Apple-Server: KI-Geräte mit M8-Ultra-Chips ab 2029 geplant

Apple untersucht eigene KI-Server für Unternehmen, doch Technik, Nvidia-Anbindung und ein möglicher Marktstart ab 2029 bleiben unentschieden.

Apple prüft laut einem Bericht des Branchendienstes The Information vom 16. September 2026 eine Rückkehr ins Enterprise-Server-Geschäft. Im Zentrum stehen eigene KI-Server auf Basis geplanter M8-Ultra-Chips. Ein Marktstart wäre demnach nicht vor 2029 zu erwarten, und das Projekt könnte laut dem Bericht auch komplett verworfen werden.

Zwei mögliche Konfigurationen

Nach den vorliegenden Informationen erwägt Apple zwei Serverkonfigurationen: eine kleinere Variante mit zwei M8-Ultra-Chips sowie eine größere mit vier M8-Ultra-SoCs. Als Zielgruppe nennt der Bericht KI-Entwickler, Unternehmen und Regierungsstellen, wobei der Fokus auf KI-Inferenz liegen soll, nicht auf dem Training großer Modelle.

Die Interconnect-Frage als zentrale Hürde

Ein wesentliches technisches Problem betrifft die Verbindungstechnik zwischen den Chips. Apple fehlt derzeit eine eigene Scale-up- beziehungsweise Scale-out-Lösung für Rack-Systeme: Die hauseigene UltraFusion-Technik verbindet bislang nur zwei SoCs, gilt laut dem Bericht vom 16. September 2026 aber als zu langsam und zu teuer, um im großen Maßstab eingesetzt zu werden.

Diskutiert wird deshalb, ob Apple auf Nvidias NVLink Fusion als Interconnect-Option zurückgreifen könnte. Dies ist jedoch nicht bestätigt, ein Start ohne Nvidia-Technik oder eine komplette Absage des Projekts bleiben laut den Quellen möglich.

Bemerkenswert ist zudem, dass Apple Mitglied im UALink-Konsortium ist, einem Zusammenschluss, der ebenfalls an offenen Interconnect-Standards für KI-Rechenzentren arbeitet.

Ursprung und Zeitplan des Projekts

Das Vorhaben wurde den Berichten zufolge vor etwa einem Jahr gestartet und von John Ternus unterstützt, der damals Apples Hardware-Chef war und seit dem 1. September 2026 als CEO fungiert. Zum aktuellen Chip-Fahrplan gibt es allerdings noch offene Fragen: Angaben zu Preis, Formfaktor und Vertrieb der geplanten Server fehlen bislang vollständig.

Konkrete Daten liegen bislang nur zum M5 Ultra vor, der laut einem Bericht vom 16. September 2026 bis zu 512 GB Unified Memory und eine Bandbreite von 1,2 TB/s bietet – die für einen KI-Server relevanten M8-Ultra-Chips existieren dagegen noch nicht.

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Wachsendes Interesse aus der KI-Branche

Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der Apples Mac-Geschäft ohnehin von der KI-Nachfrage profitiert. Im zuletzt berichteten Quartal Q3 des Geschäftsjahres 2026 (Ende 27. Juni 2026) stieg der Mac-Umsatz laut Berichten vom 16. September 2026 um 29 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar und war damit das am schnellsten wachsende Segment des Konzerns.

Befeuert wird dieser Trend offenbar auch durch KI-Unternehmen selbst: OpenAI kaufte demnach „Zehntausende“ Mac mini und Mac Studio, während Anthropic Mac minis über AWS mietet.

Gleichzeitig verweigert Apple Partnern laut einem Bericht vom 16. September 2026 den Zugriff auf die Hardware seiner Private-Cloud-Compute-Infrastruktur – ein Umstand, der die Überlegungen zu einem eigenständigen Server-Angebot in einem größeren Kontext erscheinen lässt.

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Offene Fragen bleiben bestehen

Insgesamt zeichnet der Bericht das Bild eines frühen, unternehmensinternen Prüfprozesses ohne verbindliche Zusage. Weder die technische Basis noch der Zeitpunkt eines möglichen Markteintritts sind gesichert.

Sollte Apple das Projekt tatsächlich weiterverfolgen, wäre es die erste Rückkehr des Unternehmens ins Server-Segment seit Jahren – mit KI-Inferenz als klar definiertem Anwendungsfall und einer noch ungeklärten Interconnect-Strategie als größter technischer Unsicherheit.

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