Apple schließt iOS 26.5 ab – und zahlt 250 Millionen Euro Vergleich

Apple einigt sich auf 230 Millionen Euro Vergleich wegen irreführender KI-Werbung, während iOS 26.5 in die finale Testphase geht.

5 in die finale Testphase geht, belastet ein Millionen-Vergleich die KI-Strategie des Konzerns.**

Der iPhone-Hersteller hat am 4. Mai die sogenannte Release-Candidate-Version von iOS 26.5 an Entwickler und Tester verteilt. Damit steht die finale öffentliche Version kurz bevor. Doch die Vorfreude auf neue Funktionen wird überschattet von einem Rechtsstreit: Einen Tag später einigte sich Apple auf einen 250 Millionen Dollar schweren Vergleich – umgerechnet rund 230 Millionen Euro. Geklagt hatten US-Verbraucher wegen irreführender Werbung für die KI-Funktionen „Apple Intelligence“ und Siri.

Anzeige

Nach dem Update ist vor der Einstellung – Apple-Experte Detlef Meyer zeigt Ihnen in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie iOS-Updates sicher installieren und Ihre Privatsphäre effektiv schützen. Kostenlosen Update-Ratgeber jetzt herunterladen

Verschlüsselte Nachrichten für alle

Das Herzstück von iOS 26.5 ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten – also für den Austausch zwischen iPhone und Android-Geräten. Apple setzt dabei auf das MLS-Protokoll (Message Layer Security). Verschlüsselte Chats erkennt der Nutzer künftig an einem Schloss-Symbol und dem Label „Verschlüsselt“ in der Nachrichten-App.

Die Funktion wird schrittweise über die Mobilfunkanbieter ausgerollt. Android-Nutzer benötigen die jeweils aktuelle Version ihrer Messaging-App. Die Einstellungen lassen sich im Bereich „Nachrichten“ der Systemeinstellungen verwalten. Apple reagiert damit auf den wachsenden Druck, die Sicherheit und Kompatibilität seines Ökosystems zu verbessern.

Darüber hinaus bringt das Update ein neues „Pride Luminance“-Hintergrundbild und eine Funktion namens „Vorgeschlagene Orte“ in Apple Maps. Branchenbeobachter sehen darin einen Vorboten für ein neues Werbemodell: Hinweise im System deuten darauf hin, dass Apple noch in diesem Sommer Werbeanzeigen in der Karten-App für die USA und Kanada einführen könnte.

Für Nutzer in der EU erfüllt das Update die Vorgaben des Digital Markets Act (DMA). Neu sind „Proximity Pairing“ und „Notification Forwarding“ für Drittanbieter-Wearables. Damit können Nicht-Apple-Geräte erstmals auf Funktionen wie Live Activities zugreifen, die bisher dem hauseigenen Ökosystem vorbehalten waren.

230 Millionen Euro für gescheiterte KI-Versprechen

Während die Ingenieure an iOS 26.5 feilten, zogen Apples Juristen einen Schlussstrich unter einen unangenehmen Rechtsstreit. Die Sammelklage warf dem Konzern vor, mit KI-gestützten Siri-Funktionen geworben zu haben, die es zum Zeitpunkt der Kampagne gar nicht gab.

Der Vergleich betrifft US-Bürger, die zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 ein iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max oder ein beliebiges iPhone-16-Modell kauften. Die Kläger argumentierten, dass Apples Werbematerial – darunter eine prominente Kampagne mit Schauspielerin Bella Ramsey – den Eindruck erweckt habe, die KI-Funktionen seien sofort verfügbar. Bereits zuvor hatte die US-Werbeaufsicht NAD Apple empfohlen, Behauptungen wie „jetzt verfügbar“ zu unterlassen.

Betroffene Käufer können mit 25 bis 95 Dollar pro Gerät rechnen – abhängig von der Gesamtzahl der Anträge. Der Vergleich deckt schätzungsweise 36 Millionen Geräte ab. Apple räumt mit der Zahlung kein Fehlverhalten ein. Ein Gerichtstermin zur endgültigen Genehmigung ist für den 17. Juni 2026 angesetzt.

Der Fall offenbart die KI-Lücke, die Apples Softwarestrategie seit über einem Jahr prägt. Interne Verzögerungen, die Apple erstmals im März 2025 öffentlich einräumte, haben die Auslieferung zentraler „Apple Intelligence“-Komponenten in den nächsten iOS-27-Zyklus verschoben.

WWDC 2026: Apple setzt auf KI-Flexibilität

Während iOS 26.5 auf Stabilität und Nachrichten setzt, richtet sich der Blick der Branche bereits auf die Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026. Berichten zufolge plant Apple einen grundlegenden Kurswechsel in seiner KI-Philosophie für iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27.

Interne Tests deuten auf eine Funktion namens „Extensions“ hin. Sie würde es Nutzern erlauben, ihr bevorzugtes KI-Modell von Drittanbietern für verschiedene Systemaufgaben auszuwählen. Bisher arbeitet Apple exklusiv mit OpenAI für die ChatGPT-Integration zusammen. Künftig könnten Nutzer auch auf Modelle von Google (Gemini) oder Anthropic (Claude) zurückgreifen.

Anzeige

Während Apple noch an seinen KI-Lösungen feilt, können Sie ChatGPT schon heute effektiv zur Reiseplanung oder Organisation einsetzen. Dieser kostenlose PDF-Report liefert Ihnen fertige Prompts und Anleitungen für den digitalen Alltag. ChatGPT-Ratgeber kostenlos sichern

Dieser modulare Ansatz erlaubt die Wahl verschiedener KI-Modelle für unterschiedliche Aufgaben – etwa Textgenerierung oder Bildbearbeitung. Siri könnte sogar verschiedene Sprachprofile annehmen, je nachdem, welches KI-Modell gerade aktiv ist. Die Strategie wirkt wie eine direkte Antwort auf die Verzögerungen und Kritik am ursprünglichen „Apple Intelligence“-Rollout: Statt alles selbst zu entwickeln, setzt Apple nun auf Partnerschaften.

Hardware-Upgrade für das iPhone 18 Pro

Parallel zu den Software-Entwicklungen zeichnen sich Details zur nächsten Hardware-Generation ab. Das iPhone 18 Pro, das für September 2026 erwartet wird, soll deutliche Upgrades erhalten, die die neuen KI-Ambitionen unterstützen. Dazu gehören eine kleinere „Dynamic Island“ durch Unter-Display-Platzierung der Face-ID-Komponenten und der neue 2-Nanometer-A20-Pro-Chip.

Die Fotografie bleibt ein Schwerpunkt: Gerüchte sprechen von einer Hauptkamera mit variabler Blende und einem verbesserten Teleobjektiv. Apple startete am 5. Mai zudem eine eigene Website mit professionellen Fotografie-Tipps für iPhone-Nutzer.

Ein wachsendes Problem bleibt der Speicherplatz. Berichte von Anfang Mai 2026 zeigen, dass manche iPhone-Besitzer mit Systemdaten von über 57 Gigabyte kämpfen. Neuere System-Updates beginnen, die Verwaltung von Cache-Dateien und Systemprotokollen zu optimieren. Bis zu den größeren Optimierungen im Sommer und Herbst empfehlen Experten regelmäßige Neustarts und das Leeren der Browser-Caches.

Ausblick: Ein Jahr der Bewährung

iOS 26.5 fungiert als Brücke zwischen der aktuellen Software und den ehrgeizigen Plänen für die zweite Jahreshälfte 2026. Der 250-Millionen-Vergleich räumt zwar die Altlasten aus dem Weg, doch der Druck auf Apple bleibt enorm: Der Konzern muss die KI-Funktionen liefern, die er erstmals auf der WWDC 2024 versprochen hat.

Branchenanalysten bezeichnen den Wechsel zu iOS 27 im September 2026 als „Snow-Leopard-Update“ – eine Anspielung auf Apples historischen Fokus auf Leistung und Stabilität bei gleichzeitiger Integration der lange verzögerten „Version 2“ von Siri. Die WWDC-Präsentation am 8. Juni wird zeigen, ob Apple seine rechtlichen Hürden überwinden und im rasanten KI-Wettbewerb wieder Anschluss finden kann.