Apple stoppt Extreme-Chips: M2 und M3 zu teuer, zu wenig Nachfrage

Apple hat die Entwicklung seiner Hochleistungsprozessoren M2 Extreme und M3 Extreme eingestellt. Grund sind hohe Kosten und geringes Interesse.

Der Grund: zu teuer, zu geringe Nachfrage.

Die intern als „Extreme“ bezeichneten Chips M2 Extreme und M3 Extreme sollten die doppelte Anzahl an CPU- und GPU-Kernen bieten wie die bisherigen „Ultra“-Modelle. Doch die Projekte wurden aufgegeben, wie Branchenberichte am heutigen Sonntag zeigen. Im Fokus der Kritik standen vor allem die hohen Produktionskosten bei gleichzeitig überschaubarem Kundeninteresse.

Aus für den Mac Pro nach 20 Jahren

Die Entwicklung der Extreme-Chips war eng mit dem Mac Pro verknüpft – jenem Rechner, den Apple im März 2026 nach zwei Jahrzehnten Produktionsgeschichte einstellte. Vor dem Aus experimentierte das Unternehmen offenbar mit mehreren nie veröffentlichten Konfigurationen. Dazu gehörte ein Intel-basierter Prototyp mit der Bezeichnung J170 sowie ein Modell mit M3-Ultra-Chip, intern J170 genannt.

Mit dem Mac Pro ist auch die Hoffnung auf ein echtes Desktop-Flaggschiff für Profis gestorben. Der Mac Studio bleibt nun Apples Spitzenreiter für anspruchsvolle Nutzer. Die aktuelle Top-Konfiguration setzt auf den M3 Ultra mit 32 CPU-Kernen und 80 GPU-Kernen sowie bis zu 256 Gigabyte Arbeitsspeicher. Nach dem Aus für die Extreme-Varianten konzentriert sich Apple künftig auf die Ultra-Serie: Ein Mac Studio mit M5 Ultra wird für Ende 2026 erwartet, der M7 Ultra soll 2028 folgen.

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M5 Max und M5 Ultra: Beta-Code verrät nächste Generation

Erst am vergangenen Samstag, dem 18. Juli 2026, entdeckten Technikanalysten in der iOS-26.3-Beta Hinweise auf die nächste Chip-Generation. Die Identifikatoren deuten auf die kommenden M5-Max- und M5-Ultra-Prozessoren hin. Der M5 Pro fehlte im Beta-Code zunächst – ein Indiz dafür, dass Apple die Entwicklung priorisiert. Ein Marktstart der M5-Serie wird für Herbst 2026 erwartet.

iPhone 18 Pro: A20-Chip mit 2-Nanometer-Technik

Im Mobilsegment bereitet Apple die Einführung des iPhone 18 Pro und Pro Max für September 2026 vor. Die Geräte sollen den A20 Pro-Chip erhalten, gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren (N2) von TSMC. Der neue Fertigungsprozess verspricht entweder 15 Prozent mehr Leistung oder 30 Prozent weniger Stromverbrauch im Vergleich zur bisherigen 3-Nanometer-Technologie.

Um die erweiterten KI-Funktionen zu stemmen, werden die Pro-Modelle voraussichtlich mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet. Das Standard-iPhone 18 könnte sich dagegen verzögern – ein Launch erst im Frühjahr 2027 gilt als wahrscheinlich.

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KI-Strategie: Eigener Server-Chip verzögert sich

Auch bei spezialisierten KI-Chips für Serverzentren muss Apple umdenken. Der interne KI-Server-Chip mit dem Codenamen „Baltra“ hat sich nach Informationen aus Mitte Juli 2026 verzögert. Um die Lücke zu schließen und die KI-Fähigkeiten auszubauen, hat Apple Zukäufe getätigt – darunter die Übernahme des Start-ups Q.ai für umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro.

Aktuell setzt Apple für anspruchsvolle KI-Workloads noch auf Drittanbieter-Hardware, darunter Nvidia-Grafikprozessoren, die über die Google Cloud bezogen werden. Für die künftige Eigenproduktion hat sich Apple offenbar Fertigungskapazitäten bei Intel gesichert – genauer gesagt beim 18A-Prozess, der kürzlich eine Ausbeute von 85 Prozent erreichte.

Der Schritt passt in den Branchentrend: TSMC und ASML meldeten im zweiten Quartal 2026 Rekordergebnisse, angetrieben von der hohen Nachfrage nach modernen Halbleiter-Knoten.