Der Technologiekonzern Apple ordnet seine Prioritäten in den Bereichen Hardware und Software neu. Am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass das Unternehmen rund 200 Stellen in den Abteilungen für das Mixed-Reality-Headset Vision Pro sowie für den Sprachassistenten Siri streicht. Diese Maßnahme markiert einen deutlichen Strategiewechsel hin zu generativer Künstlicher Intelligenz (KI) und neuen Hardware-Formfaktoren wie Smart Glasses.
Umstrukturierung in der Vision Products Group
Innerhalb der Vision Products Group sind nach aktuellen Berichten mindestens 60 bis 100 Mitarbeiter von den Entlassungen betroffen. Die Kürzungen treffen dabei gezielt Teams, die für die inhaltliche Ausgestaltung der Plattform verantwortlich waren. So wurde das Gaming-Team der Vision Pro weitgehend aufgelöst, während die Abteilung für das Format „Immersive Video“ eine deutliche Verkleinerung erfährt.
Obwohl Apple betont, dass die Vision Pro und das Betriebssystem visionOS weiterhin Bestandteil des Portfolios bleiben, deuten die Maßnahmen auf eine Reduzierung des bisherigen Fokus hin. Marktbeobachter führen dies auch auf die bisherige Performance des High-End-Headsets zurück.
Schätzungen zufolge beliefen sich die Verkaufszahlen der Vision Pro im vierten Quartal 2025 auf lediglich 45.000 Einheiten. In der Folge wurde die Entwicklung einer kostengünstigeren Variante des Headsets verschoben. Eine mögliche zweite Generation der Vision Pro wird derzeit erst für Ende 2028 erwartet.
Neuausrichtung von Siri und Fokus auf generative KI
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Parallel zu den Kürzungen im Hardware-Bereich entfallen rund 100 Stellen im Team für Siri und die Software-Abteilung „Intelligent Systems Experience“. Trotz des Personalabbaus plant das Unternehmen eine grundlegende technische Erneuerung seines Sprachassistenten.
Berichten zufolge wird Siri derzeit auf Basis einer neuen generativen KI-Architektur komplett neu aufgebaut, um mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Large Language Models Schritt zu halten.
Die personellen Kapazitäten werden offenbar umverteilt, um die Kompetenzen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu bündeln. Während bestehende Strukturen verkleinert werden, entstehen an anderer Stelle neue Positionen, die den transformierten Anforderungen der Software-Entwicklung gerecht werden sollen.
Strategische Priorität für Smart Glasses
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Ein wesentlicher Teil der Neuausrichtung scheint die Entwicklung von Smart Glasses mit integrierter KI zu sein. Apple verlagert Ressourcen weg von der komplexen Mixed-Reality-Plattform hin zu leichteren, alltagstauglichen Brillen-Konzepten. Diese KI-gestützten Smart Glasses könnten laut aktuellen Planungen möglicherweise bereits im nächsten Jahr oder im Laufe des Jahres 2027 auf den Markt kommen.
Dieser Schritt unterstreicht die Bemühung des Konzerns, Hardware-Produkte zu entwickeln, die eine höhere Massentauglichkeit als die aktuelle Vision Pro aufweisen. Während das Headset-Segment vorerst eine Nische bleibt, verspricht sich das Management von der Kombination aus tragbarer Hardware und fortschrittlicher KI-Assistenz eine breitere Marktdurchdringung.
Die aktuellen personellen Einschnitte spiegeln somit die Konsolidierung bestehender Projekte wider, um die finanzielle und personelle Schlagkraft für die nächste Generation von KI-Produkten zu erhöhen.

