Der iPhone-Konzern bricht mit jahrzehntelanger Tradition und lässt künftig Prozessoren beim einstigen Rivalen Intel fertigen.
Apple und Intel haben sich nach über einjährigen Verhandlungen geeinigt. Wie aus Branchenkreisen verlautet, testet Apple bereits Intels hochmoderne 18A-Fertigungstechnologie für künftige Chip-Generationen. Der Deal markiert eine strategische Kehrtwende: Bisher setzte der Konzern fast ausschließlich auf andere Auftragsfertiger.
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Partnerschaft mit Signalwirkung
Die Zusammenarbeit ist ein Wendepunkt in der Rivalität der beiden Silicon-Valley-Schwergewichte. Intel soll bereits mit der Produktion bestimmter Apple-Prozessoren begonnen haben. Für Apple geht es um nichts weniger als die Absicherung seiner Lieferketten in einem volatilen Marktumfeld.
Branchenbeobachter sehen in der Nutzung des 18A-Verfahrens einen cleveren Schachzug. Apples eigene Chips haben den Mac komplett revolutioniert – doch die nächste Generation wird so komplex, dass der Konzern offenbar zusätzliche Fertigungskapazitäten braucht. Parallel arbeitet Apple mit weiteren Partnern an der Verfeinerung seiner Chip-Architekturen.
Der Zeitpunkt ist brisant: Der PC-Markt kämpft Anfang 2026 mit einem Absatzrückgang von über elf Prozent. Gleichzeitig sind die DRAM-Preise im ersten Quartal 2026 um rund 90 Prozent explodiert. Mit dem Intel-Deal sichert sich Apple einen stabilen Produktionspfad.
M5-Ära: Vom Schnäppchen bis zur High-End-Workstation
Mitte Mai 2026 brachte Apple das MacBook Neo auf den Markt – ein Einstiegs-Laptop für 550 bis 590 Euro. Das Gerät mit Aluminiumgehäuse und 13-Zoll-Liquid-Retina-Display zielt auf preisbewusste Käufer. Erste Tests zeigen: Die lüfterlose Konstruktion wird unter Last heiß. Technik-Enthusiasten haben jedoch demonstriert, dass ein Wärmeleitpad die Leistung in bestimmten Benchmarks um bis zu 20 Prozent steigern kann.
Ganz anders sieht es an der Spitze aus: Der M5 Max liefert Benchmark-Werte jenseits der 30.000 Punkte. Einem Software-Ingenieur gelang es Mitte Mai, ein M5-Max-MacBook-Pro mit einer High-End-Extern-Grafikkarte über eine Linux-VM zu koppeln. Das Ergebnis: über 100 Bilder pro Sekunde in aktuellen Spielen bei maximalen Details. Allerdings kostet die Emulationsebene rund 50 Prozent Prozessorleistung.
Auch das MacBook Air wurde mit dem M5-Chip aktualisiert und verspricht 18 Stunden Akkulaufzeit. Die Konkurrenz schläft nicht: Mitte Mai kündigte Google mit dem „Googlebook“ einen eigenen Laptop an.
Sicherheitslücke überschattet Chip-Erfolge
Am 14. Mai 2026 sorgte eine schwerwiegende Sicherheitslücke für Aufsehen. Das Forscherteam „Calif“ entdeckte eine Speicher-Sicherheitslücke in der M5-Serie. Der Exploit nutzt Anthropics Claude Mythos AI, um die Memory Integrity Enforcement (MIE) zu umgehen.
Die Attacke gewährt Root-Zugriff auf macOS – und gilt als einfach ausführbar, aber schwer zu beheben. Der Fall zeigt, wie Künstliche Intelligenz zunehmend zur Waffe in der Cybersicherheit wird.
Auf der Softwareseite bleibt Apple aktiv: macOS 26.5 erschien Mitte Mai mit neuen KI-Tools und Sicherheitsupdates. Auf der WWDC am 8. Juni 2026 wird eine eigenständige Siri-App im Beta-Status erwartet – mit Chat-Funktion und automatischer Löschung nach 30 Tagen bis zu einem Jahr.
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Die Bedrohungslage ist real: Allein im ersten Quartal 2026 wurden weltweit rund 8,3 Milliarden Phishing-Versuche registriert. Unternehmen wie Foxit reagieren mit neuen Cloud-Dokumenten-Management-Systemen – denn rund 80 Prozent aller Unternehmensdaten liegen unstrukturiert vor.
Führungswechsel und globale Herausforderungen
Der Intel-Deal ist nur ein Puzzleteil in Apples großem Strategiebild. Anfang Mai reiste CEO Tim Cook gemeinsam mit US-Regierungsvertretern nach China zu Handelsgesprächen. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Apple senkte zuletzt die iPhone-Preise in China, um bei den großen Shopping-Festivals wettbewerbsfähig zu bleiben.
Intern zeichnet sich ein Führungswechsel ab: Cook soll im Herbst 2026 zum Executive Chairman aufrücken. Gleichzeitig eskaliert der Rechtsstreit mit OpenAI. Das KI-Unternehmen bereitet eine Klage vor – es geht um Unstimmigkeiten bei einer Partnerschaftsvereinbarung aus dem Jahr 2024.
Bleibt die Frage: Kann Apple den Spagat zwischen neuen Fertigungspartnern, Sicherheitslücken und komplexen Chip-Designs meistern? Die WWDC im Juni mit macOS 27 und iOS 27 wird zeigen, wie der Konzern seine Multi-Source-Chip-Strategie für die nächste Gerätegeneration nutzen will.

