Apple stellt 15 Produkte ein und startet Frühjahrs-Offensive

Apple hat 15 ältere Geräte ausgemustert und führt eine neue Hardware-Generation ein. Die Neuausrichtung umfasst Einsteiger-Laptops, überarbeitete MacBooks und eine Strategie für lokale KI-Verarbeitung.

Apple hat nach einer großen Hardware-Präsentation Anfang März 2026 15 ältere Produkte eingestellt und damit Platz für ein komplett erneuertes Ökosystem geschaffen. Die Maßnahme betrifft alles vom Einsteiger-Smartphone bis zum Profi-Monitor und markiert einen der umfangreichsten Produktwechsel des Konzerns in den letzten Jahren.

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Die neue Hardware-Generation

Der Auslöser für die Einstellungen ist eine aggressive Neuausrichtung. Das auffälligste neue Produkt ist der MacBook Neo, ein völlig neuer Einsteiger-Laptop für 599 Euro. Angetrieben vom A18 Pro-Chip aus dem Smartphone-Bereich, richtet er sich mit bis zu 18 Stunden Akkulaufzeit gezielt an Studenten und Gelegenheitsnutzer.

Auch die Kernprodukte wurden überarbeitet. Das neue MacBook Air mit M5-Chip startet nun mit 512 GB Speicher und kostet ab 1.099 Euro. Die Profi-Laptops MacBook Pro in 14 und 16 Zoll setzen auf die leistungsstärkeren M5 Pro- und M5 Max-Prozessoren. Im Mobilbereich führt das iPhone 17e (ab 599 Euro) die Einsteiger-Sparte an.

Umfangreiche Ausmusterungsliste

Um den Katalog zu straffen, hat Apple den Verkauf von 15 Geräten über seine eigenen Kanäle sofort eingestellt. In der Smartphone-Sparte wurde das iPhone 16e komplett durch das 17er-Modell ersetzt. Bei den Tablets verschwinden die iPad Air-Modelle mit M3-Chip.

Die größten Einschnitte gibt es bei den Macs: Die MacBook Air-Modelle mit M4-Chip in 13 und 15 Zoll sind ebenso Geschichte wie die MacBook Pro-Varianten mit M4 Pro und M4 Max. Auch das Monitor-Sortiment wird komplett erneuert: Das High-End-Modell Pro Display XDR von 2019 und das Studio Display von 2022 wurden aus dem Programm genommen.

Überraschende Einstellungen junger Modelle

Besonders auffällig sind einige überraschend schnelle Ausmusterungen. Das 13-Zoll MacBook Pro mit Basis-M5-Chip und 512 GB Speicher war erst im Oktober 2025 eingeführt worden – es überlebte nur etwa sechs Monate im offiziellen Sortiment. Damit setzt Apple jetzt bei den Pro-Laptops auf 1 TB als Basis, was den Einstiegspreis auf 1.699 Euro hebt.

Ebenfalls überraschend: Der Mac Studio mit M3 Ultra und 512 GB Arbeitsspeicher verschwindet trotz fehlender direkter Nachfolger-Ankündigung. Und das M3 iPad Air wird nach nur einem Jahr Laufzeit abgelöst – ein deutlich beschleunigter Update-Zyklus für das Mittelklasse-Tablet.

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Strategie hinter dem Produktwechsel

Technologie-Analysten sehen in der aggressiven Rotation eine klare Strategie. Mit dem MacBook Neo drängt Apple gezielt in den Budget-Markt und schafft gleichzeitig eine schärfere Trennung zwischen Einsteiger- und Premium-Geräten.

Die branchenweite Verschiebung hin zu lokaler KI-Verarbeitung (Apple Intelligence) beeinflusst die Hardware-Entscheidungen maßgeblich. Die Entfernung von Modellen mit geringerer Kapazität zwingt Nutzer in besser ausgestattete Konfigurationen, die On-Device-Machine-Learning bewältigen können. Das treibt zwar die Durchschnittspreise, sichert aber auch die Zukunftsfähigkeit der Hardware.

Wichtig: Die Einstellung betrifft nur den direkten Verkauf durch Apple. Bei autorisierten Dritthändlern sind die ausgemusterten Geräte wie das M4 MacBook Air oder M3 iPad Air vorübergehend noch mit deutlichen Rabatten erhältlich, bis die Lager leer sind.

Ausblick auf das Apple-Ökosystem

Die Frühjahrs-Offensive 2026 bereitet den Boden für weitere Konsolidierungen. Branchenberichte deuten auf eine ultra-premium Geräteklasse hin, möglicherweise mit faltbarem Smartphone oder touchfähigem Mac-Laptop, die später im Jahr oder 2027 kommen könnte.

Für Verbraucher bedeutet der Wechsel höhere Basis-Anforderungen: In den meisten Produktlinien starten die Geräte jetzt mit mehr Speicher – zu entsprechend angepassten Preisen bei den Premium-Modellen. Die eingestellten Geräte erhalten weiterhin für mehrere Jahre Software-Updates, bleiben also über Dritthändler eine langfristig nutzbare Alternative.