Im juristischen Auseinandersetzung zwischen OpenAI und Apple hat das KI-Unternehmen am 26. August 2026 gemeinsam mit weiteren Mitbeklagten eine Erwiderung beim U.S. District Court for the Northern District of California eingereicht.
Darin fordern OpenAI sowie die Unternehmen io Products und die Einzelpersonen Chang Liu und Tang Yew Tan das Gericht auf, die von Apple erhobene Klage wegen des mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen endgültig abzuweisen.
Verteidigung sieht keine Belege für Geschäftsgeheimnisse
In dem am 26. August 2026 eingereichten Dokument argumentieren OpenAI und die Mitbeklagten, dass Apple in seiner Klageschrift keine konkreten Geschäftsgeheimnisse benannt habe. Zudem fehle es an einem Nachweis für einen tatsächlich entstandenen Schaden.
Aus diesem Grund beantragen die Beklagten eine Abweisung mit Präjudiz. Dieser juristische Schritt würde bei Erfolg bedeuten, dass Apple in der betreffenden Angelegenheit keine erneute Klage gegen die Parteien einreichen könnte.
Der Konflikt hatte im Juli 2026 begonnen, als Apple OpenAI und die weiteren Beteiligten wegen des angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen im Bereich Hardware verklagte. Der iPhone-Hersteller wirft den Beklagten vor, sensible Informationen unrechtmäßig erlangt und genutzt zu haben.
Vorwürfe gegen ehemalige Mitarbeiter im Fokus
Ein zentraler Aspekt der Klage betrifft zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter. Chang Liu, der im Januar 2026 zu OpenAI wechselte, wird von seinem ehemaligen Arbeitgeber beschuldigt, nach seinem Ausscheiden über Authentifizierungsfehler auf das Netzwerk von Apple zugegriffen zu haben. Dabei soll er Dateien heruntergeladen haben. Tang Tan wiederum wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit Codenamen verwendet und spezifische Komponenten angefordert zu haben.
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Apple reagierte Ende August 2026 auf die Bestrebungen von OpenAI zur Abweisung der Klage mit einer 32-seitigen Stellungnahme. Darin lehnte der Konzern den Antrag ab und warf OpenAI vor, Geschäftsgeheimnisse wiederholt missbräuchlich verwendet zu haben. In diesem Zusammenhang forderte Apple eine einstweilige Verfügung sowie eine beschleunigte Beweisaufnahme, um den Sachverhalt zeitnah zu klären.
Hintergrund und weiteres Verfahren
Die personelle Überschneidung zwischen den beiden Technologiekonzernen ist erheblich. Branchenberichten zufolge sind mittlerweile über 400 ehemalige Mitarbeiter von Apple bei OpenAI beschäftigt. Dieser personelle Transfer bildet den Hintergrund für die Vorwürfe des Technologiediebstahls, insbesondere in der Hardware-Entwicklung.
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Das Verfahren wird vor dem U.S. District Court for the Northern District of California geführt. Eine Anhörung zum Antrag auf Abweisung der Klage ist für den 1. Oktober 2026 angesetzt. Die Leitung der Sitzung wird Richter Edward J. Davila übernehmen. In diesem Termin wird darüber entschieden, ob die Klage von Apple Bestand hat oder ob den Argumenten von OpenAI gefolgt wird, was ein vorzeitiges Ende des Verfahrens bedeuten könnte.

