Während Konkurrenten wie Lenovo, Dell und HP mit sinkenden Verkaufszahlen kämpfen, peilt der iPhone-Konzern ein Plus von 21,7 Prozent bei den MacBook-Auslieferungen an. Das Geheimnis des Erfolgs: die hauseigenen M-Chips und eine wachsende Präsenz in Unternehmen.
MacBook auf Rekordkurs: 28 Millionen Geräte erwartet
Laut Daten des Marktforschungsinstituts Sigmaintell soll Apple in diesem Jahr rund 28 Millionen MacBooks ausliefern. Das ist beachtlich, denn der gesamte Notebook-Markt schrumpft voraussichtlich um acht Prozent auf etwa 181,1 Millionen Einheiten. Apples Marktanteil klettert damit auf 16 Prozent – ein neuer Höchstwert.
Der positive Trend zeichnete sich bereits ab. Allein im Januar legten die Mac-Verkäufe im Jahresvergleich um 31 Prozent zu. JP Morgan schätzt, dass Apples Umsatz im März-Quartal bei rund 112,7 Milliarden Euro liegt – über den Erwartungen der Analysten. Besonders stark läuft das Geschäft in China: Dort stiegen die Verkäufe im ersten Quartal 2026 um 20 Prozent.
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Die Kernfrage: Wie schafft Apple das in einem schrumpfenden Markt? Die Antwort liegt in der Chip-Strategie. Die Unified Memory Architecture (UMA) der M-Serie sorgt für eine außergewöhnliche Speichereffizienz. Durch die enge Verzahnung von Hardware und macOS können die Geräte Leistung bieten, die Wettbewerber zu ähnlichen Preisen nicht erreichen.
Preisschock durch Speicherknappheit
Bisher hält Apple am Einstiegspreis von 999 Euro für das MacBook Air fest – und unterbietet damit Konkurrenten wie das Microsoft Surface Pro (ab 1.049 Euro). Doch das dürfte sich bald ändern. Die weltweite Knappheit an Speicherbausteinen, ausgelöst durch die enorme Nachfrage nach KI-Infrastruktur, zwingt Apple zu Preiserhöhungen.
Die kommenden M5-Modelle werden wohl teurer: Das 13-Zoll MacBook Air könnte auf 1.099 Euro steigen, die 15-Zoll-Version auf 1.299 Euro. Noch deutlicher fällt der Aufschlag bei den Profi-Modellen aus: Das M5 Pro MacBook Pro soll bei 2.199 Euro starten – 200 Euro mehr als bisher. Im Gegenzug verdoppelt Apple den Basisspeicher von 512 GB auf 1 TB.
Die Speicherkrise beeinflusst auch die Terminpläne. Ein Refresh des Mac Studio wird frühestens für Oktober 2026 erwartet. Der Mangel an High-Bandwidth Memory (HBM) zwingt Apple zur Priorisierung zwischen Mac- und iPhone-Produktion.
Warum Unternehmen auf Apple setzen
Ein entscheidender Wachstumstreiber ist der Erfolg im Firmenkundengeschäft. Eine Studie von Forrester zeigt: Mac-Hardware steigert die Produktivität um 3,5 Prozent. Noch wichtiger: Mac-Nutzer verursachen 90 Prozent weniger Sicherheitsvorfälle als der Branchendurchschnitt. Für IT-Abteilungen wird das zum entscheidenden Kaufargument.
Der Neural Engine in den M-Chips positioniert Apple zudem ideal für den Trend zur lokalen KI-Verarbeitung. Während Wettbewerber auf Cloud-Lösungen setzen, erledigt Apple KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät – ein klarer Vorteil in Sachen Datenschutz.
Die Produkt-Roadmap deutet auf eine Verschmelzung von Mobil- und Desktop-Plattformen hin. Ein Touchscreen-MacBook Pro mit OLED-Display ist für Ende 2026 oder 2027 geplant. Gerüchte über ein günstigeres „MacBook Neo“ für 599 Euro deuten auf eine Offensive im Bildungs- und Einstiegssegment hin. Die Software untermauert diesen Trend: iPadOS 26 soll mehr macOS-Funktionen erhalten, während macOS 27 eine touchoptimierte Oberfläche bekommen könnte.
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Führungswechsel: Ternus übernimmt von Cook
Das erwartete Wachstum fällt in eine Zeit des Umbruchs. John Ternus wird Tim Cook noch dieses Jahr als CEO ablösen. Cooks Bilanz kann sich sehen lassen: Unter seiner Führung wuchs der Börsenwert von 350 Milliarden auf rund vier Billionen Euro. Die Services-Sparte legte von 13 Milliarden (2012) auf 109 Milliarden Euro (2025) zu, das Wearables-Geschäft wurde zur Milliarden-Kategorie.
Der neue CEO steht vor komplexen Herausforderungen. Zwar erreichte Apples Markenwert mit 607,6 Milliarden Euro einen Höchststand, doch im KI-Wettbewerb hinkt das Unternehmen hinterher. Apples „Momentum Score“ von 53 Prozent liegt deutlich hinter OpenAI (77 Prozent) und Samsung (64 Prozent). Ternus muss die Hardware-Dominanz halten und gleichzeitig die KI-Fähigkeiten ausbauen.
Die Finanzen bleiben solide: Apple hat in den letzten 15 Jahren 700 Milliarden Euro an Aktionäre zurückgegeben. Weitere Details zum Kapitalrückkaufprogramm werden für den 30. April 2026 erwartet.
Ausblick: Wird das MacBook zum neuen Zentrum des Apple-Universums?
Die zweite Jahreshälfte 2026 wird zeigen, ob Apple seine ambitionierten Ziele erreicht. Entscheidend ist die Fähigkeit, die Lieferkette trotz der Speicherkrise zu managen. Gelingt das, könnte Apple seine Position als erste Wahl für Profis und Unternehmen weiter festigen.
Das mögliche MacBook Neo und das Touchscreen-MacBook Pro zeigen: Apple ist bereit, mit dem Formfaktor zu experimentieren, um der Stagnation im Tablet-Markt entgegenzuwirken. Während das iPad lange das mobile Zugpferd war, deutet die wachsende Leistungsfähigkeit der MacBooks darauf hin, dass das Notebook wieder zum Herzstück des Apple-Ökosystems werden könnte. Anleger und Kunden werden die Updates zum Jahresende genau verfolgen – sie zeigen, wie Apple die gestiegenen Kosten mit dem nötigen Verkaufsmomentum in Einklang bringt.





