Apple beschleunigt die Entwicklung einer neuen Generation smarter Alltagsbegleiter. Das Unternehmen arbeitet laut Branchenleaks an kamerabestückten AirPods, smarten Brillen ohne Display und einem KI-Anhänger. Diese sollen eine komplett überarbeitete Siri mit Umgebungsdaten füttern.
Strategischer Schwenk zu unauffälligen Alltagsgeräten
Der Technologieriese vollzieht damit einen klaren Strategiewechsel. Statt auf sperrige Mixed-Reality-Headsets wie die Apple Vision Pro setzt das Unternehmen nun auf leichte, unauffällige Accessoires. Diese sollen nahtlos in den Alltag integriert werden und permanent Daten aus der Umgebung des Nutzers sammeln. Das Ziel: Eine ambiente Computerumgebung, die ohne ständigen Blick auf Bildschirme auskommt.
Hinter dem beschleunigten Zeitplan steckt massiver Wettbewerbsdruck. Konkurrenten wie Meta mit seinen Ray-Ban-Brillen oder Start-ups um Ex-Apple-Designchef Jony Ive haben den Markt für KI-Wearables bereits validiert. Apple will nun seine riesige iPhone-Nutzerbasis nutzen, um ein vernetztes Ökosystem tragbarer Sensoren zu schaffen.
AirPods mit Kamera: Hören und „Sehen“
Die nächste Generation der beliebten kabellosen Ohrhörer soll mit integrierten Infrarotkameras ausgestattet werden. Diese sind nicht für Fotos oder Videos gedacht, sondern liefern visuellen Kontext für Apples KI-Systeme. Die „sehenden“ AirPods könnten so beispielsweise die Audioequalisation dynamisch anpassen oder Siri bei Fragen zur Umgebung des Nutzers unterstützen.
Interessanter Zeitpunkt: Parallel zu diesen Entwicklungsgerüchten werden die aktuellen AirPods 4 derzeit stark rabattiert. Im Februar 2026 sind die Preise auf rund 100 Euro für das Standardmodell und unter 140 Euro für die Version mit aktiver Geräuschunterdrückung gefallen. Bestehende Modelle werden dennoch nicht abgehängt – sie sollen kommende Apple-Intelligence-Funktionen wie Live-Übersetzung unterstützen, wobei die Rechenleistung vom gekoppelten iPhone kommt.
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Smart Glasses und KI-Anhänger als neue Formfaktoren
Neben Audio-Produkten investiert Apple massiv in neue Wearable-Kategorien. Innerhalb der Hardware-Abteilung kursieren Prototypen eines Smart-Glasses-Projekts mit dem Codenamen N50. Anders als die Vision Pro sollen diese Brillen kein Augmented-Reality-Display haben. Stattdessen setzen sie auf Leichtbau und diskrete Sensoren: Mikrofone, Lautsprecher und nach außen gerichtete Kameras.
Ein spezielles Dual-Linsen-System ist geplant: Eine hochauflösende Kamera für Medienaufnahmen und eine Computer-Vision-Linse zur Umgebungserkennung. So soll das Gerät verstehen, was der Nutzer gerade betrachtet.
Gleichzeitig entwickelt Apple einen bildschirmlosen KI-Anhänger in AirTag-Größe. Der Clip, der an Kleidung befestigt oder als Halskette getragen werden kann, dient als ständig aktive Erweiterung des iPhones. Mit zwei Kameras, einem Lautsprecher und drei Mikrofonen soll er leistungsfähig sein, bleibt aber durch Auslagerung der Rechenleistung ans Smartphone leicht und akkulang.
Siri-Überholung als Herzstück der Strategie
Der Erfolg dieser Hardware-Offensive hängt von einer massiven Software-Überholung ab. Apple bereitet eine hochmoderne, Chatbot-artige Version von Siri vor, die voraussichtlich noch dieses Jahr mit iOS 27 erscheint. Finanzberichten zufolge hat Apple eine Partnerschaft mit Google geschlossen, um dessen Gemini-KI-Modelle als Grundlage zu nutzen.
Die erneuerte digitale Assistentin wird stark auf die visuellen Daten der neuen Wearables angewiesen sein. Statt generischer Navigationsanweisungen könnte Siri dann beispielsweise via AirPods-Kamera physische Wegmarken erkennen und kontextuelle Audio-Hinweise geben: „Biegen Sie rechts ab, nachdem Sie das blaue Geschäft passiert haben.“
Wettbewerbsdruck treibt Entwicklung voran
Apples beschleunigter Zeitplan kommt nicht von ungefähr. Mitte Februar 2026 erlebte das Unternehmen einen Aktienkursrückgang von fünf Prozent – die schlechteste Performance seit April 2025. Finanzanalysten führen dies auf Berichte über Verzögerungen in der KI-Testphase von Siri zurück. Die Wall Street zeigt sich ungeduldig mit dem wahrgenommenen Rückstand des Konzerns im Rennen um generative Technologien.
Die Konkurrenz schläft nicht. Meta arbeitet angeblich an einem „Neural Band“-Armband als biometrischen Controller. Apple setzt dagegen auf seine renommierte Hardware-Expertise und hochwertige Materialien. Die Wette: Verbraucher werden Wearables bevorzugen, die nahtlos in ihr bestehendes iOS-Ökosystem integriert sind, statt völlig neuer, eigenständiger Plattformen.
Wann kommen die neuen Geräte?
Die Hardware-Entwicklung läuft auf Hochtouren, doch Verbraucher müssen sich gedulden. Laut Lieferketten-Insidern könnten die kamerabestückten AirPods noch Ende dieses Jahres auf den Markt kommen. Die ambitionierteren Formfaktoren brauchen länger.
Die Produktion der N50-Smart-Glasses ist derzeit für Dezember 2026 anvisiert, was einen breiten Verbraucherstart Anfang 2027 bedeuten würde. Dieser Zeitrahmen könnte perfekt mit dem zwanzigsten Jubiläum des originalen iPhones zusammenfallen und Apples nächstes großes Computer-Paradigma einläuten. Bis dahin dienen die aggressiven AirPods-4-Preise und der schrittweise Rollout softwarebasierter KI-Funktionen als Brücke in die Ära des ambienten Computings.





