Apple setzt auf faltbares iPad: 20-Zoll-Gerät als Prestigeprojekt

Apple fokussiert Entwicklung auf faltbares iPad mit 20-Zoll-Display. Technische Hürden und hohe Kosten gefährden jedoch die Markteinführung.

Das Projekt mit einem 20-Zoll-Display hat laut Marktberichten vom heutigen Montag Priorität für John Ternus erhalten. Ternus übernimmt am 1. September 2026 den Chefposten von Tim Cook. Die Neuausrichtung fällt mit einem breiteren Vorstoß in die Falttechnologie zusammen – inklusive eines kompakten, faltbaren iPhones, das noch in diesem Jahr erwartet wird. Doch Branchenkenner und interne Beobachter bleiben vorsichtig: Die technischen Hürden sind enorm.

Technische Ambitionen und das Risiko des Scheiterns

Das Herzstück von Apples Falt-Offensive ist ein Gerät mit 20-Zoll-Bildschirm im aufgeklappten Zustand. Intern genießt das Projekt „Prioritätsstatus“, denn die Führung sucht einen Nachfolger für das aktuelle iPad-Line-up – ein Gerät, das die Lücke zwischen Tablets und Hochleistungs-Laptops schließt. Trotz dieser internen Dynamik ist der Weg zur Marktreife unsicher.

Branchenanalysten ziehen Parallelen zum Microsoft Surface Neo, einem Dual-Screen-Gerät, das nie auf den Markt kam. Das faltbare iPad könnte ein ähnliches Schicksal erleiden, wenn Apple die hartnäckigen Probleme nicht löst: Haltbarkeit des Scharniers, Software-Optimierung für wechselnde Bildformate und die hohen Herstellungskosten für ein so großes flexibles Panel. Bloomberg-Beobachter bezeichnen das Projekt bereits als „verrücktes Experiment“ – eher ein Labor für Zukunftstechnologien als ein verkaufsfähiges Produkt.

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Um diese Ambitionen zu verwirklichen, arbeitet Apple offenbar mit Samsung an fortschrittlichen Display-Technologien. Gerüchten zufolge entsteht ein „mikro-gebogenes“ OLED-Panel und ein „gleichmäßig vierfach gebogenes“ Display, das sichtbare Ränder eliminieren soll. Diese Innovationen sollen verhindern, dass der Klappmechanismus die visuelle Integrität des Bildschirms beeinträchtigt – ein häufiges Problem früherer Faltprototypen.

Führungswechsel und die Roadmap für September 2026

Die Betonung faltbarer Hardware ist eng mit dem anstehenden Führungswechsel verbunden. John Ternus, der am 1. September 2026 CEO wird, plant angeblich die Einführung von zehn neuen Produktkategorien, um seine Ära zu prägen. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist das faltbare iPhone, das ebenfalls im September 2026 erscheinen soll.

Das faltbare iPhone wird als Premium-Gerät beschrieben – mit einem prognostizierten Preis von über 2.000 Euro. Es soll ein 7,8-Zoll-OLED-Hauptdisplay bieten, das als kompaktes Smartphone fungiert, wenn es geschlossen ist, und als tabletgroßes Interface, wenn es geöffnet wird. Dieser Schritt signalisiert eine Abkehr vom Fokus auf die Vision Pro-Brille. Deren Produktion wurde Ende 2025 drastisch reduziert: Nur 4.500 Einheiten wurden im vierten Quartal jenes Jahres gefertigt.

Mit der Priorisierung von Faltgeräten steuert Ternus das Unternehmen offenbar in Richtung vielseitigerer mobiler Formfaktoren. Die Roadmap umfasst auch ein „MacBook Ultra“ – ein revolutionäres Premium-Notebook, das für Anfang 2027 erwartet wird. Das Ultra-Modell soll ein OLED-Touchdisplay und 2nm-M6-Pro- oder Max-Chips erhalten und sich oberhalb der aktuellen MacBook-Pro-Reihe positionieren.

Lieferketten-Umbau und Komponenten der nächsten Generation

Apples Wandel hin zu faltbarer und ultra-premium Hardware hat eine Neuausrichtung seiner wichtigsten Zulieferer ausgelöst. TSMC, langjähriger Chip-Produktionspartner, skaliert seine Kapazitäten offenbar hoch. Der Hersteller hat die Produktion von 3nm-Wafern um 20 Prozent auf 180.000 Einheiten pro Monat gesteigert und bereitet gleichzeitig 100.000 Wafer für die kommenden 2nm-Knoten vor.

Diese 2nm-Chips – möglicherweise als A20 und M5 oder M6 bezeichnet – sollen die Rechenleistung für komplexe KI-Aufgaben in den neuen faltbaren Interfaces liefern. Die iPhone-18-Serie, die zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 auf den Markt kommen soll, wird voraussichtlich 12 GB RAM und den A20-Chip erhalten, um erweiterte On-Device-Verarbeitung zu unterstützen.

Im Display-Sektor gilt das Jahr 2027 als Wendepunkt für Apples Umstellung auf OLED in der gesamten mobilen und Laptop-Produktpalette. Der Vorsitzende von Radiant Opto-Electronics stellte Ende April 2026 fest, dass die Einführung der OLED-Technologie durch Apple ein unvermeidlicher Branchentrend sei. Dummy-Einheiten des iPhone 18 Pro Max zeigen eine 25-prozentige Verkleinerung der Dynamic Island und ein dickeres Kameramodul für ein variables Blenden-System mit einem 48-MP-Sensor.

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Wettbewerbsdruck und der Trend zur KI-Hardware

Apples Fokus auf Faltgeräte kommt zu einer Zeit, in der andere Branchenakteure versuchen, das Smartphone-Erlebnis durch künstliche Intelligenz neu zu definieren. OpenAI arbeitet offenbar mit Qualcomm, MediaTek und Luxshare an einem eigenen KI-Smartphone. Die Spezifikationen sollen bis Anfang 2027 feststehen, die Massenproduktion ist für 2028 geplant. OpenAI-CEO Sam Altman will Betriebssysteme und Benutzeroberflächen komplett neu denken – weg von traditionellen Apps, hin zu integrierten KI-Agenten.

Dieser Wettbewerbsdruck zeigt sich in Apples eigener Software- und Hardware-Integration. Die kommenden Faltgeräte sollen ein Zwei-Ebenen-System nutzen: Einfache Aufgaben werden auf dem Gerät erledigt, rechenintensive Vorgänge in der Cloud. Dieser hybride Ansatz spiegelt die Strategien der Konkurrenz wider, die ebenfalls von reiner Rechenleistung zu Inferenzeffizienz übergehen.

Während Apple seine faltbaren Einträge vorbereitet, erleben andere Segmente des Laptop-Marktes rasche Innovationen. Ende April 2026 brachte Dell überarbeitete Versionen des XPS 14 und XPS 16 in Indien auf den Markt, mit Intel Core Ultra Prozessoren und einer versprochenen Akkulaufzeit von über 40 Stunden bei lokaler Videowiedergabe. Das Framework Laptop 13 Pro wurde mit einem größeren 74-Wh-Akku und Intel Panther Lake Chips vorgestellt – ein Trend zu hocheffizienten, langlebigen mobilen Geräten. Marktforschung von Sigmaintell prognostiziert, dass Apple 2026 mit geschätzten 28 Millionen ausgelieferten MacBooks zum drittgrößten Laptop-Hersteller aufsteigen wird – hinter Lenovo und HP.

Ausblick auf das 20-jährige Jubiläum

Die erfolgreiche Markteinführung eines faltbaren iPads und iPhones gilt als Vorbote für Apples 20-jähriges Jubiläum im Jahr 2027. Berichten zufolge plant das Unternehmen eine festliche iPhone-Veröffentlichung – möglicherweise unter dem Namen iPhone 20 oder iPhone XX – mit vierfach gebogener OLED-Technologie von Samsung. Dieses Jubiläumsmodell soll Face ID und die Frontkamera unter dem Display integrieren und so ein wirklich randloses Design erreichen.

Während Apple auf den Führungswechsel im September 2026 zusteuert, bleibt das 20-Zoll-faltbare iPad das ambitionierteste und technisch anspruchsvollste Projekt in der Pipeline. Ob es zum Eckpfeiler der neuen Ternus-Ära wird oder in der Liste unveröffentlichter Experimente landet, hängt davon ab, ob Apple die Haltbarkeits- und Software-Herausforderungen des faltbaren Formfaktors meistert. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, wenn das Unternehmen die Spezifikationen für seine nächste Hardware-Generation finalisiert und die Lieferkette auf einen grundlegenden Wandel in der mobilen Computer-Architektur vorbereitet.