Apple richtet seine Hardware-Strategie neu aus: Statt auf Weiterentwicklungen der Mixed-Reality-Headsets setzt der Konzern künftig auf KI-gestützte Smart Glasses und erweiterte Gesundheitsfunktionen in seinen Wearables. Der Schritt kommt nicht zufällig – der Markt für Edge-KI-Geräte boomt, die Smartwatch-Verkäufe stiegen im ersten Quartal 2026 um 70 Prozent im Jahresvergleich.
Strategischer Schwenk: Leichte Brillen statt schwerer Headsets
Branchenbeobachter berichten, dass Apple erhebliche Forschungs- und Entwicklungsressourcen von der Mixed-Reality-Headset-Sparte hin zu leichten Smart Glasses umverteilt hat. Zwar soll im Oktober 2025 eine Version der Vision Pro mit M5-Chip erscheinen, doch ein direkter Nachfolger wurde offenbar um mindestens zwei Jahre verschoben.
Stattdessen arbeitet das Unternehmen an zwei separaten Brillenprojekten. Das erste Modell: eine KI-Brille ohne Display, die 2027 in Massenproduktion gehen soll. Eine fortschrittlichere Augmented-Reality-Brille mit optischer Wellenleiter-Technologie wird nicht vor 2029 erwartet. Der Zeitplan zeigt: Apple want den Markt nicht überstürzen, aber auch nicht abgehängt werden.
Die Konkurrenz schläft nämlich nicht. Erst am 6. August 2026 brachte VITURE seine Pro-2-XR-Brille auf den Markt – mit integriertem Dioptrie-Ausgleich und einer Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits. Ein klares Signal, wie intensiv der Wettbewerb im Segment der leichten Wearables geworden ist.
Apple Watch Ultra 4: Der Gesundheit auf der Spur
Im September 2026 soll die Apple Watch Ultra 4 gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro vorgestellt werden. Herzstück der neuen Uhr: der S11-Chip, der Siri deutlich leistungsfähiger machen und die Energieeffizienz verbessern soll. Besonders auffällig: Die Zahl der Sensorkomponenten wird sich fast verdoppeln – ein klares Bekenntnis zur Gesundheitsüberwachung.
Im Fokus steht die präventive Medizin. Apple wartet aktuell auf die FDA-Zulassung für eine neue Blutdruckmessfunktion. Die Ultra 4 dürfte diese Funktion enthalten, während die Blutzuckermessung Branchenkreisen zufolge in dieser Generation noch fehlen wird.
Dass Apple auf Gesundheit setzt, ist strategisch klug. Laut Counterpoint Research hält der Konzern bereits 90 Prozent des Marktes für Edge-KI-Smartwatches – einem Segment, in dem Funktionen wie Schlafapnoe-Erkennung und Blutdruckmessung zweistellige Zuwachsraten verzeichnen.
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AirPods mit Kameras und ein faltbares iPhone
Auch bei den Audio-Produkten denkt Apple neu. Unter dem Projektnamen B790 entstehen AirPods mit integrierten Kameras. Die Sensoren dienen jedoch nicht der Fotografie, sondern der Umgebungserkennung für KI-Anwendungen. Der Launch ist für September 2026 zusammen mit dem iPhone 18 Pro geplant, ein Folgeprojekt (B798) soll 2027 folgen.
Das September-Event könnte insgesamt fünf große Hardware-Updates umfassen. Neben dem Standard-iPhone-18-Pro wird ein „iPhone Ultra“ erwartet – ein faltbares Modell mit einem Einstiegspreis von umgerechnet rund 1.800 Euro. Das Basis-iPhone 18 hingegen soll erst 2027 erscheinen.
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Der Markt für Edge-KI explodiert
Die gesamte Wearable-Branche erlebt einen regelrechten Boom bei spezialisierter Gesundheits-Hardware. Schon Ende des ersten Quartals 2026 verfügte jedes vierte weltweit verkaufte Smartwatch-Modell über Edge-KI-Funktionen. Bis Jahresende soll die Marktdurchdringung auf 32 Prozent steigen.
Die Konkurrenz rüstet ebenfalls auf: Oura brachte den Ring 5 mit „Health-Radar“-System und schlankerem Design auf den Markt. Amazfit expandierte im August 2026 in Australien mit neuen Fitness-Trackern, die kontinuierliche Gesundheitsdaten liefern. Apple hält dagegen – unter anderem mit der Partnerschaft mit dem London-Marathon, einem der prestigeträchtigsten Laufevents der Welt.
Die Frage ist nicht mehr, ob Wearables zur Gesundheitszentrale werden – sondern wer die Nase vorn hat.

