Apple-Quartal: 109,4 Milliarden Dollar Rekord, Mac wächst 29%

Apple meldet Rekordumsatz im Juni-Quartal, kündigt aber einen Wechsel an der Spitze an. Die Aktie fällt nach verhaltenem Ausblick.

Der Technologiekonzern Apple hat am 30. Juli 2026 die Finanzergebnisse für sein drittes Geschäftsquartal vorgelegt, das am 27. Juni 2026 endete. Das Unternehmen verzeichnete mit einem Umsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar ein neues Rekordniveau für diesen Zeitraum, was einer Steigerung von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Flankiert wurden die Zahlen von der Ankündigung eines Führungswechsels: Tim Cook wird zum 1. September 2026 als CEO zurücktreten und die Rolle des Executive Chairman übernehmen. Als sein Nachfolger wurde John Ternus benannt.

Starke Hardware-Verkäufe treiben das Wachstum

Das Wachstum im abgelaufenen Quartal wurde maßgeblich durch die Kernsegmente iPhone und Mac getragen. Der Umsatz mit iPhones stieg um 22 Prozent auf 54,3 Milliarden US-Dollar. Die Mac-Sparte verzeichnete ein Plus von 29 Prozent und erreichte einen Umsatz von 10,4 Milliarden US-Dollar, was laut Unternehmensangaben ein Allzeithoch darstellt. Getrieben wurde diese Entwicklung unter anderem durch die neuen Modelle MacBook Neo und Pro.

Im Bereich der Dienstleistungen (Services) erzielte Apple einen Umsatz von 30,7 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 12 Prozent entspricht. Damit blieb das Segment jedoch leicht hinter den Erwartungen zurück, die bei 31,2 Milliarden US-Dollar gelegen hatten. Während die Sparte Wearables um 6,5 Prozent auf 7,9 Milliarden US-Dollar wuchs, musste der Bereich iPad einen Umsatzrückgang hinnehmen. Hier sanken die Erlöse um 5,9 Prozent auf 6,2 Milliarden US-Dollar.

Regionale Entwicklungen und Kostenstrukturen

Apple-Chef Tim Cook bezeichnete das abgelaufene Quartal als das stärkste Juni-Quartal in der Unternehmensgeschichte. Rekordumsätze wurden in nahezu allen geografischen Regionen erzielt, darunter die USA, Westeuropa, Lateinamerika, Indien, China und Japan.

In China stieg der Umsatz um 22,4 Prozent auf 18,82 Milliarden US-Dollar, verfehlte damit jedoch die Analystenprognosen von 19,5 Milliarden US-Dollar. In Indien meldete Apple zwar einen Rekordumsatz für das Juni-Quartal, verzeichnete jedoch bei den iPhone-Verkäufen einen Rückgang von 3 Prozent im Jahresvergleich – der erste Rückgang in diesem Markt seit vier Jahren. Dieser wurde jedoch durch das starke Wachstum bei Mac-Modellen kompensiert.

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Die Bruttomarge lag bei 50,1 Prozent, wobei zwei Prozentpunkte auf Zollrückerstattungen zurückzuführen waren. Der Nettogewinn belief sich auf 29,8 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn pro Aktie (EPS) 2,02 US-Dollar erreichte. In diesem Wert sind 0,11 US-Dollar aus den genannten Zollrückerstattungen enthalten.

Investitionen in KI und steigende Komponentenpreise

Im Rahmen der Bilanzkonferenz, die Tim Cooks letztes Gespräch dieser Art als CEO markierte, stellte das Unternehmen zudem Neuerungen im Bereich Siri AI vor. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen deutlich um 32 Prozent auf 11,7 Milliarden US-Dollar.

Gleichzeitig sieht sich der Konzern mit steigenden Kosten konfrontiert. Insbesondere höhere Preise für Speicherchips belasteten die Bilanz. Als Reaktion darauf hatte Apple bereits im Juni die Preise für Macs und iPads angehoben; so stieg der Preis für das MacBook Neo von 599 auf 699 US-Dollar. Branchenanalysten rechnen damit, dass künftige Hardware-Generationen wie das iPhone 18 aufgrund der Kostensituation um bis zu 200 US-Dollar teurer werden könnten.

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Verhaltene Prognose belastet den Aktienkurs

Trotz der Rekordzahlen reagierten die Anleger zurückhaltend. Apple gab für das vierte Geschäftsquartal einen Ausblick auf ein Umsatzwachstum zwischen 9 und 11 Prozent. Dies lag unter der Markterwartung, die bei einem Plus von 12 Prozent angesiedelt war. In der Folge gab die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel um 7,8 Prozent nach.

Die finanzielle Substanz des Unternehmens bleibt indes stabil. Der operative Cashflow für die vergangenen neun Monate wurde mit 117 Milliarden US-Dollar angegeben. Apple gab zudem bekannt, im Berichtszeitraum Aktien im Wert von 62,1 Milliarden US-Dollar zurückgekauft zu haben. Die Bilanzsumme des Konzerns liegt aktuell bei 383,3 Milliarden US-Dollar. Eine Dividende von 0,27 US-Dollar pro Aktie soll am 13. August 2026 an die Aktionäre ausgeschüttet werden.