Apple rüstet Siri mit KI auf: Neue Beta noch vor dem Sommer

Apple plant eine umfassende Siri-Erneuerung mit generativer KI. Die Beta erscheint vor der WWDC am 8. Juni.

Apple bereitet eine grundlegende Neuerung seines Sprachassistenten vor. Die KI-gestützte Siri-Beta soll noch vor der Entwicklerkonferenz WWDC starten.

Der Wettlauf um die smartesten Assistenten auf dem Smartphone-Markt verschärft sich. Apple plant einem Bericht zufolge eine tiefgreifende Erneuerung von Siri – mit generativer Künstlicher Intelligenz. Die Beta-Version soll noch vor der WWDC am 8. Juni erscheinen. Damit reagiert der iPhone-Konzern auf die jüngsten Offensiven von Google und Samsung, die ihre Geräte mit immer leistungsfähigeren KI-Agenten ausstatten.

Siri wird zum Chatbot: Neues Design und mehr Privatsphäre

Die überarbeitete Siri-Version erhält eine komplett neue Chat-Oberfläche. Statt kurzer Sprachkommandos soll die Interaktion künftig wie ein natürliches Gespräch ablaufen. Ein zentrales Versprechen bleibt der Datenschutz: Chat-Verläufe werden nach aktuellen Plänen automatisch nach 30 Tagen gelöscht.

Die offizielle Vorstellung von iOS 27 ist für die WWDC Anfang Juni geplant. Dort dürfte Apple zeigen, wie die neue Siri mit der Hardware aktueller iPhone-Modelle zusammenarbeitet. Die Herausforderung: Generative KI benötigt immense Rechenleistung – Apple setzt traditionell auf Berechnungen direkt auf dem Gerät, nicht in der Cloud.

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iOS 26.5: Verschlüsselung für alle und smartere Akkus

Bereits am 11. Mai hat Apple das Update auf iOS 26.5 ausgerollt – und es hat es in sich. Mit 8,73 GB Speicherbedarf bringt es gleich mehrere Neuerungen:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android. Möglich macht das das MLS-Protokoll. Deutsche Anbieter wie Telekom, O2 und 1&1 unterstützen die Funktion bereits.
  • Intelligentes Laden: Nutzer können jetzt ein Ladelimit von 85 oder 90 Prozent festlegen – ein Plus für die Akku-Lebensdauer. Dazu gibt es eine Vorhersage der Ladezeit.
  • Mehr Freiheit bei Wearables: Fitnessuhren von Garmin oder Samsung lassen sich nun per Nahbereichskopplung mit dem iPhone verbinden.

Sicherheitstechnisch ist das Update ein Pflichttermin: 61 Sicherheitslücken wurden geschlossen, darunter 52 kritische. Eine davon trägt die Kennung CVE-2026-28950. Zudem können Nutzer jetzt ihren Standort nur noch auf Stadtteil-Ebene teilen, statt präzise Koordinaten preiszugeben.

Doch nicht alles läuft rund: Einige Nutzer berichten nach der Installation von Verbindungsabbrüchen, App-Abstürzen und Leistungseinbußen. Als Übergangslösung empfehlen Fachleute, den Flugmodus zu aktivieren, einen Neustart zu erzwingen oder die Netzwerkeinstellungen zurückzusetzen. Ein Stabilitäts-Update wird erwartet.

Google und Samsung geben Vollgas

Der Druck auf Apple wächst. Auf der Google I/O, die am 19. Mai begann, dreht sich alles um „Gemini Intelligence“ in Android 17. Der KI-Agent kann Termine buchen, Bestellungen aufgeben oder aus Screenshots einen Einkaufswagen erstellen.

Die Kehrseite: Die Hardware-Anforderungen sind enorm. Smartphones brauchen mindestens 12 GB RAM, einen Flaggschiff-Prozessor und spezielle AICore-Unterstützung. Das Pixel 10 und das Samsung Galaxy S26 werden diese Hürde nehmen – viele aktuelle Top-Modelle aber nicht.

Samsung fährt derweil eine Zweigleis-Strategie. Seit Mai rollt der Konzern das stabile One UI 8.5 (basierend auf Android 16) für das Galaxy A56 und andere Mittelklasse-Geräte aus – mit ausgewählten KI-Funktionen der Premium-Reihe. Parallel läuft in Deutschland, den USA und Südkorea die Beta von One UI 9.0 (Android 17).

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Versteckte Perlen: Diese Funktionen kennen nur wenige

Abseits der großen KI-Schlagzeilen haben beide Betriebssysteme praktische Details zu bieten:

  • Aktions-Button und „Back Tap“: Der programmierbare Button am iPhone 15 Pro und 16 lässt sich für komplexe Kurzbefehle nutzen. Die „Rückseiten-Tippen“-Geste in den Bedienungshilfen startet auf Zuruf Systemfunktionen.
  • WhatsApp testet „Nach dem Lesen“: In der iOS-Beta 26.19.10.72 können Nachrichten mit einem Countdown von fünf Minuten, einer Stunde oder zwölf Stunden versehen werden – die Uhr läuft erst nach dem Öffnen.
  • Standort aus Fotos entfernen: Neue Optionen im Teilen-Menü erlauben es, Metadaten vor dem Versand zu löschen.

Google bringt mit „Rambler“ eine Technologie zur Sprachbereinigung und mit „Pause Point“ eine Wohlfühl-Funktion: Wer eine Social-Media-App öffnet, sieht zunächst zehn Sekunden einen leeren Bildschirm – als Bremse gegen suchtartiges Scrollen.

Ausblick: Was bringt der Sommer?

Der 8. Juni wird zum Schicksalstag für Apples KI-Strategie. Auf der WWDC muss der Konzern zeigen, wie iOS 27 mit den iPhones 15 und 16 harmoniert – und ob die versprochene KI-Power ohne Leistungseinbußen funktioniert.

Die Definition des Smartphones wandelt sich rasant: Vom Kommunikationsgerät zum proaktiven digitalen Begleiter. Ob Apple, Google oder Samsung die Nase vorn haben, wird sich daran entscheiden, ob sie KI-Features liefern, ohne Stabilität und Privatsphäre zu opfern.