständiger Sensor-Nutzung ist eine große Frage. Auch die Verarbeitung von Daten direkt auf dem Gerät stellt hohe Anforderungen. Noch kritischer sind mögliche Datenschutz-Bedenken. Ein stets eingeschaltetes Gerät mit Kameras und Mikrofonen wirft Fragen zur Privatsphäre auf, die Apple überzeugend beantworten muss.

Dennoch zeigt das Projekt eine klare Vision: die Ablösung des Smartphones als zentrale Schnittstelle. Der KI-Pin könnte völlig neue Anwendungen ermöglichen – von Echtzeit-Übersetzungen und Objekterkennung bis zu kontextbezogenen Informationen aus der Umgebung. Ob sich diese Vision durchsetzt, bleibt offen. Das Projekt befindet sich in früher Entwicklung und könnte noch geändert oder gestrichen werden. Doch klar ist: Der Kampf um die KI am Körper hat begonnen.

Anzeige

PS: Wenn Sie über den Apple‑KI‑Pin und seine Sensorik lesen, sollten Sie auch die regulatorischen Folgen bedenken. Unser kostenloses E‑Book zur EU‑KI‑Verordnung zeigt konkret, welche Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und Kennzeichnung von KI‑Geräten gelten und wie Sie Ihr Produkt rechtskonform dokumentieren. Mit klaren To‑dos und Fristen, die gerade Hersteller von Wearables betreffen. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI‑Verordnung sichern