Der iPhone-Konzern verschärft seine Regeln für Mobilfunk-Finanzierungen – und gerät gleichzeitig wegen einer Datenschutz-Funktion vor Gericht.
Neue Regeln für T-Mobile und Verizon
Apple hat am 15. Juli 2026 seine Verkaufs- und Finanzierungsrichtlinien grundlegend überarbeitet. Wer künftig ein iPhone über die Ratenzahlungsprogramme von T-Mobile oder Verizon erwirbt, erhält das Gerät nicht mehr entsperrt. Stattdessen bleibt es bis zur vollständigen Bezahlung an das jeweilige Netz gebunden.
Bislang konnten Kunden über Apples eigene Verkaufskanäle durchaus entsperrte iPhones erhalten, selbst wenn sie eine Finanzierung über T-Mobile oder Verizon nutzten. Das erlaubte ihnen, vorzeitig den Anbieter zu wechseln oder ausländische SIM-Karten zu nutzen. Mit der neuen Regelung zieht Apple nun mit den Bedingungen gleich, die für AT&T-Kunden bereits seit längerem gelten.
Nicht betroffen sind Käufer, die ihr iPhone bar bezahlen oder über die Apple-Card-Monatsraten finanzieren – sie erhalten weiterhin entsperrte Geräte.
Millionenklage wegen Datenschutz-Fehlfunktion
Parallel zu den Änderungen im Vertrieb sieht sich Apple mit rechtlichen Problemen konfrontiert. Eine Sammelklage wirft dem Konzern irreführende Werbung vor. Im Zentrum steht die Funktion „Hide My Email“, die Nutzer vor der Preisgabe ihrer echten E-Mail-Adresse schützen soll.
Laut Klageschrift wurde eine Sicherheitslücke bereits im Juni 2025 von einem Forscher an Apple gemeldet. Die Schwachstelle könnte die tatsächliche E-Mail-Adresse der Nutzer offenlegen. Die Kläger behaupten, Apple habe den Fehler nie vollständig behoben und damit Millionen Kunden getäuscht. Die Schadensersatzforderung liegt bei über fünf Millionen Euro. Bislang gibt es keine bestätigten Berichte, dass die Lücke aktiv ausgenutzt wurde.
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Kühlung der nächsten Generation
Während Apple rechtliche und vertriebliche Baustellen bearbeitet, laufen die Vorbereitungen für künftige Hardware auf Hochtouren. Berichten vom 16. Juli zufolge hat der Konzern die Bestellungen für Dampfkammer-Kühlelemente deutlich erhöht. Branchenexperten vermuten, dass diese fortschrittliche Kühltechnik in der iPhone-18-Pro-Serie oder einem möglichen faltbaren iPhone-Modell zum Einsatz kommen soll. Auch das kommende iPhone 17 Pro wird voraussichtlich von einer verbesserten Wärmeableitung profitieren.
Milliardeninvestition in US-Chipfertigung
Ein weiteres Signal für Apples langfristige Strategie: TSMC, der wichtigste chip-Produzent des Konzerns, hat am 16. Juli 2026 zusätzliche 100 Milliarden Euro in seine US-Fabriken zugesagt. Damit steigen die Gesamtinvestitionen auf 265 Milliarden Euro. Geplant sind bis zu zwölf Produktionsstätten, die sich auf die Fertigung von 2-Nanometer-Chips konzentrieren. Apple bleibt der Hauptabnehmer für TSMCs Werke in Arizona.
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Sicherheitsupdates und Ende der Legacy-Unterstützung
Angesichts zunehmender KI-gestützter Cyberangriffe hat Apple am 29. Juni 2026 ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate veröffentlicht. iOS 26.5.2 und iPadOS 26.5.2 schließen mehr als 30 Sicherheitslücken, darunter mehrere kritische Schwachstellen in der WebKit-Engine.
Die aktuelle Beta-Version iOS 26.6 Beta 5 bringt zudem eine neue Funktion namens „Malicious Message Detected“. Sie erkennt potenziell gefährliche iMessages und bietet Nutzern die Möglichkeit, die Nachricht direkt an Apple zu melden.
Gleichzeitig schränkt Apple die Unterstützung für ältere Geräte weiter ein. Die Unternehmenssignierung für iOS 8.4.1 und iOS 10.3.4 wurde eingestellt – ein Downgrade auf diese Jahrzehnte alten Betriebssysteme ist für iPhone 5 und iPad 2 nicht mehr möglich. Sicherheitsforscher warnen zudem vor der unpatchelbaren Hardware-Schwachstelle „usbliter8“ im SecureROM von A12- und A13-Chips. Besitzer von iPhone XR bis iPhone 11 sollten über ein Upgrade nachdenken.

