Apple schraubt seine Pläne für einen umfassenden KI-Gesundheitsdienst zurück. Statt eines eigenständigen Abo-Angebots will der Konzern die Funktionen schrittweise in die bestehende Health-App integrieren. Die strategische Kehrtwende erfolgt unter neuer Führung und angesichts eines härter umkämpften Marktes.
Das intern „Mulberry“ genannte Projekt sollte Nutzern personalisiertes Coaching zu Fitness, Ernährung und Schlaf bieten. Eine KI sollte Daten der Apple Watch, Nutzerangaben und sogar Laborberichte auswerten. Aus der Vision eines abonnementpflichtigen „Health+“-Dienstes wird nun nichts.
Neuer Kurs in der Gesundheits-Sparte
Die Entscheidung fiel unter Eddy Cue. Der Senior Vice President übernahm die Gesundheits-Teams Ende letzten Jahres. Sein Credo: Apple muss im Gesundheitsgeschäft schneller und wettbewerbsfähiger werden.
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Cue sah das geplante Angebot offenbar nicht auf der Höhe der Zeit. Unter seiner Ägide rücken die Gesundheits-Aktivitäten nun näher an die profitable Services-Sparte. Der Fokus liegt damit stärker auf der Monetarisierung bestehender Plattformen. Auch der Fitness+-Dienst könnte neu bewertet werden.
Wer drängt Apple in die Defensive?
Der Markt für digitale Gesundheit boomt – und wird enger. Start-ups wie Oura mit ihrem Smart Ring oder Whoop mit detaillierten Fitness-Trackern setzen Maßstäbe. Deren iPhone-Apps gelten als besonders ausgereift.
Doch die Konkurrenz kommt von allen Seiten. Etablierte Player wie Samsung drängen vor. Und durch den Generative-AI-Boom entstehen völlig neue Angebote. OpenAIs „ChatGPT Health“ analysiert bereits Gesundheitsdaten – genau in jener Nische, die Apple besetzen wollte.
So geht es mit der Health-App weiter
Die Technologie von „Mulberry“ wird nicht verschrottet, sondern umgewidmet. Geplante Features sollen nun nach und nach in die Health-App einfließen. Dieser stückweise Rollout minimiert das Risiko eines großen, neuen Dienstes.
Noch in diesem Jahr könnten etwa Bildungsvideos zu medizinischen Themen erscheinen. Eine in Entwicklung befindliche Ganganalyse per iPhone-Kamera wäre ein weiterer Baustein. Der ursprünglich für iOS 26 geplante Start war bereits auf iOS 27 verschoben worden.
Apples langfristiges Gesundheits-Engagement bleibt intakt. Für iOS 27 arbeitet das Unternehmen an einem neuen Siri-Chatbot mit erweiterten Gesundheitsfunktionen. Auch bei der Apple Watch werden Innovationen wie Schlafapnoe-Erkennung vorangetrieben. Die Strategie hat sich geändert, nicht aber das Ziel: KI-gestützte Gesundheits-Einsichten tief im Ökosystem zu verankern.
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