Apple will seinen Sprachassistenten Siri mit Googles KI-Kraftwerk Gemini zu neuem Leben erwecken. Die entscheidende Vorstellung der komplett überarbeiteten Version ist für Ende Februar geplant. Diese ungewöhnliche Allianz der Tech-Rivalen soll Siri endlich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz bringen.
Siri wird zum Gesprächspartner
Die neue, mit Google Gemini angetriebene Siri soll kein reiner Befehlssempfänger mehr sein. Stattdessen wird sie zu einem echten Gesprächspartner. Sie kann Kontexte verstehen, sich an frühere Unterhaltungen erinnern und komplexe, mehrstufige Anfragen bearbeiten. Das ist ein Quantensprung.
Erste Nutzer werden die Fähigkeiten voraussichtlich im iOS 26.4-Update testen können. Der breite Rollout für alle ist dann im März oder April geplant. Die neue Siri soll auch Bildschirminhalte verstehen und – mit Nutzererlaubnis – persönliche Daten für passgenaue Hilfe nutzen. Das könnte die Suche nach Fotos per Sprachbeschreibung oder das Zusammenfassen von Nachrichten revolutionieren.
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Historische Partnerschaft unter Rivalen
Hinter dem Schub steckt eine im Januar offiziell bestätigte, mehrjährige Partnerschaft zwischen Apple und Google. Für Apple, das sonst auf Eigenentwicklung setzt, ist dies ein strategischer Kraftakt. Eigene Pläne für eine nächste Siri-Generation gab es zwar schon länger, doch interne Entwicklungen verzögerten sich.
Die Kooperation mit Google beschleunigt nun den Zeitplan drastisch. Kann Apple so den Rückstand zu Google Assistant und Amazon Alexa aufholen? Das Unternehmen betont, parallel weiter an eigenen KI-Modellen zu arbeiten. Die Strategie scheint zweigleisig: Schnell mit externer Hilfe liefern, langfristig aber unabhängig bleiben.
Marktmacht und regulatorische Blicke
Die Allianz hat das Potenzial, den gesamten Markt für KI-Assistenten umzukrempeln. Sie bringt Googles Spitzentechnologie in das geschlossene Apple-Ökosystem mit über einer Milliarde Nutzern. Diese Verflechtung der beiden Giganten wird jedoch auch genau beobachtet – nicht zuletzt von Wettbewerbshütern in der EU und den USA.
Die Frage nach marktbeherrschender Stellung und Datensouveränität dürfte lauter werden. Schließlich platziert Apple damit die Kern-KI eines direkten Konkurrenten in seine Flaggschiff-Produkte.
Erst der Anfang: Große KI-Pläne für 2026
Die Enthüllung im Februar ist nur der Auftakt. Beim WWDC im Juni wird Apple voraussichtlich die nächste Stufe präsentieren. Das dann erwartete iOS 27 soll die Gesprächs-KI noch tiefer in das System integrieren – über iPhone und iPad bis hin zum Mac.
Die Demonstration in den kommenden Wochen wird zeigen, ob die Rechnung aufgeht. Wird Siri endlich der intelligente und vorausschauende Assistent, den sich Nutzer seit Jahren wünschen? Die Tech-Welt wartet gespannt auf die Antwort.
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