Sein Nachfolger wird Hardware-Chef John Ternus. Der Wechsel fällt in eine Phase massiver Expansion.**
Der Konzern bereitet sich auf einen Führungswechsel vor, der die Weichen für die kommende Dekade stellt. Wie aus Unternehmenskreisen Ende April 2026 bekannt wurde, wird Tim Cook seinen Posten als Chief Executive Officer zum 1. September 2026 räumen. Sein Nachfolger: John Ternus, bislang Senior Vice President für Hardware Engineering. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Apple erlebt einen Nachfrageboom bei seinen günstigeren Geräten und plant gleichzeitig eine neue Luxuslinie namens „Ultra“.
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MacBook Neo als Wachstumstreiber
Die Berufung von Ternus ist eng mit dem Erfolg des MacBook Neo verknüpft. Das günstigste Apple-Notebook aller Zeiten ist zum Zugpferd geworden. Mit einem Preis von 599 Euro (599 US-Dollar) für Privatkunden und 499 Euro für Bildungseinrichtungen soll es vor allem Google in den Klassenzimmern Marktanteile abjagen.
Die Nachfrage ist so hoch, dass Apple die internen Produktionsziele für 2026 auf zehn Millionen Einheiten verdoppelt hat. Das Gerät setzt auf den A18 Pro-Chip, ein 13-Zoll-Display und eine Akkulaufzeit von 16 Stunden. In Benchmarks soll der Apple-Prozessor rund 40 Prozent höhere Single-Core-Leistung bieten als ein Intel Core 5 320 aus der Wildcat-Lake-Serie.
Die Strategie zeigt Wirkung. Während der globale Notebook-Markt 2026 voraussichtlich um acht Prozent auf 181,1 Millionen Einheiten schrumpft, rechnen Analysten von Sigmaintell für Apple mit einem Wachstum von 22 Prozent auf 28 Millionen Geräte. Damit würde der Konzern Dell überholen und auf Platz drei der Weltrangliste klettern. In den USA und auf Märkten wie den Philippinen locken Händler bereits mit Trade-In-Programmen und Finanzierungsangeboten.
Die Ultra-Offensive: Faltbar und teuer
Doch während das MacBook Neo das Volumensegment bedient, bereitet Apple eine neue Premium-Kategorie vor. Die Ultra-Reihe soll oberhalb der „Pro“-Modelle positioniert werden und umfasst das erste faltbare iPhone der Firmengeschichte.
Das iPhone Ultra wird für September 2026 erwartet. Es soll im Buch-Stil klappen und bei einem Einstiegspreis von rund 2.000 Euro starten. Branchenbeobachter rechnen allerdings mit begrenzten Stückzahlen zum Marktstart.
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Parallel dazu entsteht ein MacBook Ultra, das das MacBook Pro als Flaggschiff ablösen soll. Es bekäme ein OLED-Touchscreen, die Dynamic-Island-Oberfläche und ein dünneres Gehäuse. Angetrieben würde es von den neuen M6 Pro- und M6 Max-Prozessoren im 2-Nanometer-Verfahren. Ursprünglich für Ende 2026 geplant, wurde der Start aufgrund von Engpässen bei Speicherkomponenten auf das erste Halbjahr 2027 verschoben.
Weitere Ultra-Produkte sind denkbar: AirPods Ultra mit integrierten Kameras und ein größeres, faltbares iPad Ultra. Zum 20. Geburtstag des iPhones im Jahr 2027 arbeiten Forscher an einem „Liquid Glass“-Display. Die Technologie, die auf Samsung-OLED-Komponenten basiert, soll sichtbare Ränder durch ein gleichmäßig gebogenes Design eliminieren. Allerdings gibt es noch Herausforderungen bei der Integration von Unter-Display-Sensoren für Face ID.
Software-Updates und Ökosystem
Parallel zur Hardware-Offensive hält Apple den gewohnten Software-Rhythmus ein. Am 27. und 28. April 2026 veröffentlichte der Konzern die vierte Beta von iOS 26.5, iPadOS 26.5 und macOS Tahoe 26.5. Die Updates konzentrieren sich auf Stabilität und Leistungsoptimierungen vor der jährlichen Entwicklerkonferenz.
Zu den Neuerungen gehören:
– Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten
– „Live Activities“-Unterstützung für Drittanbieter-Zubehör in Europa
– Neue Standortvorschläge und Werbeeinbindung in Apple Maps
– Aktualisierte Abonnementmodelle für Entwickler mit monatlicher Abrechnung bei 12-monatiger Bindung
Die finalen öffentlichen Versionen werden für Mitte Mai 2026 erwartet. Große KI-Upgrades für Siri fehlen noch – sie sind für die nachfolgenden Hauptversionen iOS 27 und macOS 27 geplant. Die Verzögerung bei den KI-Funktionen hat offenbar auch die Hardware-Pläne beeinflusst: Ein neues Apple TV 4K mit A17 Pro-Chip wird erst für Ende 2026 erwartet, um volle Kompatibilität mit der nächsten Sprachassistenten-Generation zu gewährleisten.
Wettbewerb und Branchenkontext
Der Führungswechsel bei Apple fällt in eine Zeit rasanter Entwicklungen im Bereich KI und Hochleistungsrechnen. Wettbewerber und Partner bringen neue Hardware für komplexe Workloads auf den Markt.
Tenstorrent hat kürzlich seine Galaxy Blackhole-KI-Plattform verfügbar gemacht, ein Hochleistungs-Netzwerk aus Beschleunigern für große Sprachmodelle. Google hat den TPU v8 in zwei Varianten vorgestellt – eine für Training, eine für Inferenz – mit HBM3E-Speicher. Auf der mobilen Seite hat Xiaomi bekannt gegeben, dass sein 3-Nanometer-Flaggschiff-Chip Xuanjie O1 die Marke von einer Million Auslieferungen überschritten hat. Damit ist Xiaomi der vierte Hersteller weltweit, der erfolgreich einen hauseigenen High-End-SoC einsetzt.
Sogar traditionelle Software-Unternehmen drängen in die Hardware. Branchenkreisen zufolge arbeitet OpenAI mit Partnern wie MediaTek, Qualcomm und Luxshare an einem Smartphone, das auf KI-Agenten statt auf klassische Apps setzt. Eine Serienproduktion könnte bis 2028 erfolgen – eine direkte Herausforderung für Apples app-zentriertes Ökosystem.
Ausblick: Die Ära Ternus beginnt
Der Wechsel von Tim Cook zu John Ternus market das Ende einer Ära, die von Lieferketten-Optimierung geprägt war. Nun beginnt eine Phase der Hardware-Diversifizierung. Der Erfolg des MacBook Neo zeigt, dass Apple in einem stagnierenden Markt eine Strategie für Volumenwachstum gefunden hat. Doch das kommende Jahr wird zeigen, ob der Konzern die hochkomplexen Ultra-Produkte trotz anhaltender Komponentenengpässe erfolgreich auf den Markt bringen kann.
Anleger und Branchenbeobachter werden das September 2026 genau verfolgen. Der Launch des iPhone Ultra wird der erste große Meilenstein der Ära Ternus sein. Die Integration von faltbaren Displays und die Weiterentwicklung der MacBook-Reihe zu einer touchfähigen Ultra-Linie werden die Wettbewerbsposition des Konzerns bis zum Ende des Jahrzehnts prägen. Entscheidend wird auch sein, ob die versprochenen KI-Upgrades für Siri und die dazugehörigen Hardware-Updates für Apple TV und HomePod rechtzeitig kommen – um die Ökosystem-Vorteile gegen die aufkommenden KI-first-Konkurrenten zu verteidigen.





