Der US-Konzern hat die 599-Euro-Version des Mac mini aus dem Sortiment genommen. Damit beginnt die beliebte Desktop-Reihe nun bei umgerechnet rund 799 Euro.
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Schluss mit 256 Gigabyte
Die Einstiegskonfiguration mit 256 Gigabyte Speicher und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ist aus Apples Online-Shop verschwunden. Das bestätigen Branchenbeobachter seit Anfang der Woche. Wer jetzt einen Mac mini kaufen will, greift zur 512-Gigabyte-Version – zum gleichen Preis wie bisher, aber ohne günstigere Alternative darunter.
Der Schritt kommt nicht überraschend. In den vergangenen Wochen war das Basismodell bei Händlern kaum noch verfügbar. Auch bei Apple selbst galt es als ausverkauft.
DRAM-Krise als Auslöser
Hinter der Entscheidung steckt eine massive Verknappung von Arbeitsspeicher. Die Preise für DRAM-Bausteine sind im ersten Quartal 2026 um rund 90 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Grund: Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron verlagern ihre Produktion zunehmend auf Speicher für KI-Rechenzentren.
Apple-Chef Tim Cook hatte die Lage bereits in der jüngsten Telefonkonferenz angesprochen. „Der Mac mini und das Mac Studio werden immer beliebter bei KI-Entwicklern“, sagte Cook. Die Nachfrage nach leistungsstarken Konfigurationen habe die internen Erwartungen übertroffen. Eine Entspannung sei erst in mehreren Monaten zu erwarten.
Für Apple war die 599-Euro-Version ein Produkt mit besonders niedrigen Margen. Angesichts explodierender Komponentenpreise wäre ein Verkauf unterhalb der Gewinnschwelle wohl unvermeidbar gewesen.
Trend zu höheren Einstiegspreisen
Der Schritt reiht sich in eine Serie von Preisanpassungen bei Apple ein. Bereits im Frühjahr erschien das MacBook Air M5 mit mindestens 512 Gigabyte Speicher – der Einstiegspreis stieg um 100 Euro. Auch beim Mac Studio strich Apple im März die 512-Gigabyte-RAM-Option.
Die Folgen der Speicherkrise sind branchenweit spürbar. IDC rechnet für 2026 mit einem Rückgang des gesamten PC-Marktes um 11,3 Prozent. Zwar können Hersteller wie Dell, HP oder Lenovo die Kosten nicht einfach ignorieren. Doch Apples Entscheidung zeigt: Selbst der wertvollste Konzern der Welt muss die steigenden Preise an die Kunden weitergeben.
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Was bleibt vom günstigen Mac?
Für preisbewusste Käufer wird der Einstieg damit deutlich schwerer. Zwar bietet die 799-Euro-Version mit 512 Gigabyte Speicher eine realistischere Basis für moderne Anwendungen. Doch der Aufschlag von 33 Prozent dürfte viele Interessenten abschrecken.
Eine Alternative: Apple verkauft seit Februar 2025 generalüberholte M4-Mac-mini-Modelle mit Rabatt. Doch auch dort dürfte das Angebot angesichts der Knappheit begrenzt sein.
Bis zur erwarteten Vorstellung der M5-Generation gegen Ende 2026 wird Apple sich auf die Lieferung der höherwertigen Modelle konzentrieren. Ob die 599-Euro-Konfiguration jemals zurückkehrt, ist fraglich. Analysten halten 799 Euro dauerhaft für die neue Untergrenze der Mac-mini-Reihe.

