Am 31. Oktober 2026 haben Alibaba und Apple eine Partnerschaft bekannt gegeben, durch die das Sprachmodell Qwen in Apple Intelligence für chinesische Anwender integriert wird. Die Einbindung umfasst zunächst Siri, die Schreibwerkzeuge sowie visuelle Intelligenzfunktionen für Text- und Bildverständnis und die Inhaltserstellung.
Nach Einschätzung des Experten Wang Xiaojie von der Beijing University of Posts and Telecommunications fungiert damit erstmals ein chinesisches Modell als primäres, systemweites KI-Rückgrat eines globalen Hardware-Herstellers auf dem chinesischen Markt.
Funktionsumfang und Datenschutz
Qwen übernimmt in China die Aufgaben, die ChatGPT seit iOS 18.2 in anderen Ländern erfüllt. Siri kann Anfragen zu Fotos, PDF-Dokumenten und Präsentationen künftig an Qwen weiterleiten. Zudem steht in den systemweiten Schreibwerkzeugen eine Funktion zum Verfassen von Texten und Generieren von Bildern zur Verfügung. Der Zugriff erfolgt wahlweise über ein bestehendes Qwen-Konto oder über die Apple-Anmeldefunktion.
Die Nutzung ist als Opt-in-Verfahren konzipiert, womit vor jeder Datenübermittlung eine ausdrückliche Zustimmung eingeholt werden muss. Alibaba nutzt die Anfragen und Antworten der Anwender nach eigenen Angaben nicht für das Modelltraining. Das Angebot richtet sich an Geräte, die in China erworben wurden, sowie an Apple-Accounts mit der Regionseinstellung China.
Zeitplan und unterstützte Geräte
Ein erster Test der Funktionen beginnt am 4. November 2026 innerhalb der Entwickler-Beta von iOS. Der Beta-Start erfolgt damit einige Tage später als zuvor von Tim Cook angekündigt. Die reguläre Bereitstellung für chinesische Nutzer soll im Dezember 2026 mit der Veröffentlichung von iOS 27.3 erfolgen.
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Zu den kompatiblen Modellen zählen das iPhone 15 Pro, das iPhone 15 Pro Max, die Modellreihe ab dem iPhone 16 sowie das iPhone Air und das iPhone Duo. Als System- und Siri-Sprache werden Englisch oder vereinfachtes Chinesisch unterstützt. Der Rollout beschränkt sich vorerst auf das Smartphone-Segment. Versionen für das iPad, den Mac und weitere Plattformen setzen zusätzliche behördliche Genehmigungen voraus, für die noch kein Zeitplan vorliegt.
Lokale Modellfunktionen und behördliche Genehmigungen
Parallel zur Cloud-Anbindung stützt sich eine erste Funktionswelle auf Apples eigene generative Modelle direkt auf dem Endgerät. Zu den rund 18 gezählten On-Device-Funktionen gehören unter anderem die Live-Übersetzung in Nachrichten, FaceTime und Telefonaten, Werkzeuge zur Fotobereinigung, die natürliche Bildsuche, Genmoji sowie Zusammenfassungen von Mitteilungen, E-Mails, Audio-Transkripten und Anrufen.
Die Live-Übersetzung lässt sich mit neuester Firmware auch über die AirPods 5, AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung, AirPods Pro 2+ und AirPods Max 2 einsetzen. Nicht in dieser ersten Phase enthalten sind hingegen Siri AI, der Bildgenerator Image Playground sowie die auf der WWDC 2026 angekündigten Funktionen der nächsten Generation.
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Die regulatorische Freigabe erfolgte im Oktober 2026, als das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik die Alibaba-Modelle für mehrere Apple-Mobiltelefone, einschließlich des iPhone Duo, genehmigte. Alibaba-CEO Eddie Wu betonte, dass Qwen tief in das Apple-Ökosystem eingebunden werde und neue intelligente Dienste für die Nutzerschaft in China bereitstelle.

