Apple plant Touchscreen-MacBook Pro und faltbaren Laptop

Apple entwickelt ein MacBook Pro mit Touchscreen und OLED-Display sowie einen faltbaren Laptop. Diese neuen Geräte könnten die Grenzen zwischen Mac und iPad verwischen und den Markt verändern.

Apple bereitet mit einem Touchscreen-MacBook Pro und einem faltbaren Laptop die größte Mac-Revolution seit Jahren vor. Nach der Einführung des M5-MacBook Air Anfang März 2026 verlagert sich der Fokus des Konzerns nun auf zwei bahnbrechende Hardware-Projekte, die die jahrzehntealte Trennung zwischen Mac und iPad aufweichen. Branchenberichten zufolge könnte das Touch-Modell noch 2026 oder Anfang 2027 kommen, das faltbare Gerät folgt später.

Touchscreen-MacBook Pro: Das Ende eines Dogmas

Jahrelang lehnte Apple Touchscreens bei Macs strikt ab. Jetzt vollzieht der Konzern eine Kehrtwende. Laut dem bekannten Bloomberg-Journalisten Mark Gurman entwickelt Apple aktuell 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook Pro-Modelle mit voller Touch-Unterstützung.

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Die Geräte sollen erstmals OLED-Displays erhalten. Diese bieten tiefere Schwarztöne, höheren Kontrast und lebendigere Farben als die aktuellen Mini-LED-Panels. Zudem plant Apple, den aktuellen Display-Notch durch eine Mac-Version des „Dynamic Island“ zu ersetzen. Diese interaktive Aussparung um die Frontkamera könnte Systembenachrichtigungen, Mediensteuerung und Hintergrundprozesse anzeigen. Zusammen mit der Touch-Funktionalität würde dies das macOS-Interface deutlich interaktiver machen.

M6-Chip und schlankeres Design

Die Umstellung auf Touch und OLED erfordert Rechenpower. Analysten erwarten, dass die ersten Touchscreen-MacBook Pros vom nächsten M6-Apple-Silicon angetrieben werden. Der Chip soll die Performance für dynamische Interface-Elemente und hochfrequente OLED-Panels bei gleichbleibender Akkulaufzeit sicherstellen.

Unter den Codenamen K114 und K116 entwickelt, könnten die neuen Modelle ein schlankeres Gehäuse erhalten. Die dünneren OLED-Panels machen dies möglich, ohne zu den problematischen Ultraflach-Designs der Vergangenheit zurückzukehren. Die Displays sollen gängige Multi-Touch-Gesten wie Zoomen und Scrollen unterstützen – und so die Bedienung der iPad- und iPhone-Welt annähern.

Der faltbare Mac: Eine 20-Zoll-Hybrid-Vision

Noch ambitionierter ist Apples Plan für einen faltbaren Laptop. Branchenkenner wie Ming-Chi Kuo berichten von einem Gerät mit einem Display zwischen 18,8 und 20,3 Zoll. Im Gegensatz zu stockenden Falt-Handy-Projekten hat dieses MacBook-Vorhaben intern offenbar Priorität und einen klaren Entwicklungsplan.

Der Zeitrahmen hat sich jedoch verschoben. Die Massenproduktion wurde von ursprünglich erhofften 2026 auf Ende 2027 oder 2028 verschoben. Grund sind komplexe technische Hürden, insbesondere bei der Mechanik des Scharniers und der Beseitigung der sichtbaren Falte im Display. Ausgeklappt soll das Gerät als riesiges Tablet dienen, zusammengeklappt als Laptop mit virtueller oder angesteckter Tastatur. Es würde eine völlig neue Hybrid-Kategorie für Apple-Profis schaffen.

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Marktimplikationen: Druck auf die PC-Konkurrenz

Apples Einstieg in die Touchscreen- und Falt-Laptop-Sparte hat erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Markt. Windows-Hersteller setzen seit Jahren auf 2-in-1- und Touch-Geräte, während Apple Mac und iPad trennte. Diese strategische Wende validiert die Touchscreen-Laptop-Kategorie und zwingt die Konkurrenz, ihre Innovationen zu beschleunigen.

Für kreative Profis und Unternehmen könnte ein Touch-MacBook Pro einen riesigen Upgrade-Zyklus auslösen. Die direkte Interaktion mit Apps für Grafikdesign, Videobearbeitung oder Musikproduktion würde Arbeitsabläufe grundlegend verändern. Zwar will Apple macOS und iPadOS nicht verschmelzen, doch die Hardware-Konvergenz deutet auf eine stärkere Annäherung der Software-Erlebnisse hin. Entwickler müssten ihre macOS-Apps mit größeren Touch-Zielen und intuitiveren Gestensteuerungen nachrüsten.

Ausblick: Die transformative Ära des Mac

Die Branche wird 2026 genau auf Apples Lieferkette achten – insbesondere auf die Massenproduktion von OLED-Panels und Touch-Sensoren. Der Start des Touchscreen-MacBook Pro Ende 2026 oder Anfang 2027 wird zum Lackmustest für Apples Fähigkeit, mobile und Desktop-Paradigmen nahtlos zu vereinen. Die Arbeit am faltbaren Mac unterstreicht derweil den langfristigen Innovationswillen des Konzerns bei neuen Formfaktoren.

Gelingt es Apple, die technischen Herausforderungen bei faltbaren Displays und dynamischen Touch-Oberflächen zu meistern, dürften die kommenden Jahre als die transformativste Ära für den Mac seit der Umstellung auf eigene Silizium-Chips in die Geschichte eingehen.