Apple setzt bei HMO auf 30 bis 50 cm²/V·s für künftige MacBook-Pro-Displays

Apple testete HMO für künftige Displays; Sputtering gilt als günstigere Option, doch der Serienprozess ist noch offen.

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Für die Bildschirme künftiger MacBook-Pro-Modelle setzt Apple laut einem Branchenbericht vom 2. November 2026 vorrangig auf Sputtering als Abscheidungsverfahren für High-Mobility-Oxide-Backplanes, kurz HMO.

Wie thelec.net meldete, sei der endgültige Serienprozess allerdings noch nicht abschließend festgelegt worden. Bei der Suche nach dem passenden Fertigungsverfahren für die Oxid-Dünnschichttransistoren steht die wirtschaftlichere Sputtering-Technik im Wettbewerb mit der Atomlagenabscheidung (ALD).

Technologiewechsel zielt auf höhere Elektronenmobilität

Die HMO-Technologie soll bei Apple die bisherige Niedertemperatur-Polykristallinoxid-Technik (LTPO) ablösen, die derzeit in aktuellen iPhones sowie im iPad Pro mit OLED-Display verbaut wird. Ziel der Umstellung ist es, eine Elektronenmobilität von 30 bis 50 cm²/V·s zu erreichen.

Herkömmliche Oxid-TFTs kommen dagegen auf rund 10 cm²/V·s. Durch HMO könnten zudem Teile des Silizium-Prozesses in den LTPO-Transistorschichten ersetzt werden, was die Display-Fertigung vereinfachen würde.

Die ALD-Technik bietet zwar eine höhere Präzision und eine genauere Kontrolle über die Materialeigenschaften, zieht jedoch hohe Anlagen- und Materialkosten nach sich. Aus diesem Grund gilt Sputtering als kostengünstigere Option.

Apple testete HMO-Verfahren im konzerneigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Taiwan und schlug dem südkoreanischen Zulieferer Samsung Display die Erprobung für großflächige Prozesse der achten Generation vor. Neben MacBooks gelten laut einem Branchenbericht vom 3. November 2026 auch iMacs als Kandidaten für den Einsatz der hochauflösenden IT-OLEDs mit HMO-Backplanes.

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Panelhersteller wägen Investitionskosten ab

Samsung Display entwickelt das Sputtering-Verfahren für HMO und prüft parallel den ALD-Einsatz für Substratgläser der achten Generation. LG Display wiederum entwickelt Sputtering-HMO auf einer Linie der sechsten Generation für kleine und mittlere OLED-Panels.

Zwar erzielte ein ALD-Prototyp bei LG Display im Vorjahr bereits rund 40 cm²/V·s, aufgrund der erforderlichen Investitionsausgaben tendiert das Unternehmen jedoch ebenfalls zum Sputtering. Einem Bericht von bunsekik.com vom 3. November 2026 zufolge blieb der endgültige Serienprozess weiterhin offen, da beide Hersteller parallel an Lösungen arbeiten.

Laut Angaben von UBI Research fungiert Samsung Display als Exklusivlieferant der ersten Tandem-OLED-Displays für Apple, während LG Display wegen Kapazitätsgrenzen auf den Fertigungslinien der Generation 8.6 zunächst außen vor bleibe.

In seinem Werk im südkoreanischen Asan, in das 3,1 Milliarden US-Dollar investiert wurden, integriert Samsung Display Touchsensoren nativ als On-Cell-Lösung und nutzt erstmals eine HMO-Backplane anstelle von LTPS oder LTPO.

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Marktausblick und Preisstrukturen

Display-Analyst Ross Young berichtete am 3. November 2026, dass die HMO-Technologie bereits im neuen Touchscreen-MacBook Pro genutzt werde. Unterdessen erwartet Mark Gurman von Bloomberg eine Aktualisierung des MacBook Air Anfang 2027, nannte dafür jedoch keinen Zeitplan für OLED-Panels.

Einschätzungen von TrendForce beziffern das anfängliche Produktionsvolumen für die OLED-Modelle auf rund 1,5 Millionen Einheiten bei einer HDR-Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits. Preislich werden die Geräte voraussichtlich ab 2.899 US-Dollar für die 14-Zoll-Variante und ab 3.399 US-Dollar für die 16-Zoll-Ausführung gehandelt, was einem Aufpreis von rund 1.000 US-Dollar oder Euro entspricht.

Gurman zufolge dürften neue PROLED-Modelle mit Touchfunktion 400 US-Dollar mehr kosten als die regulären Pro-Laptops. Mittel- bis langfristig könnten sinkende Herstellungskosten dazu führen, dass Apple MacBook-Pro-Varianten ohne PROLED-Display einstellt und das Portfolio strafft.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „Apple Explores Cheaper Way to Make New MacBook Pro’s OLED Tech“