Apple setzt auf KI-Wearables: Ternus übernimmt das Steuer

Der designierte Apple-Chef John Ternus plant, AirPods mit Kameras und KI-Funktionen zu intelligenten Assistenten auszubauen.

Der Führungswechsel bei Apple läutet eine neue Ära ein: Künftiger CEO John Ternus will Künstliche Intelligenz fest in Wearables wie AirPods verankern. Tim Cook übergibt am 1. September 2026 den Chefposten und wird Executive Chairman.

AirPods werden zum KI-Assistenten

Unter der Regie von Ternus sollen die AirPods die größte Weiterentwicklung ihrer Geschichte erfahren. Aus einfachen Kopfhörern werden intelligente Begleiter. Branchenberichten zufolge arbeitet Apple an Modellen mit speziellen KI-Funktionen, die die Earbuds von Audioperipherie zu aktiven Komponenten eines vernetzten Hardware-Ökosystems machen.

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Die nächste Generation könnte integrierte Kameras oder hochentwickelte Sensoren erhalten. Ziel: Die Geräte sollen die Umgebung des Nutzers erfassen und in Echtzeit interpretieren. Möglich wären Funktionen wie Navigation, Objekterkennung oder erweiterte Gesundheitsüberwachung – alles direkt aus dem Ohr heraus.

Der Vorstoß hat auch technische Gründe. Künftige Betriebssysteme wie iOS 27 benötigen deutlich mehr Arbeitsspeicher für lokale KI-Verarbeitung. Schon der iPhone 18 bekommt voraussichtlich 50 Prozent mehr RAM – 12 Gigabyte statt bisher acht. Analysten erwarten ähnliche Aufrüstungen bei AirPods und anderen Wearables.

Kameras und Sensoren für neue Formfaktoren

Ternus‘ Strategie geht weit über Kopfhörer hinaus. Apple forscht an Smart Glasses und tragbaren Anhängern mit Kameras, die mit den AirPods zusammenarbeiten. Das Ziel: Ein multisensorisches Erlebnis, bei dem Audio- und Bilddaten lokal verarbeitet werden.

Ein weiterer Baustein sind Haushaletsroboter, bei denen die Kombination aus Audio und visueller KI entscheidend sein wird. Apple will weg vom iPhone als alleinigem Dreh- und Angelpunkt – hin zu einer Verteilung der Intelligenz auf viele „ambiente“ Geräte wie Apple Watch und AirPods.

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Intern stellt sich Apple neu auf: Johny Srouji wird Chief Hardware Officer und verantwortet weiterhin die Chip-Entwicklung. Künftige Prozessoren wie der A20 und die M6-Serie sollen auf 2-Nanometer-Technik basieren – essenziell für die Rechenleistung, die kamerabestückte AirPods benötigen.

Lieferketten-Probleme und Produktionsverlagerung

Der Wandel zu komplexerer KI-Hardware trifft auf schwierige Rahmenbedingungen. Ein anhaltender Mangel an Speicherchips hat bereits den Zeitplan für mehrere Produkte durcheinandergebracht. Der neue Mac Studio erscheint erst im Oktober 2026, das erste MacBook Pro mit Touchscreen und OLED-Display kommt voraussichtlich erst Anfang 2027.

Hinzu kommt die Verlagerung der Produktion. Noch immer werden rund 80 Prozent aller iPhones in China gefertigt. Apple will diesen Anteil reduzieren: Bis 2025 sollen 25 Prozent der iPhone-Produktion aus Indien kommen. Ein notwendiger Schritt, um sich gegen Zölle und Lieferkettenrisiken abzusichern – besonders wichtig für das faltbare iPhone, das für September 2026 erwartet wird.

Beim iPhone 18 setzt Apple weiterhin auf Differenzierung: Die Pro-Modelle erhalten Premium-Hardware und neue Farben wie Dark Cherry und Light Blue. Das Standardmodell spart dagegen bei Display und Chip, um die steigenden Kosten für RAM und KI-Prozessoren auszugleichen.

Aus für Klassiker: Apple räumt das Sortiment

Vor der Ternus-Ära verschlankt Apple sein Produktportfolio. 2026 werden mehrere etablierte Geräte eingestellt: der erste AirTag, das iPhone 16e sowie verschiedene M4-Modelle von MacBook Air und MacBook Pro.

Auch der Mac Pro steht vor dem Aus – die Leistung des Mac Studio reicht inzwischen für die meisten Profi-Anwendungen. Die freiwerdenden Ressourcen fließen in den „MacBook Ultra“, ein neues High-End-Modell oberhalb des MacBook Pro. Es soll Anfang 2027 erscheinen, mit OLED-Touchscreen, flacherem Design und integriertem 5G-Modem.

Apple setzt nicht mehr auf kleine Updates, sondern auf disruptive Veränderungen. Weniger, aber dafür hochintegrierte KI-Geräte sollen die Beziehung zwischen Nutzer und Technik neu definieren.

Analyse: Die Ära Ternus und die Zukunft des Hörens

Die Berufung von John Ternus zum CEO zeigt: Apple setzt wieder auf Hardware als Treiber seiner KI-Ambitionen. Die Konzentration auf KI-fähige AirPods und Wearables mit Kameras deutet auf eine Rückkehr zu den Wurzeln hin – als Hardware-Unternehmen.

Ob der Plan aufgeht, hängt von technischen Hürden ab: Stromverbrauch und Wärmemanagement in winzigen Geräten wie AirPods sind eine enorme Herausforderung. Lokale KI-Modelle und Kameradatenverarbeitung brauchen viel Energie – ein Konflikt mit dem schlanken Design, für das Apple bekannt ist.

Hinzu kommt die Frage des Datenschutzes. „Agentische“ Hardware erfordert hohes Vertrauen der Nutzer. Apple hat mit Funktionen wie der KI-Modell-Signierung via Secure Enclave bereits Vorkehrungen getroffen. Ob die Strategie aufgeht, wird sich zeigen, wenn Ternus Ende 2026 das Ruder übernimmt – und die AirPods vom simplen Hörgerät zum KI-Assistenten werden.