Apple veröffentlicht ein Notfall-Update für iOS und iPadOS. Das Patch schließt eine kritische Sicherheitslücke, die bereits aktiv für gezielte Angriffe ausgenutzt wurde. Das Update auf Version 26.3 ist ab sofort verfügbar und sollte umgehend installiert werden.
Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-20700 betrifft eine Kernkomponente des Betriebssystems. Sie könnte Angreifern erlauben, Schadcode auszuführen und potenziell die Kontrolle über ein Gerät zu erlangen. Berichte von Googles Threat Analysis Group deuten auf gezielte Angriffe gegen bestimmte Personen hin.
Neben iPhone und iPad sind auch macOS, tvOS, watchOS und visionOS betroffen. Für alle Plattformen liegen entsprechende Sicherheitsupdates bereit.
Was hinter der gefährlichen Lücke steckt
Die Schwachstelle sitzt im Dynamic Link Editor (dyld), einer zentralen Systemkomponente. Ein Speicherverwaltungsfehler ermöglichte es Angreifern, eigenen Code auszuführen – vorausgesetzt, sie hatten bereits Schreibzugriff auf den Speicher.
Solche Lücken sind besonders heikel: Sie dienen oft als Einfallstor für weitreichendere Attacken, die das gesamte Gerät kompromittieren können. Apple bestätigt, dass die Lücke bei iOS-Versionen vor 26 aktiv ausgenutzt wurde.
In der Vergangenheit nutzten staatliche Akteure ähnliche Zero-Day-Schwachstellen für Spyware wie Pegasus. Damit spionierten sie Journalisten, Aktivisten und Politiker aus. Für die meisten Nutzer ist die direkte Gefahr zwar gering, doch das Update bleibt essenziell.
So schützen Sie Ihr iPhone richtig
Der wirksamste Schutz ist immer noch das zeitnahe Update. Aktivieren Sie automatische Updates unter Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate. Oder laden Sie iOS 26.3 manuell herunter.
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Zusätzlich bilden diese Grundlagen einen robusten Schutz:
* Starker Passcode: Nutzen Sie einen alphanumerischen Code statt einer einfachen PIN.
* Face ID/Touch ID: Biometrie bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Schützt Ihre Apple-ID auch bei bekanntem Passwort.
Extremschutz für gefährdete Nutzer
Für besonders gefährdete Personen wie Journalisten bietet Apple den optionalen Lockdown-Modus. Dieser extreme Schutz schränkt Funktionen wie Nachrichtenanhänge oder bestimmte Web-Technologien stark ein und reduziert so die Angriffsfläche.
Eine weitere wichtige Funktion ist der Schutz für gestohlene Geräte. Verhindert ein Dieb mit Gerät und Passcode kritische Änderungen. Bei sensiblen Aktionen wie Passwort-Änderungen ist dann biometrische Authentifizierung nötig – oft mit einer Sicherheitsverzögerung von einer Stunde.
Vorsicht vor Social Engineering und falschen Apps
Die Technik kann nur so viel absichern: Der Mensch bleibt ein Risikofaktor. Phishing-Angriffe via E-Mail, SMS (Smishing) oder Messenger nehmen zu. Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten, die zur Dringlichkeit mahnen oder Daten abfragen.
Installieren Sie Apps nur aus dem offiziellen App Store. Das Sideloading von Anwendungen aus inoffiziellen Quellen öffnet oft Tür und Tor für Malware.




